Anzeige

 
Anzeige

Photovoltaik

Inspektion von Solaranlagen

am 03.07.2017 um 10:00 Uhr

Wie bei jeder anderen Technologie kann es auch bei Solaranlagen zu Störungen kommen. Wärmebildkameras eignen sich hier optimal für die umgehende Erkennung von Problemen. Heinz Simmler, Gründer des Schweizer Unternehmens Energie Netzwerk, ist ein begeisterter Befürworter dieser Technologie.

Heinz Simmler

Heinz Simmler: “Als es dann darum ging, selber eine Wärmebildkamera zu kaufen, kam für uns nur eine FLIR-Kamera in Frage. Und mit MSX erkenne ich genau, welche Zelle der Solaranlage nicht ordnungsgemäß funktioniert.” – Bild: FLIR Systems

Die Wärmebildtechnik ermöglicht Eigentümern und Installateuren von Solarmodulen einen unverzichtbaren Blick in das Innere eines Solarmoduls und in den Aufbau der Photovoltaikanlage. Fehlerhafte Zellen, Anschlussboxen, Kabel, Wechselrichter oder unsachgemäß angeschlossene Module lassen sich mit hochauflösenden Wärmebildkameras erkennen. Die in Bachenbülach (CH) ansässige Firma Energie Netzwerk hat sich auf die thermografische Untersuchung von Photovoltaikzellen spezialisiert; der verantwortliche Bau- und Elektro-Thermograf besitzt eine Zertifizierung gemäß EN ISO 9712.

“Nachdem ich in einem großen Unternehmen viele Jahre lang Erfahrungen im Bereich Planung und Montage von Solaranlagen gesammelt hatte, beschloss ich 2014 zusammen mit einem Partner, meine eigene Firma zu gründen,” berichtet Heinz Simmler. “Davor hatte ich schon mit der Emitec Messtechnik AG zusammengearbeitet, einem Beratungsunternehmen, das auch FLIR Kameras vertreibt. Auf diesem Weg kam ich mit den Einsatzmöglichkeiten der Wärmebildtechnik in Berührung. Und als es dann darum ging, selber eine Wärmebildkamera zu kaufen, kam für uns nur eine FLIR Kamera infrage.”

Multi Spectral Dynamic Imaging (MSX)

Seit Kurzem hat FLIR Systems sämtliche Kameras für die vorbeugende Instandhaltung mit MSX Kontrastverstärkung (Multi Spectral Dynamic Imaging) ausgestattet. Diese neue Funktion erzeugt ein extrem detailreiches Bild und verbessert die Struktur in einem Wärmebild. Dank MSX Kontrastverstärkung lassen sich mehr Anomalien entdecken, detaillierte Analysen durchführen und Bewertungen im Bruchteil einer Sekunde abgeben. Auch Heinz Simmler profitiert von dieser Erweiterung: “Mit MSX erkenne ich genau, welche Zelle der Solaranlage nicht ordnungsgemäß funktioniert. Das ist nicht nur für uns wichtig; auf diese Art und Weise können wir auch dem Kunden zeigen, wo es hakt und was zu tun ist. Ich arbeite viel mit der MSX Kontrastverstärkung. Außerdem füge ich MSX-Aufnahmen in meine Berichte ein.”

Untersuchung von Solarmodulen

Solaranlage

Solaranlage mit Photovoltaikzellen – Bild: Energie Netzwerk

Laut Heinz Simmler fragen die Betreiber von Solaranlagen in drei Situationen nach Wärmebildinspektionen: “Zuallererst während der Montage, da wollen die Leute sichergehen, dass die Anlage einwandfrei arbeitet. Bei einer voll funktionstüchtigen Solaranlage kann der Monteur ein Abnahmeprotokoll ausstellen. Als zweites, wenn Probleme mit der Anlage auftreten, was aufgrund verringerter Leistung offensichtlich wird. Und drittens, kurz bevor die Garantie endet, dann wollen die Kunden wissen, ob noch alles ordnungsgemäß funktioniert.”
Eine Solaranlage besteht aus mehreren Photovoltaikzellen. Sobald eine oder mehrere dieser Zellen nicht fehlerfrei arbeiten, erkennt eine Wärmebildkamera dies anhand von Temperaturunterschieden. Somit erfahren Eigentümer und Installateur die Ursache für die verminderte Ausbeute und können entsprechende Maßnahmen ergreifen.
“Häufig ist Schattenwurf der Grund für das Problem,” erläutert Heinz Simmler. “Sogar eine Blume, die ihren Schatten auf mehrere Solarzellen wirft, kann deren Ertrag um 30 Prozent verringern. Eine weitere Folge ist die zusätzliche Erwärmung dieser Solarzellen, was der Anlage auf lange Sicht hin schadet.”

FLIR T420 Infrarot-Kamera

FLIR T420 Infrarot-Kamera – Bild: FLIR

FLIR T420 Kamera und Objektive

2014 erwarb Energie Netzwerk eine FLIR T420 Kamera für die Überprüfung von Photovoltaikanlagen. Diese Wärmebildkamera bietet eine Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten und eine Vielzahl von Funktionen, die einem Thermografen die Arbeit erheblich erleichtern. Zusätzlich zur Standardausstattung hat Energie Netzwerk noch ein 15°-Teleobjektiv sowie ein Objektiv mit 45° Sichtfeld bestellt. Das 15°-Objektiv ist ein weit verbreitetes Objektivzubehör und bietet im Vergleich zum 25°-Objektiv eine nahezu 2-fache Vergrößerung. “Dieses Objektiv eignet sich ideal für thermische Inspektionen aus der Entfernung oder wenn man ein Dach vom Boden aus untersuchen muss,” erklärt Heinz Simmler. “Das 45°-Objektiv ist optimal, wenn man sich auf einem Dach befindet und nicht viel Bewegungsspielraum besteht.”

Wenn dieselbe Menge Sonnenlicht auf alle Solarzellen fällt, werden diese die gleiche Strommenge produzieren. Wenn aber ein bestimmter Teil der Zellen beschattet ist, beispielsweise durch einen Kamin, erzeugen sie weniger Elektrizität. Der Strom aus den nicht beschatteten Nachbarzellen muss jedoch die weniger aktiven Zellen durchqueren. Der Strom, der durch diese Zellen durchgeleitet wird, führt zu ihrer Erwärmung. Eine Wärmebildkamera wird diese Situation als heiße Stellen erfassen, die das Solarmodul langfristig beschädigen können. Frank Liebelt/nh

Presseinformation von FLIR Systems GmbH

 
 
Anzeige