Der richtige Mix?

Die Basis bildet ein Grundöl, das mit weit mehr als 50 % im Endprodukt enthalten ist Am häufigsten werden paraffinbasische Öle auf Mineralölbasis verwendet, die in einer Schmierölraffinerie aus Rohöldestillaten gewonnen werden Besonders wenn Eigenschaften wie z B biologische Abbaubarkeit, hohe Alterungsstabilität oder ein verbessertes Viskositätstemperaturverhalten gefragt sind, wird auf synthetische Grundflüssigkeiten zurückgegriffen In den meisten Fällen reicht das Grundöl jedoch allein nicht aus, um die vielfältigen Aufgaben, die ein Öl für die jeweilige Anwendung zu erfüllen hat, abzudecken Für eine zuverlässige Schmierung und zur Gewährleistung eines langfristigen und reibungslosen Betriebs werden den Grundölen einzelne Zusätze oder auch komplexe Wirkstoffkombinationen, so genannte Additive, zugegeben Diese ,Legierung‘ des Öles kann bereits vorhandene Eigenschaften des Grundöles verstärken oder dem Endprodukt komplett neue Eigenschaften verleihen Die Liste der unterschiedlichen Additivkomponenten ist lang Die einzelnen Additivkomponenten werden, je nach Anforderung, meist zu einem Additiv-Package zusammengestellt Beim Blenden werden die Wirkstoffe und Additivpakete dem auf 40°C bis 60°C erwärmten Grundöl beigemischt und so lange intensiv gerührt oder verwirbelt, bis sie vollständig im Öl gelöst sind Bei Motorenölen kann der Gehalt an Additiven bis zu 20%, bei Hydraulikölen weniger als 1% betragen Das Mischen unterschiedlicher Öltypen wie Motorenöl mit Hydrauliköl oder Kompressorenöl mit Getriebeöl ist, auch bei gleicher Grundölbasis und ähnlicher Viskosität, nicht zulässig hergestellt.
Die Basis bildet ein Grundöl, das mit weit mehr als 50 % im Endprodukt enthalten ist. Am häufigsten werden paraffinbasische Öle auf Mineralölbasis verwendet, die in einer Schmierölraffinerie aus Rohöldestillaten gewonnen werden. Besonders wenn Eigenschaften wie z.B. biologische Abbaubarkeit, hohe Alterungsstabilität oder ein verbessertes Viskositätstemperaturverhalten gefragt sind, wird auf synthetische Grundflüssigkeiten zurückgegriffen.
In den meisten Fällen reicht das Grundöl jedoch allein nicht aus, um die vielfältigen Aufgaben, die ein Öl für die jeweilige Anwendung zu erfüllen hat, abzudecken. Für eine zuverlässige Schmierung und zur Gewährleistung eines langfristigen und reibungslosen Betriebs werden den Grundölen einzelne Zusätze oder auch komplexe Wirkstoffkombinationen, so genannte Additive, zugegeben. Diese ,Legierung‘ des Öles kann bereits vorhandene Eigenschaften des Grundöles verstärken oder dem Endprodukt komplett neue Eigenschaften verleihen. Die Liste der unterschiedlichen Additivkomponenten ist lang.
Die einzelnen Additivkomponenten werden, je nach Anforderung, meist zu einem Additiv-Package zusammengestellt. Beim Blenden werden die Wirkstoffe und Additivpakete dem auf 40°C bis 60°C erwärmten Grundöl beigemischt und so lange intensiv gerührt oder verwirbelt, bis sie vollständig im Öl gelöst sind. Bei Motorenölen kann der Gehalt an Additiven bis zu 20%, bei Hydraulikölen weniger als 1% betragen. Das Mischen unterschiedlicher Öltypen wie Motorenöl mit Hydrauliköl oder Kompressorenöl mit Getriebeöl ist, auch bei gleicher Grundölbasis und ähnlicher Viskosität, nicht zulässig.

Schmierstoffvermischungen sind eine Hauptursache von Störungen

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Im Industriebereich sollten auch Mischungen von gleichen Öltypen wie etwa CLP-Getriebeölen von verschiedenen Ölherstellern vermieden werden, wenn die Additivierung oder die Grundölbasis dieser Öle unbekannt ist. Die Vermischung oder Verunreinigung eines Schmierstoffes mit dem Öl eines anderen Herstellers oder mit einem anderen Öltyp stellt eine der Hauptursachen für Anlagenprobleme dar.
Allerdings ist grundsätzlich zwischen Mischbarkeit und Verträglichkeit zu unterscheiden. Öle mit gleicher Grundölbasis, ähnlicher Viskosität, vergleichbarer Dichte sind zwar grundsätzlich miteinander mischbar. Ob sie aber auch miteinander verträglich sind, hängt im Wesentlichen von ihrer Additivierung ab. Denn die Mischbarkeit beschreibt eine chemische Eigenschaft: Zwei Flüssigkeiten sind dann wirklich mischbar, wenn sie sich leicht vollständig ineinander lösen. Die Verträglichkeit hingegen bedeutet, dass sich zwei Öle zwar miteinander mischen lassen, sie aber dennoch ihre individuellen Eigenschaften beibehalten.
Mischbarkeit ist eine Eigenschaft, die gerne vom Lieferanten bestätigt wird und die als Grundvoraussetzung relativ leicht zu erfüllen ist. Informationen über die Verträglichkeit von Schmierstoffen sind nicht so leicht zu erhalten. Vor dem
Mischen von Ölen mit unterschiedlicher Bezeichnung sollte geklärt werden, ob neben gleicher Grundölbasis auch gleiche oder ähnliche Additivpakete zum Einsatz kommen.
So sind HLP-Hydrauliköle gemäß DIN 51524, deren Formulierung mit zinkhaltigen oder zinkfreien Additivkombinationen erfolgen kann, zwar immer mischbar, aber nur in den seltensten Fällen miteinander verträglich.
Bei einer Umstellung sollten einige Grundregeln beachtet werden. So können etwaige Probleme durch nicht verträgliche Öle reduziert werden.

Stufe 1: Zuerst wird geprüft, ob die zu mischenden Produkte mit gleichartigen Grundölen hergestellt wurden. Ist dies der Fall, sind noch Viskosität und Additivierung zu prüfen.
Sind die Grundöltypen unterschiedlich, müssen Umölungsrichtlinien beachtet werden, die sicherstellen, dass der im System verbleibende Fremdölgehalt weniger als 2% beträgt.
Die Vermischung von Ölen mit unterschiedlichen Grundölen ist möglichst zu vermeiden.

Stufe 2: Stimmen die Öle in Bezug auf den Grundöltyp überein, ist ein Vergleich der Viskositäten etwa bei 40°C angebracht. Sie ist eine der wichtigsten Öleigenschaften und maßgeblich für die Schmierfilmbildung verantwortlich. Bei Ölen mit unterschiedlichen Viskositäten verändert sich die Viskosität allerdings nicht linear mit dem Verhältnis der Mischungskomponenten. Die durch das Mischen erwartete Viskosität ist mit einem speziellen Programm (Viscosity Manager, MobilCalc) zu errechnen. Danach ist zu entscheiden, ob die durch die Mischung zu erwartende Viskosität toleriert werden kann.

Stufe 3: Den schwierigsten Punkt stellt der Vergleich der Additiv-Pakete dar. Hier ist oft Spezialwissen über den genauen Aufbau der Formulierung notwendig. Ein Vergleich der vom Ölhersteller in Sicherheitsdatenblättern oder Produktinformationen gemachten Angaben reicht dafür meist nicht aus. Sie liefern allerdings in der Regel einige allgemeingültige Hinweise, die zu einer ersten Abschätzung herangezogen werden können:

  • Sind Kennzeichnungen nach DIN- oder ASTM-Normen vergleichbar, werden die gleichen
  • Anforderungsnormen (HLP, CLP, TD-L, SAE, API, ACEA) erfüllt?
  • Erfüllen die Öle die gleichen allgemeinen Spezifikationen, sind sie von den gleichen Anlagenherstellern freigegeben?
  • Werden die gleichen mechanischen Prüfverfahren (FZG-Test, VKA, Brugger, FE8, Schaumtest) erfüllt?
  • Sind Kennwerte wie Viskosität, Viskositätsindex, Dichte, Aschegehalt oder Flammpunkt vergleichbar?

Für eine detaillierte Verträglichkeits-Beurteilung steht meist der technische Dienst des Ölherstellers zur hoffentlich

Grundregeln: Das Entscheidungsschema für Ölmischungen

Grundregeln: Das Entscheidungsschema für Ölmischungen

schriftlichen Auskunft bereit. Im Zweifelsfall ist eine Verträglichkeitsprüfung in einem Speziallabor für Schmierstoff-Analytik, wie dem der OELCHECK GmbH in Brannenburg/Oberbayern, hilfreich. Neben der Analyse der Vergleichsprodukte mit der Fragestellung ,Verträglichkeitsprüfung‘ erstellen die Diagnoseingenieure von OELCHECK einen Laborbericht, in dem die Additive quantifiziert werden und eine mögliche Unverträglichkeit kommentiert wird.
Grundsätzlich sollten aber folgende Öle nicht vermischt werden:

  • Zinkfreie und zinkhaltige Hydraulik- und Umlauföle,
  • Öle mit detergierenden und nicht detergierenden Eigenschaften,
  • Syntheseöle auf Glykolbasis mit allen anderen Syntheseölen.

Das Risiko für ungewollte Vermischungen beim alltäglichen Umgang mit Ölen können Sie gezielt reduzieren. Leider unterscheiden sich die langen Namen von unterschiedlichen Schmierstoffsorten des gleichen Ölherstellers oft nur unwesentlich durch einen Buchstaben oder Zahl. Eine genaue Wareneingangskontrolle erkennt rechtzeitig fehlerhafte Lieferungen.
Ein organisiertes Öllager mit gekennzeichneten Lagerungsorten für die einzelnen Schmierstoffsorten minimiert zusätzlich die Verwechslungsgefahr.
Für jede Ölsorte sollte eine eigene, mit anderer Farbe gekennzeichnete, Ölnachfüllkanne verwendet werden. Auch der Öleinfüllstutzen sollte die gleiche Farbe haben. Und jede geschmierte Stelle sollte in einem Schmierplan mit der Sortenbezeichnung des Öles aufgeführt sein.
Immer wieder kommt es auch zu Ölverschleppungen, weil mobile Anbaugeräte eingesetzt werden. Auch wenn mobile Nebenstromfilter an Aggregate angeschlossen werden, die mit unterschiedlichen Ölen befüllt sind, verbleiben, selbst bei einem Wechsel der Filterpatronen, noch Restmengen im Filtersystem, die zu Unverträglichkeiten führen können.
Um aufwändige und fehleranfällige Spülprozeduren zu vermeiden, sollten zumindest für unterschiedliche Öltypen jeweils eigene Filtercards verwendet werden. So können Sie beispielsweise vermeiden, zinkfreie mit zinkhaltigen Hydraulikölen zu mischen.

OELCHECK GmbH
Tel.: 034 90470,
www.oelcheck.de