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Berufskleidung mieten

Textile Mietbranche wächst

am 16.12.2013 um 10:30 Uhr

Immobilien, Autos, Textilien: Eine Alternative zum Kauf bietet das Leasing. Vor allem im Bereich der Berufs- und Schutzkleidung wird immer mehr gemietet anstatt gekauft. Woran das liegen kann. 

Die deutschen Bürger interessieren sich vermehrt für die Finanzierungsalternative Leasing. Im Jahr 2012 wuchs die Branche zwischen drei und fünf Prozent, so lauten die Angaben des Bundesverbandes Deutscher Leasingunternehmen. Vom Wachstum profitiert vor allem das textile Leasing. Die deutsche Textilservicebranche erzielte laut Industrieverband Textil Service (Intex e.V.) ein Umsatzwachstum von 4,5 Prozent – höher noch als 2011 (4,2 Prozent). Der Umsatz konnte sich so auf 2,943 Milliarden Euro steigern. Die Ausstattung mit Berufs- und Schutzkleidung macht dabei den größten Anteil aus.

Neben den Produkten Schmutzfangmatten, Waschraumhygiene und Mietwäsche bildet der Bereich der Mietberufskleidung das Kernsegment. Damit allein setzen die textilen Dienstleister rund 1,25 Milliarden Euro um. Auch im deutschen Gesamtmarkt für Berufskleidung liegt der Mietservice ganz weit vorn. Mit 33,5 Prozent landet er vor dem Direktvertrieb (31 Prozent), dem Großhandel (20,5 Prozent) und dem Onlineversandhandel (7,5 Prozent). Laut der aktuellen Studie BBE Markt:Monitor von 2012 wird das in Zukunft auch so bleiben.

Textilservicebranche weniger zyklisch

Bild: DBL

Bild: DBL

Immer mehr Firmen beschließen also, die Arbeitskleidung ihrer Mitarbeiter zu mieten statt zu kaufen. Gründe dafür gibt es einige: Die Kunden profitieren von einer individualisierten Dienstleistung. Sie müssen sich weder um die Beschaffung noch um die Instandhaltung der benötigten Berufskleidung kümmern. Der textile Mietprofi wäscht und liefert die Kleidung. Bei Rissen oder anderen Fehlern wird sie ausgetauscht. Die Schutzkleidung erfüllt zudem alle erforderlichen Richtlinien des Arbeitsschutzgesetzes.

Eine weitere Ursache für die konstant positive Entwicklung des textilen Leasings ist die Tatsache, dass die Branche weniger zyklisch ist. Anders etwa als viele Konsumgüterbranchen werden extreme konjunkturelle Schwankungen – wie in der letzten Krise – durch längerfristige Verträge abgepuffert. Außerdem profitiert die Branche vom bestehenden Trend zum Outsourcen. Neben all den Vorteilen gibt es aber auch einige Herausforderungen zu meistern – allen voran die steigenden Energiekosten sowie die erhöhten Preise für Textilien.

In Zukunft werden die textilen Dienstleister vermehrt in energie- und ressourcensparende Techniken investieren müssen. Themen sind hier die Wasseraufbereitung, Wärmerückgewinnung, neue Wege der Energieerzeugung und der dosierte Einsatz von Waschmitteln, die gemeinsam mit den Anlageproduzenten besprochen werden müssen.

Bild: DBL

 
 
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