Intermodal-Kran

In Cargoterminals der Bahn werden mit Intermodal-Kranen Container von Eisenbahnwaggons auf LKW und umgekehrt versetzt. - Bild: Künz

| von Stefan Weinzierl

Die österreichische Künz GmbH ist Spezialist in Sachen Kranbau. Ob mit Krananlagen für das Handling von Containern oder Schienen, mit Elektrolysekrane für die Zink-, Kupfer- und Nickelherstellung oder Stahlwasserbauausrüstungen für Neubau und Revitalisierung von Wasserkraftwerken – Künz hat viele Lösungen im Portfolio. Ein wichtiger Punk: Nach dem Kauf erhalten die Kunden ein individuell geschnürtes Wartungspaket. Dieses "Kis" (Künz-Informations-System) ist auf eine vorausschauende Wartung ausgelegt liefert wichtige Betriebsinformationen. Dazu gehören auch Schmierstoff-Analysen von Oelcheck.

Der Kundenservice begleitet bei den Kranbauern jede einzelne Projektphase – von der Konzeption und Konstruktion über die Wartung bis hin zur laufenden Betreuung. Bei der Entscheidung für eine Anlage sind Zuverlässigkeit, Service, Betriebskosten, Lebensdauer der Komponenten und Wartungsaufwand wichtige Kriterien. Automatisierung und Digitalisierung spielen zudem eine immer größere Rolle.

Bereits seit längerem setzt Künz ein Kran-Management-System ein, bei dem Daten erfasst werden und so dem Kranfahrer Informationen über den aktuellen Betrieb der Anlage, etwaige Fehlermeldungen oder Wartungsthemen liefern kann. Automatische Stapelkrane liefert das Unternehmen schon seit dem Jahr 2000. Diese arbeiten etwa in großen Container-Terminals wie im Rotterdamer oder Hamburger Hafen. Ungleich schwieriger ist eine Automatisierung zu realisieren, wenn Personen in unmittelbarer Umgebung der Anlagen aktiv sein müssen wie in Cargoterminals der Bahn. Hier werden mit Intermodal-Kranen Container von Eisenbahnwaggons auf LKW und umgekehrt versetzt. 

Künz Containerkrane sorgen im ÖBB Cargozentrum Wolfurt für höhere Verladekapazitäten.
Künz Containerkrane sorgen im ÖBB Cargozentrum Wolfurt für höhere Verladekapazitäten. - Bild: Künz

Probleme erkennen, bevor sie entstehen

Von der Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Anlagen hängt letztendlich der wirtschaftliche Erfolg der Betreiber ab. Ob Containerkrane in Häfen sowie in Cargo-Stationen der Bahn oder Elektrolysekrane für die Zink-, Kupfer- und Nickelherstellung, sie alle müssen störungsfrei rund um die Uhr funktionieren. Darum bietet Künz sein individuelles Wartungspaket, das von der technischen Jahresinspektion bis hin zum Life-Cycle-Cost-Vertrag reicht.

Dieses "Kis" mit Predictive Maintenance erkennt laut dem Kranhersteller Probleme, noch bevor sie entstehen, und unterstützt einen fortlaufenden Betrieb. Vieles lässt sich dank Fernwartung aus der Distanz lösen. Die Techniker von Künz sind außerdem rund um die Uhr über eine Hotline erreichbar. Via VPN-Zugang können sie sich mit dem Kran verbinden und nach Sichtung des Problems eine ideale Lösung vorschlagen. .

Schmierstoff-Analyse per Laboruntersuchung

Bei der vorausschauenden Wartung der Krane kommen die Schmierstoff-Analysen von Oelcheck zum Einsatz. Dabei geht es vor allem um die Überwachung der Kran-Getriebe und ihrer Öle. Bei jeder größeren Inspektion oder bei etwaigen Auffälligkeiten entnehmen Techniker eine Ölprobe. Im Labor werden von Oelcheck rund 30 Werte ermittelt, die im Hinblick auf den Ölzustand, den Verschleiß und etwaige Verunreinigungen sowie den Additiv-Abbau besonders genau betrachtet werden.

Mit dem Laborbericht erhalten die Techniker entweder grünes Licht für den weiteren Einsatz der Ölfüllung oder entsprechende Hinweise, falls auffällige Werte festgestellt wurden. Von der Leistungsfähigkeit der Getriebe hängt die zuverlässige Funktion der gesamten Krananlage ab, daher kann die schnelle Datenübertragung der Laborwerte überaus wichtig sein.

Schmierstoff-Check per Strichcode
Schmierstoff-Check per Strichcode. - Bild: Oelcheck

Alles online

Die Künz Techniker nutzen das Online-Kundenportal www.lab.report von Oelcheck. Sie können Proben weltweit eingeben, Daten verwalten und eigene Aktionen sowie Übersetzungen in andere Sprachen steuern. Mit den Filterfunktionen lassen sich sämtliche Informationen gezielt darstellen und vergleichen. Als "Masteruser" sind sie auch in der Lage, die Entwicklung einzelner Getriebe und anderer Komponenten schneller zu beurteilen.

Dazu können im Online-Kundenportal QR-Codes erstellt werden. Auf Klebestreifen gedruckt, werden diese an der jeweiligen Anlage angebracht. Gibt ein Techniker eine neue Ölprobe ein, scannt er mit seinem Smartphone den Code. Die App erkennt automatisch die Anlage sowie Komponenten und gibt alle Folgeschritte vor. Der Techniker ergänzt noch die Angaben zur Betriebszeit der aktuellen Probe und scannt den Barcode des Probenbegleitscheins, der identisch mit der von ihm auf das Probengefäß aufgeklebten Labornummer ist. Abschließend übermittelt die App die Daten an Oelcheck.

So wurden im Containerterminal APM Maasvlakte II des Rotterdamer Hafens sämtliche Getriebe der Künz Krananlagen mit QR-Codes versehen. Das Containerterminal ist das modernste der Welt und vollständig automatisiert. Allein für die Getriebe werden 900 QR-Codes benötigt. Den Künz Technikern sparen sie jede Menge Zeit und Aufwand.

Oelcheck