Das Familienunternehmen Gropper produziert an seinem Standort in Stockach Direktsäfte für Handelsunternehmen in ganz Europa. An zwei Abfüllanlagen übernehmen die Servicetechniker von Bürkert die jährliche Wartung der Ventile im Füllbereich.

Das Familienunternehmen Gropper produziert an seinem Standort in Stockach Direktsäfte für Handelsunternehmen in ganz Europa. An zwei Abfüllanlagen übernehmen die Servicetechniker von Bürkert die jährliche Wartung der Ventile im Füllbereich. - Bild: Gropper Fruchtsaft GmbH & Co. KG

| von Stefan Weinzierl

Wartungs-, Umbau- oder Modernisierungsmaßnahmen in der Nahrungs-, Genussmittel- und Pharmaindustrie gilt es schnellstmöglich umzusetzen. Viele Unternehmen holen sich dafür kompetente Partner ins Haus, die passende Servicepakete anlagenspezifisch planen, ausführen und dank klarer Preisstrukturen auch noch die Budgetierung erleichtern. Eine Anwendung aus der Getränkeabfüllung liefert ein Beispiel.

Das Familienunternehmen Gropper produziert an seinem Standort in Stockach Direktsäfte für Handelsunternehmen in ganz Europa. 1929 als kleine Molkerei in Donauwörth gegründet, steht der Mittelständler mit mittlerweile ca. 900 Mitarbeitern in der Lebensmittelindustrie heute für qualitativ hochwertige, innovative Produkte. Produziert wird auf modernsten Anlagen, die im Dreischichtbetrieb arbeiten. "Damit die Produktion zuverlässig läuft, tun wir alles, um außerplanmäßige Stillstandszeiten zu vermeiden", berichtet Matthias Theuerkauf, Leiter der Instandhaltung bei Gropper in Stockach. "Unsere siebenköpfige Instandhaltungs-Mannschaft übernimmt das Tagesgeschäft und einmal im Jahr werden die Anlagen vom Hersteller gewartet."

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Individueller Serviceplan

Allerdings gibt es in Stockach noch weitere Wartungsarbeiten, die für einen reibungslosen Produktionsbetrieb notwendig sind: So sind an den beiden Abfüllanlagen für Direktsäfte, die eine Kapazität von 25.000 Flaschen pro Stunde haben, allein an den Füllköpfen jeweils 54 Ventile im Einsatz.

Im Prozessteil jeder Anlage sind weiterhin 108 Ventile verschiedener Hersteller verbaut, die den Grob- und Feinstrom regeln. Die insgesamt 324 Ventile müssen zuverlässig funktionieren, also in regelmäßigen Abständen gewartet oder ausgetauscht werden, damit sich Ausfälle und Produktionsstillstand vermeiden lassen. Im Rahmen der "großen" Anlagenwartung war dies nicht realisierbar und "nebenbei" konnte die hauseigene Instandhaltungs-Mannschaft diese doch recht komplexe Aufgabenstellung nicht stemmen.

Während eines geplanten Stillstands kümmern sich die Servicetechniker um die Anlage
Während eines geplanten Stillstands kümmern sich die Servicetechniker um die Anlage. - Bild: Bürkert Fluid Control Systems

Gropper holte sich deshalb Unterstützung von Bürkert Fluid Control Systems ins Boot. Instandhaltungsleiter Theuerkauf berichtet, wie die Zusammenarbeit begann: "Für Wartung der Füllbereiche der beiden Anlagen mit ihrer Vielzahl an Ventilen suchten wir 2017 einen neuen Partner und luden dazu auch die Firma Bürkert ein. Anschließend erarbeiten sie einen detaillierten Serviceplan und boten uns die komplette Wartungsleistung zum Fixpreis an. Wir starteten dann im November 2017 einen Probelauf und das Ergebnis hat gepasst."

Seitdem kommt das Team für jede der beiden Anlagen einmal im Jahr und führt in der geplanten Anlagenstillstandszeit von Freitagmorgen bis Sonntagnachmittag alle notwendigen Maßnahmen durch, während auf der zweiten Anlage normal weiterproduziert werden kann. Das Techniker-Team hat alle Werkzeuge und Ersatzteile dabei, auch wenn diese von anderen Herstellern stammen und bleibt vor Ort, bis die Abfüllanlage am Montagmorgen wieder erfolgreich in Betrieb gegangen ist.

Der Mehrwert rechnet sich

Letztendlich kann sich ein solches Vorgehen für jeden Anlagenbetreiber lohnen, denn durch planmäßige Wartung lassen sich die Anlagenleistung optimieren und Betriebskosten senken, da ungeplante Ausfall- und Stillstandszeiten minimiert werden oder gar nicht mehr vorkommen. Außerdem erstellen die Servicetechniker eine lückenlose Dokumentation der ausgetauschten Teile, die als Nachweis für bevorstehende Audits dienen kann. Auch Modernisierungsmaßnahmen lassen sich in ein Servicepaket integrieren.

Eine Modernisierung der Prozesspneumatik kann deutliche Einsparungen bringen. Anlagenbetreiben können dadurch dem steigenden Kostendruck begegnen. Bedarfsanalysen, Leckagemessungen und Optimierungen des Druckluftsystems senken den Energiebedarf und tragen zu einem positiven Umweltmanagement bei, zudem erhöht sich die Anlagenverfügbarkeit. Mitarbeiterschulungen sind oft ebenfalls eine Maßnahme, die sich rechnet. Sie steigern die Kompetenz des Bedienpersonals, was ebenfalls das Betriebsergebnis verbessert.

Bürkert Fluid Control Systems

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