Dr. Dirk Stenkamp, Vorsitzender des Vorstands der TÜV Nord Group - sein Unternehmen hat ein erfolgreiches Jahr hinter und eine herausfordernde Zeit vor sich.

Dr. Dirk Stenkamp, Vorsitzender des Vorstands der TÜV Nord Group - sein Unternehmen hat ein erfolgreiches Jahr hinter und eine herausfordernde Zeit vor sich. - Bild: TÜV Nord

| von Stefan Weinzierl

Der TÜV Nord Konzern hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hannover hat seinen Umsatz gegenüber 2018 um 4,3 Prozent auf 1.282,4 Millionen Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT) indes sank um 6,2 Prozent auf 75,2 Millionen Euro. Als Grund nennt der Konzern verstärkte Investitionen in digitale
Prüftechnik und ein Neubauprojekt in Essen.

Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Umsatz stieg von 326,1 auf 334,2 Millionen Euro. In Vollzeitstellen (FTE) gerechnet waren 2019 11.276 Menschen beim TÜV Nord beschäftigt - 496 mehr als im Jahr davor.

Als besondere Highlights des Jahres 2019 nennt das Unternehmen die Begutachtung großer Offshore-Windkraftanlagen mittels neuer laserbasierter Messegeräte (Light Detection and Ranging, LiDAR) sowie die weltweit erste Typprüfung für ein e-Hybrid-Fahrzeug mit Brennstoffzelle und Lithium-Ionen-Batterien.

TÜV: Prüfungen gehen auch in Corona-Zeiten weiter

Der TÜV Nord führt nach eigenen Angaben wesentliche Sicherheits-Prüfungen, Inspektionen und Tests auch während der Corona-Pandemie fort. Viele Unternehmen der kritischen Infrastruktur, wie zum Beispiel Energieerzeuger und Netzbetreiber, benötigten gerade jetzt prüferische Expertise, um die Versorgung Deutschlands abzusichern, sagte der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Dirk Stenkamp.

Sofern operativ möglich, arbeiten viele Beschäftige weltweit seit zwei Wochen aus dem Homeoffice. Seminare werden mittels einer konzerneigenen E-Learning Plattform durchgeführt, die Typprüfung von Fahrzeugen erfolgt erstmals mittels Live-Digitaltechniken. Für Industrie und Administration erfolgen Audits und Inspektionen vielerorts bereits digital "remote".

"Viele Zertifizierungen und Labor-Tests finden mittels digitaler Technik sicher über Tausende von Kilometern statt. Das spart Zeit, Ressourcen und viele Tonnen CO2. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits mehr als 300 Unternehmen weltweit remote auditiert", so Stenkamp.

Ausfallstunden durch Corona versucht der Konzern flexibel abzufedern und durch Kurzarbeit, Urlaubsausgleich und gezielte Investitionen in Innovation und Digitalisierung auszugleichen.

TÜV Nord

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