MRO-Teile: Eine optimale Einsatzsstrategie erfordert mehr als nur die Beauftragung eines technischen Händlers. Hier ist Expertise gefragt.

MRO-Teile: Eine optimale Einsatzsstrategie erfordert mehr als nur die Beauftragung eines technischen Händlers. Hier ist Expertise gefragt. - Bild: Brammer

| von Andreas Lenz, Brammer GmbH
Aktualisiert am: 05. Nov. 2019

Die ständige Überwachung und Reduzierung des Working Capitals ist einer der wichtigsten Leistungsindikatoren für den Erfolg aller Unternehmen. Dabei geht es auch darum, die Lager- und Bestandkosten zu reduzieren und die Beschaffungsprozesse für MRO-Ausrüstungen zu optimieren. Einsparungspotenziale finden sich insbesondere in Beschaffungsprozessen für die Instandhaltung, etwa beim Einkauf der so genannten C-Teile.

In diesem Bereich steht ein hoher administrativer Aufwand für Kontrolle, Genehmigung und Abwicklung der Beschaffung in keiner Relation zum erzielten Nutzen bei Wartung und Reparatur. Damit fallen überproportional hohe Prozesskosten im Verhältnis zum Einkaufspreis an.

Um in Beschaffungsabläufen den Hebel anzusetzen, müssen nicht nur die Produktkosten betrachtet werden. Die Aufgabe besteht in der Optimierung der gesamten Prozesskette – von der Bestellauslösung über die -bearbeitung, die Kosten des Wareneingangs und Lagerung bis hin zum kosteneffizienten Einsatz der Produkte auch in Wartung und Reparatur. Um bei der Lösung dieser Aufgabe zu helfen, entwickelte Brammer, Händler von MRO-Produkten, eine Reihe spezieller Dienstleistungen:

1. Alternativen sind oft besser als das Originalteil

Brammer ermittelt bei der OE-Teile-Umschlüsselung zuverlässige und langlebige Produkte für verschiedene Branchen, die zuverlässig die gleiche Aufgabe erfüllen, wie Originalteile – im Einkauf und unterm Strich aber wesentlich kostengünstiger sind.

Das gelang etwa bei einem großen Unternehmen der Backwarenindustrie. Dort trieb eine Kette das Abrollband vom Backofen zum Verteiler der Backwaren an. Probleme gab es beispielsweise ständig mit der Feuchtigkeit, die dem Antrieb zusetzte, sowie mit der Lebensmittelverträglichkeit. Brammer schlüsselte das Maschinen-Bauteil auf ein Alternativprodukt um, das rund 20 Prozent günstiger ist und darüber hinaus viel länger hält als die Originalkette.

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2. Rahmenverträge garantieren Versorgungssicherheit

Rahmenverträge leisten ihren Beitrag, Kosten zu senken. Sie garantieren durch definierte Abnahmemengen inklusive schneller Lieferung die Versorgungssicherheit. Die Transparenz über Bestellverfahren und Verbrauchsstruktur ermöglicht es, ein vertragliches Artikelspektrum festzulegen. Dies führt im Endeffekt zu hundertprozentiger Just-in-Time-Artikelverfügbarkeit. Neben der Versorgungssicherheit bieten festgeschriebene Preisniveaus Planungssicherheit, und zeitaufwändige Preisabstimmungen während der Vertragslaufzeit entfallen.

3. E-Procurement für schlanke Bestellvorgänge

Für schlanke Beschaffungsprozesse bei MRO-Gütern sorgt die elektronische Bestell- und Rechnungsabwicklung – über E-Kataloge für verschiedene Marktplatzsysteme bis hin zur Systemintegration.

Ein Beispiel ist eine große deutsche Brauerei: Verschiedene Braustätten des Konzerns kauften selbstständig und weitgehend ohne interne Abstimmung ein. Der Artikelstamm war nicht harmonisiert, die Konsolidierung der Daten schien nicht realisierbar. Damit waren strategische Verhandlungen mit Lieferanten nur eingeschränkt möglich. Mithilfe des neuen elektronischen Katalogs von Brammer gelang es, den Bedarf aller Braustätten zu harmonisieren. Das entlastet die Disponenten, weil die autorisierten Bedarfsträger nun Direktbestellungen auslösen können. Zudem werden mithilfe abgestimmter Datensätze strategische Verhandlungen mit Lieferanten erleichtert.

4. Weniger Lieferanten, mehr Geld in der Kasse

Neben einem Gutschriftenverfahren, bei dem die Rechnungsprüfung und Archivierung von Rechnungsbelegen entfällt, erweist sich die Beschränkung auf einige wenige Lieferanten als effektiv. Denn je umfangreicher der Lieferantenstamm ist, desto höhere Verwaltungs- und Transaktionskosten fallen an. So minimierte Brammer bei einem großen Unternehmen der Papierindustrie die Lieferantenanzahl von 65 auf 8.

5. Mit Insite-Lösungen MRO den Spezialisten überlassen

Im Rahmen dieser Lösung richtet der Dienstleister Bestandssysteme ein, berät hinsichtlich Produktauswahl und Anwendungen und schult die Mitarbeiter. Der Auftraggeber profitiert von geringen Personal-, Bestands- und Prozesskosten. So wählte etwa ein führender Hersteller von Tissue-Produkten Brammer als strategischen Partner für seine MRO-Beschaffung aus. Brammer richtete auf dem Werksgelände des Auftraggebers ein Brammer-Insite ein, von dem aus die Beschaffung der MRO-Produkte abgewickelt wird. Zusätzlich schlüsselte der Dienstleister vor Ort viele Artikel um und erreichte so zusätzlich eine Verbesserung der Datenqualität in diesem Bereich.

6. Learning by doing

Mit maßgeschneiderten Trainingsprogrammen für Mitarbeiter erhöht Brammer die Kernkompetenzen im Bestandsmanagement, technischen Produktwissen und in der fachgerechten Anwendung.