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Erfahrungsaustausch vor Ort: Andreas Blug (links) und Alexander Czuberny bei der Zustandsüberwachung einer Schaltanlage.

Denn neben klassischen Anwendungen lassen sich heute mit der Wärmebildkamera FLIR T440 auch exotische Probleme lösen.

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Erfahrungsaustausch vor Ort:
Andreas Blug (links) und Alexander
Czuberny bei der Zustandsüberwachung einer Schaltanlage.

Der Gießereibetrieb SLR produziert mit europweit 650 Mitarbeitern jährlich über 120 000 Tonnen Sphäroguss – roh, bearbeitet und als Baugruppe. Die Produktionsstätten, so auch das Stammwerk in St. Leon Rot nahe Heidelberg mit seinen 230 Mitarbeitern, sind als typische Metallurgiebetriebe geprägt von den dort ablaufenden Prozessen: mechanisch hoch belastete Ausrüstungen, entsprechend schwer, robust und kompakt montiert, die einzelnen Produktionsschritte stark verkettet. Auf einer Fachmesse entdeckte Alexander Czuberny, Leiter der Elektro-Instandhaltung bei SLR in St. Leon Rot, zum ersten Mal die Möglichkeiten der Thermografie für die vorbeugende Instandhaltung im laufenden Betrieb. „Wenn bei uns eine Maschine ausfällt, steht gleich das ganze Werk still“, erklärt Czuberny. „Eine ganze Schicht – also etwa 20 Mitarbeiter in unserer Produktion – dreht dann Däumchen, während die Uhr für den Zeitplan der Kundenaufträge unaufhörlich weiter tickt. Das ist nicht nur ärgerlich und nervenaufreibend, sondern kann auch richtig teuer werden.“

Der Einsatz einer Wärmebildkamera schien geeignet, insbesondere für die Untersuchung an schwer zugänglichen Anlagen. Darüber wollte er mehr erfahren und buchte das Grundlagenseminar zur „Einführung in die Thermografie“, das die Rolf Weber Gruppe anbot. Das Unternehmen mit Stammsitz im oberfränkischen Schauenstein ist seit über 60 Jahren für Instandhalter weltweit eine der Adressen, wenn es um die schnelle Verfügbarkeit von Industriebedarf für Reparaturen von Maschinen und Anlagen geht.

Aber wie das oft mal so ist in der Instandhaltung: Aus terminlichen Gründen musste Czuberny jedoch kurzfristig absagen. Nach dem Telefonat mit dem Kursleiter wurde dann kurzerhand ein Besuch bei SLR vor Ort vereinbart. Der Referent, der mit einer größeren Auswahl an Thermokameras bei ihm auftauchte, war Andreas Blug, Leiter Dienstleistungen und Marketing bei der Rolf Weber Gruppe, nach DIN EN ISO 9712 Stufe 2 für Bau, Elektro, Industrie zertifizierter Thermograf – und ein erklärter Enthusiast der Thermografie. Letzteres zeigte sich zuerst einmal darin, dass jede Messtechnik zum Anwender und zur Anwendung passen muss. Daher steht jedem Verkauf eine intensive Beratung vor Ort zu Grunde, denn nur so kann eine zielorientierte und objektive Auswahl stattfinden.

 

Paket zur technischen Zustandsüberwachung

„Wir bieten im Bereich der Instandhaltung neben Geräten zur Anlagenüberwachung inzwischen auch das Weber.monitoring an: Ein Paket zur technischen Zustandsüberwachung mit Bestandteilen wie Stoßimpuls- und Schwingungsanalyse,

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Thermografie bei SLR: Ablagerungen in einem Abluftrohr sind als Profil zu erkennen (oben). Heiß gelaufene Antriebe bei Mangelschmierung (unten).

Temperaturmessung, Online-Maschinen- und Anlagenüberwachung, Laserausrichtung für Wellen – und natürlich seit Jahren auch die Thermografie“, erklärt Blug.

In letzterem Bereich ist Blug im wahrsten Sinne des Wortes „unterwegs“. Sein Treffen mit Czuberny war der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit oder, wie der Thermografieexperte es ausdrückt, „ein ganz typischer Anwendungsfall“.

„Es geht beim Start einer solchen Kooperation erst einmal einfach darum, dass der Anwender das geeignete Gerät in die Hand bekommt und lernt, damit fachgerecht zu arbeiten“, sagt Blug. „Wärmebildkameras gibt es auch schon unter 1 000 Euro. Dabei sollte man jedoch den Unterschied zwischen Einstiegsklasse und Profigerät kennen und mit dem ausgebildeten Thermografen selbst testen. Oft geht es in der Instandhaltungspraxis um den Temperaturvergleich von Bauteilen, etwa bei der Überprüfung von Lagern oder Schaltschränken. Deshalb bin ich der Meinung, dass eine Infrarotkamera in jeden Werkzeugkasten eines Instandhalters gehört.“

Der Dienstleister im Profil
Erste Adresse für Instandhalter: Rolf Weber Gruppe

Die Rolf Weber Gruppe mit Stammsitz im oberfränkischen Schauenstein ist seit über 60 Jahren für Instandhalter weltweit eine der Adressen, wenn es um die schnelle Verfügbarkeit von Industriebedarf für Reparaturen von Maschinen und Anlagen geht. Dabei ist die unabhängige und in der dritten Generation geführte Unternehmensgruppe weit mehr als ein technischer Händler für Antriebstechnik. Mit weiteren Standorten in Köln, Berlin, Hamburg und Chemnitz hat sich das Unternehmen mit seinen knapp 120 Mitarbeitern viel Know-how rund um das Thema vorbeugende Instandhaltung erworben und ist mit einem sehr individuellen Kundenservice am Markt präsent. Ob bei der Auswahl der richtigen Produkte, der Unterstützung bei Konstruktion oder Umbau, zahlreicher Hilfen im Bereich „Maintenance-Service“ bis hin zur Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung, Zertifizierung, E-Commerce oder Lagerhaltungskonzepten – alles wird unter dem Label „WEBER.Energie.Effizienz.plus“ für eine kundenspezifische Lösung im Team realisiert.

Für Czubernys Aufgabenbereich empfahl Blug eine FLIR T440 mit zusätzlicher 45° Optik und MSX-Technik. Damit lassen sich auch schwer erreichbare Bereiche einsehen, und die MSX-Überlagerung von Infrarot- und Normalfarbenfotografie bietet zusätzliche Informationen und Bedienkomfort. So lassen sich etwa Bauteilkennzeichnungen auf Anlagen bereits im Thermogramm gut erkennen und lesen.

Czuberny ist mit dieser Empfehlung sehr zufrieden. „Bei uns geht es um die klassischen Anwendungen und wenn mehr nötig ist, haben wir Herrn Blug an unserer Seite“, bringt es der Leiter der Instandhaltung auf den Punkt.

Zur klassischen Anwendung bei SLR gehört etwa die Untersuchung von elektrischen Schaltanlagen auf Hot-Spots zum Beispiel infolge von schlechten Kontakten oder Wälzlagern, die sich infolge von Mangelschmierung erhitzen. Schon beim ersten Rundgang im Betrieb machte Blug auf viele weitere Anwendungen aufmerksam. Und eigentlich rechnete sich die Anschaffung schon durch die Vorbesichtigung, da ein nicht unerheblicher Mangel entdeckt werden konnte.

 

Die Thermografie erschließt den Weg für Neues

Zwischenzeitlich treten auch „exotische Probleme“ auf, die nach der Einweisung mittlerweile zusätzlich entdeckt wurden: So wunderte sich Czuberny darüber, dass an der Druckseite einer Pumpe, die ein parallel zu zwei anderen heißes

Medium in einen Sammler förderte, die Temperatur an der Druckseite viel zu gering war. Des Rätsels Lösung: Diese eine Pumpe war verkehrt herum eingebaut.

„Und dank der umfangreichen Beratung, Einweisung und Unterstützung der Rolf Weber Gruppe gibt es für uns mit der Thermografiekamera immer etwas Neues zu entdecken“, hat Czuberny inzwischen erfreut festgestellt. So wirken etwa Ablagerungen von Schmutz in einer Abluftleitung als zusätzliche Isolierung. Damit sind sie gut als ein Profil im Wärmebild zu erkennen, und es wird sichtbar, wann die Leitung wieder gereinigt werden muss.

Als besonderen Erfolg betrachtet Czuberny die problemlose Sichtung von heiß gelaufenen Lagern an einer wichtigen Förderstrecke vor einiger Zeit: „Wir konnten die notwendig werdende Reparatur in eine der Pausen verlegen. Wäre das Lager schon während des Betriebes ausgefallen, hätte eine Stunde Reparaturzeit so viel gekostet wie der Preis der Kamera – sie hat sich also wirklich sehr schnell amortisiert.“

Wärmebildkamera im Detail

FLIR T440 im Einsatz bei SLR

Die Modelle der FLIR T400-Serie bieten eine neigbare Objektiveinheit, so dass sich Messungen und Bilder der Objekte aus allen Winkeln in einer bequemen Position aufnehmen lassen.

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FLIR T440

Die technischen Daten der T 440:

  • Temperaturbereich: -20 °C bis +1 200 °C
  • 8-facher Digitalzoom
  • Feste Messeinstellungen

Preis bei der Rolf Weber Gruppe: etwa 13 000 Euro inkl. Zusatzoptik.
Das Modell T440 ist mit der Funktion „Multi Spectral Dynamic Imaging (MSX)“ ausgestattet. Sowohl auf dem Wärmebild als auch auf dem Tageslichtbild lassen sich relevante Bereiche durch einfaches Skizzieren auf dem Touchscreen hervorheben. Ein „Sofortbericht“ der Inspektion (mit Skizzen oder schriftlichen Kommentaren) kann direkt in der T440 generiert werden.

Inzwischen hat Czuberny, der die Auswertung der Thermografiebilder und die Ursachenforschung bei Ungereimtheiten selbst übernimmt, bereits einen gewissen Erfahrungsschatz gewonnen. „Ich gehe regelmäßig durch die Anlage und weiß inzwischen, worauf ich achten muss“, schätzt er ein. „Wann immer es Auffälligkeiten zu erkennen gibt, schaue ich mir die Bauteile näher an und arbeite dann mit den Tipps der Rolf Weber Gruppe.“

Und bei ganz kniffligeren Fragen kann sich der Leiter der Elektro-Instandhaltung auch jederzeit an seinen Mentor Andreas Blug wenden. „Das gehört zu unserem Geschäftsmodell“, erklärt der Marketingleiter der Rolf Weber Gruppe. „Bei uns zählt nicht der ‚schnelle Verkauf‘, sondern der Nutzen und Erfolg der Instandhalter“. Dieses Angebot bedeutet somit nicht nur die Lieferung, sondern vor allem die umfassende Beratung beim Erwerb und die Unterstützung bei der Anwendung. Genau so gestaltet sich auch die Zusammenarbeit mit Czuberny.

Kontakt:
Rolf Weber Gruppe
Tel.: 09252 993377
Email: a.blug@rolf-weber-gruppe.de
www. rolf-weber-gruppe.de