Kaercher Kochertalbruecke

Auf der Kochertalbrücke selbst können die Gerätschaften nicht gereinigt werden. Die notwendigen Arbeiten müssen so platzsparend wie möglich erfolgen, ohne den Verkehr zu beeinträchtigen

Kaercher Kochertalbruecke

Auf der Kochertalbrücke selbst können die Gerätschaften nicht gereinigt werden. Die notwendigen Arbeiten müssen so platzsparend wie möglich erfolgen, ohne den Verkehr zu beeinträchtigen

Allein auf der Baustelle der Kochertalbrücke werden von Leonhard Weiss fünf größere Baumaschinen wie Radlader und Teleskoplader und um die 100 kleinere Baugeräte wie Stromerzeuger und Kompressoren eingesetzt. Für ihre Reinigung können die Mitarbeiter des Familienunternehmens aus einem Pool von 50 mobilen und stationären Kaltwasser- und Heißwasser-Hochdruckreinigern die passenden Geräte auswählen. Die Reinigung ist Teil des Wartungsprozesses und hilft, die Lebensdauer der Baumaschinen zu erhöhen. Schäden und damit verbundene Arbeitsstörungen und Instandsetzungskosten sollen möglichst vermieden werden.

Für Markus Peukert, zuständig für die Geschäftsentwicklung im Bereich Bau bei Kärcher, ist die Firma ein strategisch wichtiger Kunde: „Bei Leonhard Weiss können wir zum einen die Leistungsfähigkeit unserer Geräte unter Beweis stellen und zum anderen gemeinsam weitere Einsatzmöglichkeiten planen, beispielsweise die Reinigung von Betonverschalungen.“

Hochdruckreinigung: flexibel und effizient

Im Baugewerbe wird die Hochdruckreinigung für alle Fahrzeugtypen eingesetzt, sowohl für die Unterboden-, Ober- und Motorwäsche wie auch für die Reinigung der Maschinenkomponenten. Mit dem Wasserstrahl können Stellen gereinigt werden, die von Hand oder mit anderen Reinigungsmaschinen nur schwer erreichbar sind. Wasserdruck, -fördermenge und -temperatur lassen sich regulieren, um unterschiedliche Arten von Schmutz zu entfernen – ohne dabei die Materialien der Baumaschine wie Stahl, Blech, Kunststoff oder Glas zu beschädigen. Der Wasserstrahl lässt sich in jede Richtung drehen und dringt in jeden Zwischenraum. Auch bei der Reinigung von Radkästen ist die Hochdruckreinigung nicht zu schlagen: Der mit hoher Geschwindigkeit eingeschleuderte Schmutz kann mit anderen Reinigungsmethoden gar nicht oder nur sehr mühsam und zeitaufwändig beseitigt werden.

Die richtige Behandlung für jedes Material

Gerade bei Planier- und Laderaupen mit ölgeschmierten Ketten sind Ölreste auch an anderen Stellen der Baugeräte, wie der Karosserie oder den Scheiben, zu finden. Darüber hinaus verlangen Verschmutzungen wie Fett oder Ruß im Heckbereich oder Teer zum Beispiel an den Fahrzeugflanken eine intensivere Behandlung. Diese Partikel reagieren je nach Beschaffenheit sauer oder alkalisch mit der Lackoberfläche und beschleunigen die Korrosion des Materials. Um diesem Verschleiß vorzubeugen, müssen die Maschinen mit dem für die jeweilige Situation passenden Reinigungsgerät behandelt werden.

Die Hochdruckwäsche erfolgt in der Regel mit circa 60 °C heißem Wasser, einem Druck von 80 bis 120 bar und einem 0,5- bis 1-prozentigem Reinigungsmittelgemisch. Je nach Verschmut­zungsart muss das richtige Reinigungsmittel eingesetzt werden, in den meisten Fällen genügt jedoch der Einsatz eines Universalreinigungsmittels des Reinigungsgeräteherstellers. Neben der Flachstrahl-Düse kommen die Punktstrahl-Düse und der sogenannte Dreckfräser zum Einsatz, der mit einem rotierenden Punktstrahl besonders intensiv reinigt. Zur Entfernung von hartnäckigem Schmutz kann eine starre oder rotierende Bürste eingesetzt werden, die die Hochdruckwäsche mechanisch unterstützt. Zum Abschluss der Reinigungsarbeiten muss der Brenner des Hochdruckreinigers abgestellt, die Reinigungsmittelzumischung geschlossen und mit klarem Wasser nachgespült werden.

Die Methode

Reinigung mit Heißwasser-Hochdruck

Nach dem sogenannten Sinnerschen Kreis gibt es vier Faktoren, die die Reinigung beeinflussen: Temperatur, Zeit, Mechanik und Chemie. Für den Fall der Hochdruckreinigung sind diese folgendermaßen gleichzusetzen:

  • Temperatur = Wassertemperatur
  • Zeit = Dauer der Anwendung
  • Mechanik = Kombination aus Düsendruck, Wassermenge, Spritzabstand und Spritzwinkel des Reinigers
  • Chemie = Reinigungsmittel

Die hohe Variabilität dieser vier Parameter macht die Hochdruckreinigung zu einem sehr flexibel einsetzbaren Reinigungswerkzeug. Die Wärme ist bei der Reinigung von Baumaschinen ein wesentlicher Faktor. Das im Hochdruckreiniger erhitzte Wasser aktiviert beim Kontakt mit dem Schmutz den Ablauf chemischer Prozesse, Fette werden geschmolzen und das Emulgieren von Ölen verbessert. Jede Temperaturerhöhung beschleunigt diese Prozesse und reduziert damit die Zeit. Durch Heißwasser kann die Reinigungszeit um bis zu 35 % verkürzt werden. Außerdem trocknen Maschinen schneller, da die mit Heißwasser gereinigten Flächen noch leicht aufgeheizt bleiben.

„Von der Grabenwalze über den Minibagger bis zum 30-Tonnen-Kettenbagger werden alle unsere Baumaschinen regelmäßig gereinigt. In der Hochsaison können das allein in den Werkstätten 30 Arbeitsstunden und mehr in der Woche sein – von den Baustellen ganz abgesehen. Im Winter kommen die Reinigungsgeräte auch einmal längere Zeit nicht zum Einsatz“, so Jürgen Voß, Leiter Einkauf im Ressort Technik bei Leonhard Weiss. „Die größte Herausforderung für die Reinigung sind neben Erdverschmutzungen die Teer- und Betonspuren. Hier muss im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochdruck gearbeitet werden.“

Auf den zahlreichen Baustellen von Leonhard Weiss sind mobile Hochdruckreiniger dagegen immer dabei. Sie lassen sich mit ihren beiden großen, gummibereiften Rädern und zwei Lenkrollen auch auf unebenem Gelände gut manövrieren.

Kaercher Reinigung

Mit dem Wasserstrahl lassen sich Stellen reinigen, die von Hand oder mit anderen Reinigungsmaschinen schwer erreichbar sind.

Dank einer Kipphilfe können sie vorne angehoben, geschoben oder gewendet sowie leicht mit einem Stapler verladen werden. Bei der Grobreinigung auf der Baustelle werden Kaltwasser-Hochdruckreiniger für die Oberwäsche benutzt, um ohne Erwärmung des Wassers und ohne Zugabe von Reinigungsmitteln den Baustellen- und Straßenschmutz zu entfernen, der sich auf dem Fahrzeug niederschlägt. Die Hauptarbeit leisten hier allein die Wassermenge, der Düsendruck und der Spritzabstand. Mit dem Flachstrahl werden die Baumaschinen schnell sauber, Lack und Reifen werden geschont.

Da im Baugewerbe große Schmutzmengen zu entfernen sind, spielt auch beim Abtransport der Verunreinigungen die geförderte Wassermenge eine große Rolle. Um die benötigte Schwemmwirkung zu entfalten, sollten Hochdruckreiniger mit einer Fördermenge von mindestens 1.000 Litern in der Stunde zum Einsatz kommen. Die Entfernung großer Schmutzmengen auf der Baustelle ist auch deswegen wichtig, weil die Fahrzeuge auf ihrem Weg zurück auf den Bauhof die Verunreinigungen nicht auf die Straße tragen und dort verteilen dürfen. „Über die Frequenz und die Art und Weise der notwendigen Reinigung entscheidet der Polier oder Bauleiter, da er die Situation auf der Baustelle am besten kennt“, erläutert Viktor Wuckert aus dem Einkauf Technik von Leonhard Weiss.

Auf der Kochertalbrücke selber, mitten im Verkehr, der links und rechts an der Baustelle vorbeirast, können die Gerätschaften nicht gereinigt werden. Die notwendigen Arbeiten dort und auch im Inneren der Brücke müssen so platzsparend wie möglich erfolgen, ohne den Verkehr zu beeinträchtigen.

Reinigung auf dem Bauhof

Kaercher Dreckfraeser

Hier wird der sogenannte Dreckfräser eingesetzt, der mit einem rotierenden Punktstrahl besonders hartnäckige Verschmutzungen reinigt.

Ihre ganze Power spielen die Hochdruckreiniger daher in den beiden Technikzentren von Leonhard Weiss in Satteldorf und Göppingen aus:
Hier arbeiten auf jeweils 40.000 m² Fläche die insgesamt 400 Mitarbeiter des Ressorts Technik. Die Monteure, Elektriker und Krantechniker sind im Bauhof und den Werkstätten tätig. Auf dem Hof vor der Reparaturhalle und der Waschstation in Satteldorf stehen mehrere Baumaschinen, Bagger und Walzen, die deutlich sichtbare Gebrauchsspuren tragen und teilweise überholt werden müssen. Die Hochdrucktechnik kommt neben der weiterführenden Maschinenreinigung auch in der Arbeitsvorbereitung vor Reparaturen zum Einsatz. Denn nur in gereinigtem Zustand können Schäden überhaupt erst entdeckt und Einzelteile überprüft werden. Da bei der Reinigung regelmäßig Öle und Kraftstoffe entfernt werden, die nicht in die Kanalisation gelangen dürfen, ist – laut gesetzlicher Vorschrift – unter dem Waschplatz ein Ölabscheider verbaut. Die Haupteinheit des Heißwasser-Hochdruckreinigers selbst ist in einer kleinen Mehrzweckhalle mit Gas- und Kaminanschluss montiert und so vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt.

Eine regelmäßige Reinigung von Baumaschinen und Geräten sichert ihre Funktionalität. Sie zahlt sich gleichermaßen für Maschinen im Betrieb wie für ausgesonderte Maschinen aus: Durch eine gründliche Hochdruckreinigung erzielen letztere einen höheren Wiederverkaufswert. Nicht zuletzt steigert der optische Eindruck einer gepflegten Maschine auch das Image der Baufirma – Punkte, die sich rechnen: „Bei einem jährlichen Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro alleine für unsere Baumaschinen und -geräte ist der Erhalt ihrer Funktionsfähigkeit ein beträchtlicher wirtschaftlicher Faktor“, so Jürgen Voß.

Kontakt: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG
Tel.: Hotline 7195 9030
Email: info@vertrieb.kaercher.com
www.kaercher.com

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