Die Zukunft zieht ein: Auch im Kompressorraum sind Daten der Weg zu mehr Transparenz und Versorgungssicherheit

Die Zukunft zieht ein: Auch im Kompressorraum sind Daten der Weg zu mehr Transparenz und Versorgungssicherheit. - Bild: Mader

Der Leinfeldener Druckluft- und Pneumatikspezialist Mader bietet jetzt "Druckluft 4.0-Lösungen" an. Kunden wählen zwischen den Paketen "Condition Monitoring", "Predictive Maintenance" und "Analytics". Das Unternehmenr übernimmt dabei die gesamte Installation der Sensor- und Messtechnik sowie die Anbindung an das ebenfalls im Paketpreis enthaltene Online-Portal "Looxr Druckluft 4.0" mittels "CloudPlug".

"Der große Vorteil unserer Lösung ist, dass sie nachrüstbar und schnell einsatzbereit ist. Der Kunde kann direkt mit der bereits im Unternehmen vorhandenen Sensor- und Messtechnik starten – unabhängig vom Hersteller", erklärt Vasileios Balachtsis, verantwortlich für den Bereich Innovationsmanagement bei Mader. "Je nachdem, welche Ziele der Kunde mit der Lösung verfolgt, kann auch die Installation zusätzlicher Sensoren und Messtechnik sinnvoll sein."

Die gesamte Mess- und Sensortechnik wird mittels eines "CloudPlugs" an das Portal angebunden, die Daten werden über das mobile Datennetz an die europäischen, DSGVO-konformen Looxr-Server übertragen. Im Looxr-Portal hat der Kunde die Möglichkeit, alle Messwerte aus dem Kompressor und den angeschlossenen Sensoren in Echtzeit zu verfolgen – beispielsweise Energieverbrauch, Volumenstrom, Drucktaupunkt und Systemdruck.

Er kann das Portal nach seinen persönlichen Bedürfnissen anpassen, individuelle Dashboards anlegen, Alarmwerte setzen und Störmeldungen einrichten. Das Portal ist browserbasiert und kann über alle Endgeräte erreicht werden. "Das Besondere an der Live-Sicht im Looxr-Portal ist, dass der Kunde jederzeit Echtdaten sieht, also real gemessene Werte - keine Hochrechnungen oder theoretischen Werte" erläutert Balachtsis.

Mader will den gesamten Druckluft-prozess digitalisieren und ihn damit transparenter, energieeffizienter und nachhaltiger gestalten.
Mader will den gesamten Druckluft-prozess digitalisieren und ihn damit transparenter, energieeffizienter und nachhaltiger gestalten. - Grafik: Mader

Für den Instandhalter bringe das klare Vorteile, sagt Marco Jähnig, Mitglied der Geschäftsleitung. „Mit der Mader-Lösung hat er seinen Kompressor, ja wenn er will, sogar die gesamte Druckluftkette, immer in der Hosentasche dabei.“ Werden selbst gesetzte Werte, wie beispielsweise der Betriebsdruck, unter- oder überschritten wird der Nutzer automatisch informiert, so dass rechtzeitig gegengesteuert werden kann.

Will der Kunde diesen Part abgeben, besteht die Möglichkeit das Paket „Predictive Maintenance“ zu wählen und den Wartungsservice sowie die Fernwartung an Mader zu übertragen. „So schafft sich der Instandhalter Freiraum für andere, wichtigere Aufgaben“, sagt Jähnig.

Durch die transparente Darstellung von tatsächlich gemessenen Energieströmen und Verbräuchen, die manchmal erheblich von den theoretischen Werten abweichen können, werden Einsparpotenziale aufgezeigt, die andernfalls im Verborgenen bleiben würden.

Mit dem dritten Paket „Analytics“ lassen sich die erfassten Daten noch weiter analysieren und Zusammenhänge zwischen einzelnen Werten visualisieren. Der Zugang zu Benchmarks er-laubt eine tiefergehende Analyse und Einschätzung der Leistungsfähigkeit sowie Effizienz des eigenen Systems. „Das kann neue Erkenntnisse für die Optimierung des gesamten Systems bringen“, ist sich Balachtsis sicher.

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Video: Warum die Wartung von Druckluftkompressoren wichtig ist