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VDE-STUDIE

Junge Elektroingenieure sind so gefragt wie noch nie

am 17.11.2015 um 15:16 Uhr

Der VDE hat für eine aktuelle Studie über 200 Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik befragt – mit erfreulichen Ergebnissen. Die jungen Fachkräfte sind begehrt und finden schnell in den Beruf, ihr Tätigkeitsfeld beschreiben sie als kreativ und abwechslungsreich.

 I-vista / pixelio.de

Bild: I-vista / pixelio.de

Der Einstieg in den Arbeitsmarkt stellte für die meisten der jungen Arbeitnehmer keine besondere Hürde dar. 53 Prozent der Hochschulabsolventen hielten schon nach weniger als fünf Bewerbungen und spätestens drei Vorstellungsgesprächen ihren ersten Arbeitsvertrag in den Händen. Dabei Kompromisse zu machen, liegt ihnen fern. Die Mehrheit der Berufseinsteiger beschreibt ihren Job als kreativ und abwechslungsreich (71 Prozent) und rechnet sich gute Karrierechancen aus (61 Prozent) – und das bei einem als krisensicher empfundenen Beruf (46 Prozent). 17 Prozent der Befragten gaben an, bereits Personalverantwortung zu haben, 26 Prozent erwarten dies innerhalb der nächsten 3 Jahre.

Besonders attraktive Betätigungsfelder für die nachrückende Generation sind die Zukunftstechnologien, wie sich auch aktuell am Stellenmarkt ablesen lässt. 23 Prozent der Befragten arbeiten im Bereich Smart Grid, 19 Prozent im Bereich E-Mobility, gefolgt von Medizintechnik (15 Prozent), Industrie 4.0 (14 Prozent) und Smart Home (12 Prozent). Im jungen Bereich der Smart Cities sind immerhin schon 9 Prozent der Befragten beschäftigt.

Mit viel Leidenschaft für den Beruf

Für die VDE-Studie „Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik 2015″ wurden über 200 junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt, von denen 88 Prozent der Befragten seit weniger als 5 Jahren im Berufsleben stehen. Die Berufseinsteiger bringen eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft in den Beruf mit. Rund 11 Tage im Jahr nehmen sie an internen und externen Weiterbildungsveranstaltungen teil. Der Aussage „Die Arbeit eines Ingenieurs bedeutet ständige Verfügbarkeit, häufige Überstunden und Wochenendarbeiten.“ stimmte ein Viertel der Befragten voll und ganz zu. Familie und Freunde sind zwar fast allen Befragten wichtiger, als schnell Karriere zu machen (41 Prozent stimmen hier voll und ganz zu, weitere 52 Prozent mehr oder weniger), dennoch akzeptieren 81 Prozent, ihr Privatleben einzuschränken, um beruflich weiterzukommen. Dass ihnen dieser Spagat gegenwärtig noch nicht gelingt und sie ihre sozialen und familiären Bedürfnisse nicht mit ihren beruflichen Pflichten vereinbaren können, geben nur 12 Prozent an.

Internationaler Horizont

Unter den Studierenden im Bereiche Mechatronik und Informationstechnologie ist die Bereitschaft, ins Ausland zu gehen, sehr hoch. Schon vor dem Jobeinstieg hat etwa die Hälfte (48 Prozent) ein Praktikum im Ausland absolviert, 16 Prozent haben mindestens ein Auslandssemester eingelegt. Beliebteste Destination sind die USA. Dort oder im europäischen Ausland Berufserfahrung zu sammeln und gegebenenfalls dafür auch die Familie mitzunehmen, können sich mehr als die Hälfte der Young Professionals vorstellen. Für 41 Prozent kommt auch ein beruflicher Aufenthalt in Asien in Betracht.

Für die Studie wurden 2013 Young Professionals bis 35 Jahre befragt. 81 Prozent der Befragten haben einen Abschluss in Elektro- und Informationstechnik, weitere kommen aus den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen, Mechatronik und Biomedizinische Technik.

 
 
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