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Umweltsimulation – Umwelteinflüsse und ihre Auswirkungen

am 18.02.2014 um 11:47 Uhr

Der ingenieur-wissenschaftliche Bereich der Umweltsimulation befasst sich mit der Nachstellung von Umgebungsbedingungen im Labor. Ziel ist es, die Einwirkungen der Umwelt auf die Lebensdauer, Funktionstüchtigkeit und Leistungsfähigkeit von Produkten zu ermitteln und auf Basis der Ergebnisse entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

© Comstock/Stockbyte/Thinkstock

Umweltsimulation – Testverfahren in vier Schritten

Bei jeder Umweltsimulation für Produkte wird grundsätzlich ähnlich vorgegangen. In insgesamt vier Schritten wird im Labor ein Testablauf durchgeführt, für den Klimakammern, Messplätze und andere Versuchseinrichtungen erforderlich sind:

  • Erfassung und Messung der vorhandenen Umwelteinflüsse
  • Simulation der gemessenen Werte unter kontrollierten Laborbedingungen
  • Beurteilung der Wirkung auf das getestete Objekt
  • Beurteilung der möglichen Rückwirkungen auf die Umwelt

Das Labor als Versuchsort

Institutionen, die über die erforderlichen Labore zur Umweltsimulation verfügen, sind in der Industrie angesiedelt, ebenso sind diese Versuchsanordnungen mit den entsprechenden Einrichtungen in Prüfämtern, Instituten oder Erprobungsstellen zu finden. Viele dieser Einrichtungen sind Mitglied der Gesellschaft für Umweltsimulation e.V., die sich als gemeinnützige Institution der Qualitätssicherung im Bereich der Umweltsimulation verschrieben hat.

Simuliert werden die unterschiedlichsten Einflüsse, die sowohl natürlichen als auch künstlichen Ursprungs sein können. Für die unterschiedlichen Situationen gibt es die entsprechenden Geräte, folgende Umweltwirkungen können zum Beispiel getestet werden:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftdruck
  • Salzwasser
  • Gase
  • Partikel (Sand, Staub, Emissionen)
  • Vibrationen und Stöße
  • Bestrahlung
  • Schall
  • Chemische Alterung, biogene Einflüsse
  • elektromagnetische Felder
  • Radioaktivität

Sinn und Zweck der Umweltsimulation

Das oberste Ziel des Verfahrens ist es, kausale Zusammenhänge aufzudecken und auf deren Basis Produkte zu verbessern und widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse zu machen. Damit ist die Umweltsimulation ein Beitrag zur nachhaltigen Wirtschaft und hat auch im Bereich der Forschung und Entwicklung einen festen und wichtigen Platz.

Ein Teilaspekt der Simulationen sind ökologische Fragestellungen, insbesondere was die Rückwirkungen eines von der Umwelt beeinflussten Produktes auf die Ökosysteme bewirkt. Die Systeme selbst werden im Rahmen der Umweltsimulation allerdings nicht behandelt, dieses Fachgebiet bezieht sich ausschließlich auf Produkte.

© Comstock/Stockbyte/Thinkstock

 
 
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