Der TÜV Rheinland - hier die Konzernzentrale in Köln - hat 2020 einen nur geringfügig geringeren Umsatz erwirtschaftet als 2019.

Der TÜV Rheinland - hier die Konzernzentrale in Köln - hat 2020 einen nur geringfügig geringeren Umsatz erwirtschaftet als 2019. - Bild: TÜV Rheinland

Bedingt durch einmalige Sondereffekte, die in der Bilanz für 2020 berücksichtigt wurden, ging das Ergebnis (EBIT) des TÜV Rheinland deutlich auf -23,6 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 135,6 Millionen Euro). Ohne die Sondereffekte (s.u.) lag das Ergebnis (bereinigtes EBIT) für 2020 bei 133,6 Millionen Euro.

Leicht gesunken ist die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit: Sie erreichte im Jahresdurchschnitt 2020 genau 20.657 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - umgerechnet auf Vollzeitstellen. Das sind 784 oder 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Investitionsvolumen lag stabil bei rund 69 Millionen Euro. "Insgesamt sind wir bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. Unser Geschäftsmodell hat sich in der Krise bewährt", sagt Dr.-Ing. Michael Fübi, der Vorsitzende des Vorstands der TÜV Rheinland AG.

Sondereffekte durch bilanzielle Rückstellungen

Sondereffekte im Geschäftsjahr 2020 führten zu einem negativen EBIT von -23,6 Millionen Euro. Wesentlich hierfür waren vor allem Rückstellungen für Schadensersatzforderungen im Zusammenhang mit dem Betrug des französischen Herstellers von Brustimplantaten PIP. Dazu Michael Fübi: "Für die Schäden, die PIP durch seinen Betrug und die Fälschung von Brustimplantaten verursacht hat, tragen wir keine Verantwortung. TÜV Rheinland hat die Implantate niemals geprüft, sondern das Qualitätsmanagementsystem zertifiziert. Wie viele andere gehören wir zu den Betrogenen. Das haben mehr als zweihundert Gerichte mittlerweile bestätigt. Nur zwei Gerichte in Frankreich sehen das anders. Wir werden weiter um eine Beurteilung des PIP-Betrugs kämpfen, die den Fakten entspricht. Davon unabhängig kommen wir unserer bilanziellen Verantwortung selbstverständlich nach und berücksichtigen Risiken beim Jahresergebnis."

Erfolgreiches operatives Geschäft

Mit seinem operativen Geschäft erzielte TÜV Rheinland 2020 solide Ergebnisse. So betrug das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT 133,6 Millionen Euro (bereinigtes EBIT 2019: 150,7 Millionen Euro), die bereinigte EBIT-Rendite lag mit 6,8 Prozent nur leicht unter dem Vorjahresniveau (7,2 Prozent). "Insgesamt zeigen die Ergebnisse für 2020: Das Geschäft von TÜV Rheinland mit Dienstleistungen für mehr Qualität und Sicherheit ist gesund und erfolgreich. Wir halten auch für die folgenden Jahre an unserer Strategie des weiteren, vorwiegend organischen Wachstums fest", unterstreicht Michael Fübi.

Optimistisch für 2021

Angesichts der guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2021, einer anziehenden Wirtschaft in vielen Weltregionen und erster Erfolge der Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ist TÜV Rheinland zuversichtlich, dass das Geschäftsjahr 2021 sich positiv entwickeln wird. Michael Fübi: "Im kommenden Jahr feiert unser Unternehmen sein 150jähriges Jubiläum. Unsere Grundidee von 1872 ist zeitlos: den technischen Fortschritt durch Prüfungen für mehr Sicherheit zukunftsfähig zu machen. Auch künftig werden wir mit unserer Mission erfolgreich sein und zu mehr Sicherheit und Qualität für die Menschen und die Gesellschaft, die Umwelt und die Wirtschaft beitragen."

Bearbeitet von Stefan Weinzierl

 

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