Der Wisag Facility Service kann entspannt auf 2019 blicken: In fast allen Bereichen konnte das Unternehmen wachsen.

Der Wisag Facility Service kann entspannt auf 2019 blicken: In fast allen Bereichen konnte das Unternehmen wachsen. - Bild: Wisag

| von Stefan Weinzierl

Im Geschäftsjahr 2019 hat die Wisag Facility Service Holding ein Umsatzwachstum von 3,9 Prozent erreicht. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Damit stieg der Umsatz auf rund 1,168 Milliarden Euro. Getragen wird dieses organische Wachstum laut WIsag von einer positiven Umsatzentwicklung in nahezu allen Dienstleistungsbereichen: Facility Management plus 8,2 Prozent, Gebäudetechnik plus 7,4 Prozent, Gebäudereinigung plus 4,2 Prozent, Sicherheit & Service plus 1,9 Prozent, Garten- und Landschaftspflege plus 4,8 Prozent.

Einzig der Bereich Catering weist einen Umsatzrückgang von vier Prozent aus. Hier wirken sich unter anderem Umsatzrückgänge bei Bestandskunden und eine Kundeninsolvenz im Bereich Gesundheitseinrichtungen aus.

Stabile Eigenleistungsquote

Positiv bemerkbar macht sich nach Ansicht des Unternehmens, dass man zunehmend als Spezialist für die individuellen Anforderungen unterschiedlicher Assetklassen wahrgenommen und angefragt werde – so habe das Geschäft in allen Kundensegmenten weiter ausgebaut werden können.

"Wir setzen konsequent darauf, das Fachwissen und die erforderlichen Kompetenzen im eigenen Unternehmen auf- und auszubauen und unsere Dienstleistungen so weit wie möglich mit eigenen Mitarbeitern zu erbringen", sagt Martin Riebschläger, Geschäftsführer der Wisag Facility Service Holding. So liege die Eigenleistungsquote mit rund 82 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Ausbildungsquote weist gegenüber 2018 ein Plus von 11,2 Prozentauf. Derzeit bildet das Unternehmen rund 340 junge Menschen in insgesamt 18 Lehrberufen aus.

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Corona ändert nichts an Strategie

"Den digitalen Wandel gestalten, Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels entwickeln und nachhaltig handeln, dem Arbeitskräftemangel begegnen – das sind und bleiben wesentliche Aufgaben unserer Branche und zugleich auch wichtige Strategiefelder unseres Unternehmens", sagt Michael Moritz, Geschäftsführer der Wisag Facility Service Holding. Die aktuelle Corona-Pandemie werde daran nichts ändern, sie werde jedoch Einfluss auf die Entwicklung dieser Themenfelder nehmen. So könne es beispielsweise für diejenigen Unternehmen, die Arbeitskräfte suchen, zumindest vorübergehend zu einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt kommen.

Weiterhin notwendig bleibe es, vernünftig und nachhaltig mit der Umwelt umzugehen. "Die Krise zeigt, dass wir durchaus in der Lage sind, schnell und konsequent umzudenken und zu handeln. Das sollten wir auch für unser Umweltengagement nutzen", appelliert Michael Moritz. Die Wisag Facility Service werde deshalb auch weiterhin konsequent daran arbeiten, ihre ökologische Performance zu verbessern und Kunden bei der Verwirklichung ihrer Umweltziele zu unterstützen.

Chancen der Krise nutzen

"Corona wird zudem die digitale Transformation beschleunigen", ist sich Martin Riebschläger sicher. Er rechnet beispielsweise damit, dass Lösungen, die kontaktlose Facility Services ermöglichen, stärker als bisher in den Fokus rücken. Alles in allem fordere die Bewältigung der Krise das Unternehmen auf das Schärfste heraus. "Sie wird unsere Organisation und unser Dienstleistungsgeschäft verändern. Die tatsächlichen Folgen sind ebenso wie die wirtschaftlichen Effekte derzeit noch nicht komplett absehbar", sagt Michael Moritz. "Aber es zeigt sich bereits an vielen Beispielen: Die Krise wird nicht nur negative Auswirkungen haben, sie birgt auch Chancen. Und diese werden wir konsequent nutzen."

Nach dem plötzlichen Tod des Geschäftsführungsvorsitzenden Ralf Hempel im Mai dieses Jahres führen Michael Moritz und Martin Riebschläger die Geschäfte der WISAG Facility Service Holding nun als Doppelspitze.

Wisag

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