Kraftwerk Jänschwalde

Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg: WISAG ist hier bereits seit 1992 als Dienstleister tätig.

Begonnen hatte alles bereits 1992 mit der Wartung der raumlufttechnischen Anlagen für das Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg. Inzwischen ist der Indus­triedienstleister aber zum Betriebsführer gleich dreier Mitverbrennungsanlagen für Sekundärbrennstoffe (SBS) und Klärschlamm (KS) des Unternehmens geworden. Im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen entschied Vattenfall, künftig die Betriebsführung der Mitverbrennungsanlagen nicht mehr selbst durchzuführen. Dazu initiierte VEG ein europaweites Vergabeverfahren. Über mehrere Vergaberunden setzte sich schließlich die WISAG Industrie Service gegen zahlreiche Wettbewerber durch.

Entscheidend waren dabei das Gesamtkonzept mit hohem Eigenleistungsanteil – der Kombination aus Betreiben, Instandhaltung und Freischaltregime – sowie der betriebliche Abstand zur Entsorgerbranche. Aber auch die positiven Erfahrungen aus der bisherigen Zusammenarbeit spielten eine Rolle. Als Betriebsführer ist die WISAG mit durchschnittlich 30 Mitarbeitern permanent im Einsatz. Die Aufgaben der Experten bestehen sowohl aus der kompletten Organisation und Überwachung der Instandhaltungsmaßnahmen als auch in der Bedienung der Anlage. Dazu gehört die Prozessüberwachung am Leitstand, die Annahme und Beprobung der SBS- und KS-Materialien nach abfallrechtlichen und genehmigungsrelevanten Kriterien sowie die Kontrolle der technischen und technologischen Komponenten auf ihren einsatzbereiten Zustand. „Die größte Herausforderung für die Fachkräfte der WISAG besteht

WISAG Mitverbrennungsanlagen

Für Vattenfall betreibt die WISAG drei Mitverbrennungsanlagen für Sekundärbrennstoffe und Klärschlamm.

insbesondere in der Gewährleistung einer 100-prozentigen Verfügbarkeit der Anlagen unter Einhaltung der Forderungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz“, erklärt dazu Frank Mielke, Abteilungsleiter Ver- und Entsorgungsmanagement bei VEG. „Darüber hinaus ist der maximale behördlich genehmigte Mengendurchsatz zu beachten, die hohen Anforderungen zur Qualifizierung des Personals sind jederzeit zu erfüllen, und der Eigenleistungsanteil bei der Durchführung von Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen muss erhöht werden.“

Über diese Anforderungen hinaus werden alle Instandhaltungsmaßnahmen pauschal vergütet. Deshalb muss die WISAG immer genau kalkulieren. Zudem sind beim Betrieb der Anlagen zahlreiche Normen und Richtlinien einzuhalten. Dazu gehören die abfall- und umweltrechtlichen Bestimmungen und behördlichen Festlegungen aus dem Genehmigungsverfahren, die Technischen Regeln Kraftwerk, Organisationsrichtlinien Kraftwerk, Anweisungen Kraftwerk, BGVs, ArbstättV, OrgHb Kraftwerke, EfbV sowie Vorschriften zum Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz. „Wir müssen uns darauf verlassen können, dass alle diese Vorschriften eingehalten werden. Um dies zu gewährleisten, erfolgt eine kontinuierliche Schulung der WISAG Mitarbeiter“, bemerkt dazu Frank Mielke

„Der größte Vorteil für Vattenfall aus der Zusammenarbeit ist die Entlastung“, schätzt Dietmar Lauter, Leiter Facility Management Industrie der WISAG Gebäude- und Industrieservice Mitteldeutschland, ein. „Durch den Einsatz der WISAG als Betriebsführer kann sich unser Kunde besser auf sein Hauptgeschäft, die Erzeugung von Strom und Wärme, konzentrieren und Kosteneinsparungspotenzial realisieren. Außerdem hat Vattenfall die Sicherheit, dass die Anlagen in den Händen von Spezialisten sind, die jederzeit wissen, was zu tun ist.“ Das sieht VEG wohl ebenso, denn inzwischen gibt es Pläne für weitere Kooperationen.

Kontakt: WISAG Industrie Service Holding
Tel.: 0351 32019250
Email: NEckert@wisag.de
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