Cofresco Produkte

Die Verpackungsanlage verfügt über die Fernwartungslösung eWON & Talk2M von Wachendorff. Sie ermöglicht schnelle Anpassungen in der Inbetriebnahmephase und gewährleistet einen schnellen Zugriff im Störungsfall. - Bild: Wachendorff

Das Unternehmen mit Sitz in Minden ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Melitta Gruppe und SC Johnson Inc. und beschäftigt in seinen vier Gesellschaften etwa 300 Mitarbeiter. Cofresco Frischhalteprodukte Europa produziert unter anderem Folienprodukte der Marken Toppits, Albal, Glad, Handy Bag und PrimaPack.

In fast allen deutschen Küchen sind die Toppits Frischhaltefolien oder Gefrierbeutel von klein bis groß, vom Eiskugelbeutel bis zum Bratschlauch zu finden. Hergestellt werden diese von Cofresco, einem Unternehmen der Melitta Holding. Im ostwestfälischen Minden, gleich neben dem Melitta-Stammhaus, werden aber nicht nur Folien für den deutschen Markt produziert. Unter verschiedenen Markennamen laufen hier Folien und Verpackungen für ganz Europa vom Band.

Heute gilt das Unternehmen als Technologieführer der Branche, der kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investiert. „Wir sind immer auf der Suche nach Innovationen bei den Produktionsverfahren“ erzählt Friedrich Niedernolte, der die elektrische Instandhaltung bei Cofresco leitet. In dieser Eigenschaft besucht er regelmäßig Messen und bildet sich weiter. „Schließlich müssen wir technologisch am Ball bleiben, um Markenqualität auf höchstem Niveau produzieren zu können, aber gleichzeitig die Kosten stets im Griff zu haben“, erklärt er.

Aus dem gleichen Grund verlangt er von seinen Lieferanten generell die Möglichkeit der Fernwartung. „Gerade in der Inbetriebnahme-Phase ist das für uns ganz wichtig“, stellt Friedrich Niedernolte klar. „Es dauert eine Weile, bis eine neue Maschine einwandfrei läuft. Da viele Anlagenbauer die Programmierung extern einkaufen, ist dann der Programmierer meistens schon wieder beim nächsten Projekt – im Extremfall sogar irgendwo im Ausland unterwegs. Wenn es dann bei uns noch Anpassungsbedarf gibt, dann ist es ohne Fernwartung sehr schwierig, den kurzfristig umzusetzen“, führt er aus.

Anlagenbetreiber

Anwenderdefinierter Fernwartungsstandard

  • Einheitliche VPN-Zertifikate
  • Identische Benutzeroberfläche
  • Umfassende Sicherheit
  • Große Flexibiliät
  • Schnelle Inbetriebnahme
  • Hohe Standzeiten

Viele Maschinenbauer haben zwar eigene Fernwartungsmöglichkeiten, Cofresco wünschte aber einen einheitlichen Standard, der nun auch in den Lieferbedingungen festgeschrieben ist. „Unterschiedliche Systeme haben auch unterschiedliche VPN-Zertifikate, die sich gegenseitig stören können“, erklärt IT-Experte Michael Suhr von Cofresco. „Außerdem ist das Handling immer wieder anders und unsere Mitarbeiter müssen sich damit auf völlig unterschiedliche Nutzeroberflächen einstellen. Dieses Chaos wollten wir nicht länger“, ergänzt Niedernolte.

Nach einiger Suche entschieden sich die Verantwortlichen für die Fernwartungsrouter der Serie eWON in Verbindung mit dem Online-Serviceportal Talk2M von Wachendorff. „Die Handhabung

Wachendorff Fernwartungsrouter

Die Fernwartungsrouter der
Serie eWON von Wachendorff wurden für den industriellen
Einsatz entwickelt und sind
besonders robust. Sie können im Schaltschrank in der Nähe der SPS untergebracht werden. – Bild: Wachendorff

ist bei dieser Lösung viel einfacher als bei anderen Systemen“, sagt Michael Suhr. Vor allem aber war Sicherheit für den IT-Experten wichtig: „In unserem Unternehmen gelten strenge Sicherheitsvorschriften für die EDV, die auch regelmäßig von der Revision überprüft werden. Wir wollen hier niemanden ins Netz lassen und lieber alles selbst in der Hand behalten. Mit den eWON-Routern ist das kein Problem. Wir konfigurieren das System einmal, stellen ein virtuelles Netz mit einem einzigen Durchgang durch die Firewall bereit und haben damit ausreichend Kapazitäten für unsere Anlagen. Kommt eine neue hinzu, wird sie über einen Switch integriert, das ist in fünf Minuten erledigt.“

Vielseitige und robuste Router-Lösung

„Vor allem sind eWON-Router absolut industrietauglich und robust“, freut sich Instandhalter Niedernolte. Um die vielen Möglichkeiten der eWON-Router nutzen zu können, hat er in seinem Büro eine Testanlage aufgebaut, an der er neue Funktionen einem ausführlichen Praxistest unterzieht, bevor er sie in die Tat umsetzt. Hier befindet sich auch eine Kamera, die direkt auf eine angeschlossene SPS gerichtet ist, um von Ferne sofort sehen zu können, ob seine Befehle auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Eine Kamera befindet sich auch vor Ort an der kürzlich in Betrieb genommenen Verpackungsanlage. Widerstand von Seiten der Mitarbeiter gibt es hier nicht, denn dem Bediener wird über eine Meldeleuchte signalisiert, ob der Programmierer gerade online ist und zuschauen kann, sodass hier niemand Angst vor einer unbemerkten Überwachung haben muss. Außerdem sind Hinweisschilder „Achtung Videoüberwachung“ angebracht.

Gerade beim Anlagenbetreiber Cofresco zeigt sich die Vielseitigkeit der Wachendorff-Lösung eWON&Talk2M, denn hier sind viele unterschiedliche Maschinenbauer, Steuerungsbauer und SPS-Hersteller involviert. „Vor der Änderung unserer Lieferbedingungen hatten wir auch schon den Fall, dass ein Lieferant die Möglichkeit der Fernwartung gar nicht vorgesehen hatte und ein entsprechendes Gateway fehlte“, erzählt Niedernolte. Mit der Plug’n Route-Möglichkeit von eWON war das trotzdem kein Problem, denn der Inbetriebnahme-Assistent eCatcher ist in der Lage, alle Adressen auszulesen. Auf diese Weise lassen sich die Steuerungen aller gängigen Hersteller fernwarten, auch wenn sie ursprünglich für diesen Zweck gar nicht ausgelegt waren. Außerdem kann so auch der Zugriff über Tablets oder Smart­phones komfortabel konfiguriert werden.

Wachendorff Fernwartungsprinzip


Die Fernwartungslösung eWON & Talk2M ermöglicht dem Anlagenbetreiber, den Zugriff für Anlagen-/Maschinenbauer, Instandhalter und Integratoren sicher und optimal zu managen.- Bild: Wachendorff

Bei Cofresco wurde gerade die große Palettieranlage modernisiert. Hier kommen kontinuierlich Kartons mit Folienrollen aus der Produktion in der Nachbarhalle an. Diese werden identisch ausgerichtet und dann mithilfe eines Roboters auf Paletten gepackt. Nach dem Einwickeln mit Folie läuft die versandfertige Palette vom Band. Auch diese komplexe Anlage, ohne die keine Haushaltsfolien das Werk verlassen können, ist mit der eWON-Lösung fernwartbar. Das ist nicht nur während der Inbetriebnahmephase sinnvoll, sondern auch darüber hinaus. Niedernolte: „Unser Instandhaltungsteam besteht aus sieben Personen mit ganz unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten. Wenn eine Störung auftritt, muss sofort reagiert werden, selbst dann, wenn der Mitarbeiter, der sich hier am besten auskennt, gerade einmal nicht im Haus sein sollte.“

Er und seine Kollegen könnten so bei Bedarf über jeden Webbrowser die Anlage einsehen und dem Bediener helfen, egal ob sie schon Feierabend haben oder gerade auf einer Messe unterwegs sind. Dabei sind sowohl der Zugang zum Talk2M-Server als auch der Zugriff auf das entsprechende eWON durch Zugangsdaten wie Account, User und Passwort geschützt. Der Zugriff auf eine angeschlossene Kamera ist nochmals separat gesichert.

Kontakt: Wachendorff Prozesstechnik GmbH & Co. KG
Tel.: 06722 99650
Email: op@wachendorff.de
www.wachendorff-prozesstechnik.de/ewon