Knabbergebäck wird als leichter Snack angesehen, im Hochregallager eines international agierenden Herstellers kam es aber trotz des geringen Gewichts der Produkte zu Setzungen. Das Befahren der Stellplätze mit den Flurförderfahrzeugen war nicht mehr möglich. Durch die Injektion von Expansionsharzen in den Baugrund wurde der Betonboden wieder millimetergenau angehoben.

Die Bodenplatte in dem Lager ist etwa 20 bis 22 Zentimeter stark und besteht aus einem Walzbeton. Unter der Tragschicht liegt aufgefüllter Boden in lockerer Lagerung, der Bestandteile aus dem Produktionsprozess (Kartoffelschalen) sowie Sande und Tone enthält. Die organischen Bodenbestandteile sind mit der Zeit verrottet, was zu Setzungen bis zu vier Zentimetern geführt hat.

Durchgehender Betrieb erfordert minimal-invasive Sanierung

Die gesamte anzuhebende Fläche beträgt etwa 350 Quadratmeter. Da das Lager durchgehend in Betrieb bleiben musste, kam nur ein minimal-invasives Sanierungsverfahren infrage, aus dem keinerlei Betriebsausfall resultiert. Und so entschieden sich die Betreiber – wie schon Jahre zuvor an anderer Stelle – für das Uretek-Verfahren.

Dabei werden im Setzungszentrum des Sanierungsbereichs Bohrlöcher (Durchmesser 14 bis 16 Millimeter im Betonboden angelegt und jeweils eine 12 Millimeter-Injektionslanze in die entsprechende Tiefe abgeteuft. Anschließend wird das Zweikomponenten-Expansionsharz gezielt in die zu verstärkenden und mit Volumen aufzufüllenden Tiefenbereiche injiziert.

Dabei bilden sich fein verästelte vertikale Harzlamellen aus, die zuerst eine horizontal wirkende Verdichtung im Boden bewirken. Mit Zunahme der Vertikalspannungen zeigen sich minimale Anhebungsreaktionen über der Injektionsstelle, also am Betonboden selbst. Durch die Volumenvergrößerung der Harze (Polymerisation) und die dabei entstehende Expansionskraft (bis 300 Kilonewton pro Quadratmeter) wird die Anhebung des Betonbodens in Einzelschritten, ausgehend von den Tiefpunkten des Fußbodens, auf das Umgebungs- beziehungsweise Ursprungsniveaus realisiert.

Drei Arbeitstage für 350 Quadratmeter

Wegen der kurzen Reaktionszeit der Harze und der millimetergenauen Überwachung durch die Nivellierlaser wird der ganze Prozess genau kontrolliert und gesteuert. Bereits nach 15 Minuten hat das injizierte Harz annähernd seine Endfestigkeit erreicht. Die bearbeiteten Bereiche können somit direkt anschließend wieder genutzt und befahren werden. Für den gesamten Leistungsumfang der Anhebungsarbeiten waren lediglich 3 Arbeitstage in Nachtarbeit notwendig.

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