Der Industrieservice ist eine der von der Corona-Krise heftig gebeutelte Branche.

Der Industrieservice ist eine der von der Corona-Krise heftig gebeutelte Branche. - (Bild: industrieblick/stock.adobe.com)

Ein Rückgang des Umsatzes um über neun Prozent im Jahr 2020 - die Corona-Pandemie betrifft den Industrieservice-Markt damit stärker als die anderen von Lünendonk beobachteten B2B-Märkte – mit Ausnahme der Zeitarbeit (Top 25: -16,4 Prozent). Bedingt durch die Infektionsschutzmaßnahmen wurde für viele externe Dienstleister der Zutritt zu Werkgeländen stark eingeschränkt und Projekte abgesagt oder verschoben. Für 2021 rechnen die von Lünendonk befragten Unternehmen mit Nachholeffekten und einem Wachstum zwischen 8,7 und 14,0 Prozent.

Das sind erste Ergebnisse der Lünendonk-Liste 2021 „Führende Industrieservice-Unternehmen in Deutschland“ und der noch unveröffentlichten Lünendonk-Studie. Das Ranking steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum Download bereit.

Thomas Ball, Partner der Lünendonk & Hossenfelder GmbH und Studienautor, kommentiert die Marktentwicklung: „Externe Industrieservices sind ein Flexibilitätsinstrument für den Produktionsstandort Deutschland. Es verwundert daher nicht, dass die Service-Unternehmen besonders stark von wirtschaftlichen Verwerfungen betroffen sind. Diese Entwicklung erklärt, warum die drei Anbieter mit einem hohen Umsatzanteil an einem Industriepark geringere Umsatzrückgänge als die übrigen Dienstleister verzeichnen.“

Unter den Top 20 im Markt konnten nur fünf Unternehmen im vergangenen Jahr Umsatzsteigerungen generieren: InfraServ Gendorf Technik und InfraServ Wiesbaden Technik sowie die Griesemann Gruppe, Robur und S.I.S. Die Münchner Robur Gruppe setzte das anorganische Wachstum auch in 2020 fort. Die S.I.S. Gruppe mit Sitz in Karlsfeld wuchs unter anderem aufgrund der Integration von mehreren übernommenen Gesellschaften um 48,9 Prozent.

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