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Reinigung

Effizient und umweltschonend

am 24.10.2013 um 08:00 Uhr

Die Reinigung von Kühlkanälen in Spritzgussmaschinen und Wärmetauschern erfolgt mithilfe sehr aufwändiger Verfahren. Ein neues Reinigungsgerät befreit Kühlkanäle in Spritzgießwerkzeugen jetzt vollautomatisch von Kalk und Korrosion. In einer Spritzgießmaschine wird der erhitzte Kunststoff in die Kavität der Gussform gespritzt und durch die Wasserkühlung im Werkzeug zum Aushärten gebracht. Sobald er fest ist, kann die Form geöffnet und der Spritzling herausgenommen werden. Die Wärme muss dabei über den Kühlkreislauf schnell und gleichmäßig abgeführt werden, um eine hohe Qualität der Formteile sowie kurze Abkühlzeiten zu erzielen. Das sorgt für kurze Zykluszeiten.

Reinigungsvorgang

Der Bediener kommt nicht mit Chemikalien in Berührung, nur Strom, Wasser und Kühlkanäle werden von Hand angeschlossen.

„Allerdings bilden Kalk und Korrosion mit der Zeit eine Isolationsschicht in den Kühlkanälen und verkleinern ihren Querschnitt. Damit lässt sich dann nicht mehr ausreichend Wärme in der gleichen Zeitspanne abführen“, erläutert Joachim Rohmann, Geschäftsführer der wattec GmbH. „Die schlechtere und zugleich ungleichmäßigere Wärmeübertragung kann die Kühlzeit erheblich verlängern und die Qualität der Produkte mindern.“

Um die ursprüngliche Kühlleistung zu erzielen und weiterhin eine reproduzierbare Formteilqualität garantieren zu können, müssen die Kanäle zuverlässig, effizient und umweltverträglich gesäubert werden. Doch die Reinigungsverfahren, die bislang zur Verfügung standen, sind teuer und aufwändig.

„Es gibt ein mechanisches Verfahren, bei dem die Kühlkanäle aufgebohrt und neu verschlaucht werden, was aber lange Stillstandszeiten und damit relativ hohe Kosten verursacht“, informiert Rohmann. Eine weitere Möglichkeit ist die chemische Reinigung. „Dabei wird in der Regel eine Edelstahl-Umwälzpumpe mit Entkalkungsflüssigkeit an die Kanäle angeschlossen. Auch das ist ein großer Aufwand, weil der Mitarbeiter mit gefährlichen Chemikalien hantiert und entsprechend geschult sein muss.“

Dreyproper 2.1

Ein mobiles und sicheres System
Beim vollautomatischen Dreyproper 2.1 kommt der Mitarbeiter während des Reinigungsvorgangs auch mit keinen Chemikalien in Berührung. Mit Abmessungen von 809 x 1025 x 1210 mm wurde das Gerät eigens in Europalettengröße und damit für optimales Handling konzipiert. So lässt es sich auch nah an die zu reinigenden Objekte fahren, was den Anschluss an die Kühlkanäle erleichtert. Da die eingesetzte Reinigungslösung auf herkömmliche Weise zu klären ist, lässt sie sich einfach und umweltschonend in den Kanal einleiten.
Die vollautomatische mobile Einheit ist unter anderem an gerüsteten Werkzeugen, Wärmetauschern, Kühlanlagen und Heizungen einsetzbar und ist mit 21.000 Euro deutlich günstiger als teilautomatische Systeme, deren Anschaffungs- und Betriebskosten erheblich höher liegen.

Dabei werden die Reinigungsflüssigkeiten von Hand angesetzt und ins System eingespeist. Selbst bei automatischen Systemen werden Reinigung und Neutralisation manuell ausgelöst und der Mitarbeiter muss bei vielen der Verfahren zusätzlich von Hand überprüfen, ob die Lösung in der zweiten Phase vollständig neutralisiert worden ist. Der Bediener muss also während des gesamten Vorgangs eine Schutzbrille, Handschuhe und einen Schutzanzug tragen. Beim neu entwickelten Dreyproper 2.1 dagegen kommt der Mitarbeiter während des Reinigungsvorgangs überhaupt nicht mehr mit den Chemikalien in Berührung. „Nachdem die mobile, vollautomatische Reinigungsanlage vor Ort ist, müssen lediglich der Wasser- und der Stromanschluss verbunden und das Gerät an die Kühlkanäle angeschlossen werden“, so Rohmann.

Touchscreen-Anzeige

Auf der Touchscreen-Anzeige des Geräts kann der Bediener auch den Pumpenlauf und die Dauer der Reinigung kontrollieren.

Anschließend aktiviert sich als erstes die Trinkwasserflutung, dann wird die Umwälzpumpe eingeschaltet und Frischwasser durch die Kanäle gepumpt, um festzustellen, ob es im Spritzgusswerkzeug undichte Stellen gibt. Das Ergebnis erscheint auf dem Display, wo der Bediener es bestätigt. „Ist keine Leckage vorhanden, leitet das Gerät die Reinigungschemikalie ein und startet das eigentliche Reinigungsprogramm.“

Der Dreyproper 2.1 löst die Ablagerungen in den Kanälen, indem er die Spülrichtung der Reinigungslösung jeweils nach 30 Minuten umkehrt. Gleichzeitig wird die Lösung auf 50 °C erhitzt, was den Entkalkungsvorgang enorm beschleunigt. Durch eine spezielle umweltfreundliche Reinigungsflüssigkeit aus der Dreyproper-Reihe, die exakt auf das Gerät abgestimmt wurde, können auch besonders hartnäckige Verkrustungen entfernt werden. Das Mittel auf Mineralsäurebasis ist mit Dispergatoren, Netzmitteln und Korrosionsinhibitoren versetzt und hat eine korrosionshemmende Wirkung auf Stahl, Edelstahl, Kupfer, Kupferlegierungen und Aluminium sowie auf verchromte und verzinkte Teile.

Die einzelnen Phasen des Reinigungsvorganges

Der komplette Reinigungsvorgang dauert vier Stunden. Währenddessen erfolgt in regelmäßigen Abständen die Kontrolle von Temperatur und pH-Wert sowie die kontinuierliche Überwachung des gesamten Spülvorgangs. Auf dem Touchscreen-Display des Geräts erscheinen neben diesen Werten auch Pumpenlauf und Dauer der Reinigung. Anschließend wird das Werkzeug in einen Ruhezustand versetzt und die Chemikalie sowie alle Oberflächen mit einer zweiten Lösung neutralisiert und mit Trinkwasser gespült. Diese Phase startet vollautomatisch über die pH-Wert-Überwachung. Danach werden die Anschlüsse entfernt und das Reinigungsgerät, in dem sich nun die neutralisierte Lösung befindet, entfernt.

Kontakt:
wattec GmbH
Tel.: 07345 237014
Email: info@wattec.de
www.wattec.de

 
 
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