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IT

IT-Anlagen und Computer – Überblick über technische Anforderungen

am 07.01.2016 um 15:36 Uhr

Ohne Computer ist der moderne Alltag kaum noch denkbar. Mehr noch als für das Privatleben gilt das für den beruflichen Alltag. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nutzten 2015 92 Prozent aller deutschen Unternehmen einen beziehungsweise mehrere Computer und diese Zahl wird wohl in Zukunft steigen.

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Leistungsfähige IT ist heute die Voraussetzung für viele Unternehmen.
Bild: © blickpixel (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Die wenigsten Firmen verzichten auf eine eigene Webseite und greifen für die Büroarbeit ausschließlich auf Stift und Papier zurück. Schließlich sind Rechner nicht nur zunehmend notwendig für bestimmte Arbeitsprozesse, sie erleichtern viele Vorgänge enorm. Für manch einen jüngeren Menschen ist es kaum mehr vorstellbar, Briefe mit der Hand oder einer Schreibmaschine zu schreiben.
Dabei stehen neue Unternehmen beziehungsweise Selbstständige zu Beginn ihrer Tätigkeit vor der Frage, welche Voraussetzungen die IT erfüllen soll. Welche Rechenleistung ist zwingend notwendig, wie viel Arbeitsspeicher wird benötigt und welche weiteren Komponenten spielen eine zentrale Rolle?

Rechenpower – was sollte geschäftliche IT können?

Das Herzstück jedes Rechners ist der Prozessor. Je leistungsstärker dieser ist, desto schneller und effektiver ist der Computer – vorausgesetzt die übrigen Komponenten spielen mit. Allgemeingültige Aussagen lassen sich in diesem Bereich schwer treffen. Grundsätzlich gilt es, bei der Auswahl des Prozessors folgende Aspekte zu beachten:

  • Zentrale Merkmale für die Leistungsfähigkeit von Prozessoren sind Rechentakt und Anzahl der Prozessorkerne
  • Die betreffenden Eigenschaften kommen aber nur zur Geltung, wenn die übrigen Komponenten des PCs oder Notebooks entsprechend darauf ausgerichtet sind (zum Beispiel der Arbeitsspeicher)
  • Für viele einfache Büroaufgaben ist nicht viel Leistung notwendig. Schließlich möchten sich die wenigsten bei der Arbeit mit modernen 3D-Spielen vergnügen.

Was bedeutet dies nun genau für die Auswahl eines Business-PCs? Vereinfacht lassen sich die Geräte je nach den an sie gestellten Anforderungen in drei Kategorien einteilen:

  1. Business-Rechner für einfache Büroaufgaben: Hier genügt oft schon eine Einsteiger-CPU von Intel oder AMD.
  2. Geräte für höhere Ansprüche an Schnelligkeit und leistungsintensive Aufgaben: Mit einem Intel Core i5 sind die meisten Nutzer für alle anfallenden Arbeitsaufgaben gerüstet.
  3. Computer für professionelle Bildbearbeitung, 3D-Programme und Videoschnitt: Unternehmen im Design- oder Filmbereich, aber auch solche, die regelmäßig mit 3D-Programmen arbeiten (zum Beispiel in der Baubranche) sollten bei der Auswahl des Prozessors nicht sparen. Hier ist beispielsweise ein Intel Core i7 eine mögliche Wahl.

Wer in einem kleinen Unternehmen auf einen eigenen Server setzt, sollte darauf achten, dass dieser entsprechend erweiterbar ist. Bei einer Dual-Socket-Lösung besteht die Möglichkeit, eine zweite CPU zu installieren. Inwiefern es sinnvoller ist, den Server auszulagern, hängt vom Einzelfall ab. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße sollte diese Überlegung eine wichtige Rolle spielen. Dabei nehmen Cloud-Services eine zunehmend wichtige Rolle ein. Inwiefern sie schon in unmittelbarer Zukunft den Servermarkt verändern werden, ist aber selbst unter Experten strittig.

Arbeitsspeicher

Auch die Frage, wie viel Arbeitsspeicher ein PC oder ein Notebook fürs Büro aufweisen muss, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. In jedem Fall ist seine Größe entscheidend für die Effektivität des Rechners. Zu wenig Arbeitsspeicher macht sich schnell spürbar bemerkbar – schlicht und einfach an der Geschwindigkeit, mit der das betreffende Gerät arbeitet. Dann hilft auch ein guter Prozessor nicht mehr weiter.
Wer sich einen neuen Rechner fürs Büro kauft, sollte deshalb nicht zu sparsam sein. Auch hier lässt sich eine grobe Einteilung vornehmen:

  • Schlichte Office-Aufgaben und Surfen im Internet: Hierfür reichen 4 Gigabyte in aller Regel leicht aus.
  • Multitasking und aufwendige Programme: Mit 8 Gigabyte (bei den meisten modernen Rechnern Standard) ist der Nutzer auf der sicheren Seite.
  • Videoschnitt, professionelle Bildbearbeitung und Parallel-Betrieb mehrerer virtueller Maschinen: 16 Gigabyte dürfen es in diesem Fall sein.

PCs haben den Vorteil, dass sie leichter aufzurüsten sind. Das gilt gerade auch für den Arbeitsspeicher. Dass Server mehr Arbeitsspeicher benötigen als einfache Business-PCs, versteht sich von selbst. Übrigens kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Art des Speichers an: Käufer sollten beispielsweise auf die Kürzel DDR2 oder DDR3 achten, um nicht enttäuscht zu werden. Auf diese Weise lässt sich Arbeitsspeicher in Top Qualität beschaffen.

Weitere wichtige Komponenten

Neben Prozessor und Speicher gibt es noch eine ganze Reihe anderer Komponenten, die für IT im Büro eine wichtige Rolle spielen. Für Unternehmen, die mit Bildbearbeitung und Ähnlichem arbeiten, gehört dazu eine hochwertige externe Grafikkarte, kombiniert mit einer entsprechenden Kühlung. Alle anderen können diesen Punkt in der Regel vernachlässigen und sich mit der Grafiklösung des Prozessors begnügen. Ähnliches gilt für einen Bildschirm mit besonders hoher Auflösung und eine leistungsstarke Soundkarte. Anders sieht es mit der Anzahl der Schnittstellen aus.
Diese sollte auf keinen Fall zu knapp bemessen sein, um bei Bedarf weitere Geräte anschließen zu können und einen reibungslosen Transfer von Daten zu gewährleisten. Berücksichtigt werden sollte bei der Auswahl von Business-PCs nicht zuletzt der Stromverbrauch. Dieser macht sich langfristig als Kostenfaktor bemerkbar. Hier gilt es oftmals einen Kompromiss zu finden, denn besonders leistungsstarke Prozessoren verbrauchen in der Regel auch besonders viel Strom. Schließlich gehört zu den wichtigsten Eigenschaften von Business-Rechnern ihre Erweiterbarkeit.
Noch einmal wichtige Kriterien in der Zusammenfassung:

Negativespace / pixabay.com

Ob Großunternehmen oder Home-Office – mit der passenden IT lassen sich die anstehenden Aufgaben gut bewältigen.
Bild: © Negativespace (CCO-Lizenz) / pixabay.com

  • Schneller Prozessor
  • Ausreichend Arbeitsspeicher
  • evtl. leistungsstarke Grafikkarte und Soundkarte
  • evtl. Bildschirm mit hoher Auflösung
  • ausreichend Schnittstellen
  • sparsamer Stromverbrauch
  • Erweiterbarkeit

Letztendlich spielt natürlich der Preis eine wichtige Rolle, gerade für alle, die ein neues Unternehmen gründen oder sich als Freiberufler selbstständig machen möchten. Wer sparen muss, kann sich anfangs für gebrauchte Geräte entscheiden, außer er arbeitet im Grafik- oder Filmbereich. Dann kommt er in der Regel nicht darum herum, tiefer in die Tasche zu greifen.

Ob Großunternehmen oder Home-Office – mit der passenden IT lassen sich die anstehenden Aufgaben gut bewältigen.

Fazit

Wie bei anderen Einrichtungsgegenständen und Hilfsmitteln für ein neu gegründetes Unternehmen sind auch bei der Wahl der IT die eigene Ausgangsposition und die eigenen Zielsetzungen entscheidende Faktoren. Vor allem Firmengründer, die sparen müssen, sollten sich Zeit für die Entscheidung nehmen. Ist es wirklich sinnvoll und billiger, auf einen eigenen Server zu setzen? Ist ein High-End-Notebook mit Intel Core i7 notwendig und wieviel Arbeitsspeicher benötige ich für meine Arbeit? Wie auch immer die Antworten auf diese Fragen ausfallen, sollte man dabei auch an die Zukunft denken. Erweiterbare Systeme sind immer die bessere Lösung.

 
 
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