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Reinigung

Testen, dann schonend reinigen

am 28.10.2015 um 08:00 Uhr

Putzfassaden mit Wärmedämmverbundsystemen können auf eine mechanische Belastung bei der Reinigung empfindlich reagieren. Deshalb sind hier Methoden gefragt, die eine effektive und zugleich besonders schonende Reinigung gewährleisten. Werden Verschmutzungen an der Fassade nicht regelmäßig entfernt, kann es im Extremfall zu Putzabplatzungen kommen. Eine Reinigung ist daher nicht nur aus optischen, sondern auch aus werterhaltenden Gründen sinnvoll. Sie ist zudem Voraussetzung für Reparaturen und Anstricharbeiten.

Beheizter Hochdruckreiniger

Beheizter Hochdruckreiniger für hartnäckige Verschmutzungen: Das heiße Wasser verkürzt die Reinigungszeit erheblich.

Oftmals wird das Wärmedämmverbundsystem von außen lediglich mit einer dünnen Putzschicht überzogen. Je nach Art des Putzes, seinem Anstrich und dem Standort des Gebäudes treten unterschiedliche Arten der Verschmutzung auf. Staub, Ruß und andere Schwebstoffe in der Luft werden an Fassaden mit sehr grob strukturierter, poröser Oberfläche bei Regen nicht abgewaschen, sondern in die Vertiefungen transportiert. Diese dreidimensionale Struktur ist bei Putzfassaden in der Regel besonders ausgeprägt und verlängert die für die Reinigung erforderliche Arbeitszeit. Fetthaltige Substanzen und Öle setzen sich auch an glatten Oberflächen fest und nehmen zusätzlich andere Schmutzablagerungen auf. Aggressive Gase bilden in Verbindung mit Wasser Säuren und führen zu einer chemischen Verwitterung, welche die Fassadenwerkstoffe ebenfalls angreifen. In der Regel treten mehrere der genannten Verschmutzungsarten gleichzeitig auf und erschweren die Reinigung zusätzlich.

Kärcher

Neue Webseite des Reinigungsspezialisten

Die Neugestaltung des Online-Auftritts von Kärcher umfasst inhaltliche, grafische und technische Elemente. Deutlich vereinfacht wurde die Navigation: Über vier Hauptmenüpunkte und eine flache Seitenstruktur gelangt der Nutzer mit wenigen Klicks zu den gewünschten Inhalten. Kunden bietet die Kärcher-Webseite neue Funktionen wie einen Produktvergleich, mit dem technische Daten verschiedener Modelle gegenübergestellt werden können, einen Zubehör- und Reinigungsmittel-Finder, eine erweiterte Händlersuche, eine verbesserte Suchfunktion sowie die Einbindung von Bedienungsanleitungen, Videos und 360°-Aufnahmen auf den jeweiligen Produktdetailseiten. Sämtliche Inhalte können von jedem beliebigen Endgerät abgerufen und genutzt werden, egal ob PC, Tablet oder Smartphone. Auch das deutschlandweite Händlernetz von Kärcher wurde umfangreich in die neue Online-Präsenz eingebunden: Über eine prominent platzierte Suchfunktion werden dem Kunden sämtliche Händler in seiner Nähe angezeigt sowie die Möglichkeit angeboten, Produkte über den Onlineshop des Handelspartners zu beziehen.
www.kaercher.de

Die haftende Verbindung, die der Schmutz sowohl durch die elektrostatische Anziehung als auch durch die Verankerung mit der Oberflächenstruktur eingeht, gilt es zu lösen. Die mechanischen, thermischen und chemischen Kräfte, die auf die Schmutzpartikel einwirken, müssen somit größer sein als deren Bindung mit dem Putz. Dabei darf die empfindliche Oberfläche jedoch nicht beschädigt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, das untenliegende Dämmmaterial anzugreifen, so dass die Wärmeschutzeigenschaften der Gebäudehülle nachteilig beeinflusst werden.

Anpassungsfähige Reinigungsmethode

Die Hochdruckmethode eignet sich aufgrund ihrer hohen Flächenleistung und der insgesamt einfachen Handhabung besonders für die schonende Reinigung. Entscheidend ist dabei zudem die gute Anpassungsfähigkeit an Verschmutzungsgrad und Fassadenbeschaffenheit: Es kann mit kaltem oder heißem Wasser, mit oder ohne Zusatz von Reinigungsmitteln gearbeitet werden. Im Hinblick auf die mechanische Reinigungsleistung des Hochdruckstrahls wird der Arbeitsdruck meistens überschätzt – für das Reinigungsergebnis spielt jedoch auch die Wassermenge eine wichtige Rolle. Gelöst werden die Schmutzteilchen vor allem durch den Aufpralldruck, mit dem der Wasserstrahl auf die zu reinigende Fläche trifft. Er sinkt mit zunehmendem Abstand zur Oberfläche exponentiell ab und hängt zudem vom Spritzwinkel, Düsendruck und Fördermenge ab. Letztere ist auch für den Abtransport des Schmutzes entscheidend und bestimmt damit die Dauer des Arbeitseinsatzes. Ein kleiner Spritzwinkel erzeugt einen hohen Aufpralldruck auf einer kleinen Fläche und ist für empfindliche Oberflächen nicht geeignet. Bei der Fassadenreinigung sollte daher mit einem Hochdruck-Flachstrahl mit einem Spritzwinkel zwischen 25° und 40° gearbeitet werden, um mittlere Verschmutzungen zu lösen. Je größer der Winkel ist, desto höher ist die Flächenleistung – und so geringer der Aufpralldruck. Rotierende Punktstrahldüsen dürfen bei der Reinigung von wärmegedämmten Putzfassaden nicht verwendet werden, da sie die Oberfläche beschädigen können.

Putzfassaden

Bei wärmegedämmten Putzfassaden sollte mit einem Hochdruck-Flachstrahl mit einem breiten Spritzwinkel gearbeitet werden.

Sind leichte Verschmutzungen an der Putzfassade festzustellen, kann ein Kaltwasser-Hochdruckreiniger mit einer Leistung ab 600 Litern in der Stunde eingesetzt werden. Bei mittel bis stark verschmutzten Fassaden ist eine Wassermenge von rund 1.000 Litern in der Stunde empfehlenswert – bei einem Betriebsdruck von 120 bis zu 140 bar. Dabei ist darauf zu achten, dass beide Faktoren regelbar und so an die jeweilige Oberfläche und ihren Verschmutzungsgrad anpassbar sind.

Zwei-Schritt-Methode mit Reinigungsmitteln

Reichen Mechanik und Temperatur nicht aus, um den haftenden Schmutz zu lösen, können zusätzlich Reinigungsmittel hinzugezogen werden. Sie verbessern durch eine chemische Reaktion mit den Schmutzbestandteilen die Reinigungskraft des Wassers. Die Benetzungsfähigkeit wird verstärkt – das bedeutet, dass sich die Flüssigkeit besser auf der festen Oberfläche der Fassade ausbreitet und damit die Reinigungskraft begünstigt. Bei der Zwei-Schritt-Methode wird zunächst das Reinigungsmittel – in dem Verschmutzungsgrad entsprechender Konzentration – auf die zu reinigende Oberfläche gesprüht. Es wirkt eine gewisse Zeit ein, ohne dabei jedoch anzutrocknen. Wichtig ist, dass die Reinigungsmittel abschnittsweise von unten nach oben aufgebracht werden und eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden wird. So wird gewährleistet, dass der Anwender weiß, welche Bereiche bereits mit dem Reinigungsmittel besprüht wurden. Im zweiten Schritt wird der gelöste Schmutz von oben nach unten mit klarem Wasser abgespült. Alle gelösten Schmutzrückstände und das Reinigungsmittel werden in diesem Schritt zuverlässig entfernt. Vorgaben der Gemeinden oder des Gesetzgebers hinsichtlich des Einsatzes von Reinigungsmitteln und der Entsorgung des Schmutzwassers sind weitere Punkte, die bereits frühzeitig in die Planung der Reinigungsarbeiten einfließen müssen.

Um das gewünschte Reinigungsergebnis zu erzielen und zugleich die Oberfläche nicht anzugreifen, sind grundsätzlich Vorversuche durchzuführen. Auf diese Weise können alle Parameter genau auf das Material, die Oberflächenbeschaffenheit, das Alter der Fassade und die Art sowie die Menge des Schmutzes abgestimmt werden.

Kontakt:     
Alfred Kärcher GmbH & Co. KG
Tel.: Hotline 7195 9030
Email: info@vertrieb.kaercher.com
www.kaercher.com

 
 
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