Auffangwannen aus Stahl oder Kunststoff dienen dazu, Gefahrstoffe aufzufangen, bevor sie ins Erdreich oder ins Grundwasser gelangen können.

Auffangwannen aus Stahl oder Kunststoff dienen dazu, Gefahrstoffe aufzufangen, bevor sie ins Erdreich oder ins Grundwasser gelangen können. - Bild: Denios

| von Stefan Weinzierl

Die Vorschriften ergeben sich einerseits aus der Arbeitsstättenverordnung und andererseits aus der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Für Letzteres hat der Gesetzgeber am 30.04.2019 zahlreiche Änderungen veranlasst, die am 08.05.2019 in Kraft getreten sind. Denios, Spezialist für betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz und Anbieter von Auffangwannen, nimmt das zum Anlass, die sachgerechte Handhabung von Auffangwannen in Erinnerung zu rufen.

Dies ist insofern von Bedeutung, da eine wesentliche Anforderung der BetrSichV darin besteht, Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einer regelmäßigen Kontrolle ihrer Funktionsfähigkeit zu unterziehen und festgestellte Mängel umgehend zu beseitigen.

Was ist eine Auffangwanne?

Eine Auffangwanne kann aus Kunststoff oder Stahl aber auch aus Stahlbeton oder Geotextil bestehen. Sie ist eine Sicherheitsmaßnahme, um zu verhindern, dass wassergefährdende Stoffe, z.B. eine brennbare oder giftige Flüssigkeit, ins Erdreich oder ins Grundwasser gelangen. Die Wannen werden oft bei der Lagerung von Chemikalien eingesetzt und stehen dann beispielsweise unter einem Gitterrost, auf dem ein Fass mit potentiell gefährlichen Soffen aufbewahrt wird.

Das Material bei Auffangwannen ist entscheidend

Die Funktion einer Auffangwanne ist es, Gefahrstoff, also zum Beispiel aggressive Chemikalien und gefährliche Flüssigkeiten wie Laugen oder Säuren aufzufangen, bevor die wassergefährdenden Stoffe versickern können.

Damit eine Auffangwanne diese Funktion ordnungsgemäß erfüllen kann, müssen Konstruktion und Bauart dem gewünschten Einsatzzweck entsprechen. Auch bei der Aufstellung und Wartung gibt es einiges zu beachten, um Folgeschäden zu vermeiden.

Bei Auffangwannen ist das Material, aus dem sie gefertigt wurden, für den Umgang entscheidend. Hier ein Modell aus Kunststoff (PE).
Bei Auffangwannen ist das Material, aus dem sie gefertigt wurden, für den Umgang entscheidend. Hier ein Modell aus Kunststoff (PE). - Bild: Denios

Dabei kommt es maßgeblich darauf an, aus welchem Material eine Auffangwanne gefertigt ist. Für Stahlwannen mit einem Rauminhalt bis 1.000 Litern regelt die Stahlwannen-Richtlinie (StawaR) mit spezifischen Angaben, wie mit der sachgemäßen Aufstellung und Wartung umzugehen ist.

Auffangwannen aus Kunststoff gelten in Deutschland als ungeregeltes Bauprodukt. Bei Denios verfügen sie über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Institut für Bautechnik (DIBt). Dort sind Bestimmungen zu Aufstellung und Wartung definiert.

In vielen Fällen treten Beschädigungen als Folge unsachgemäßer Handhabung auf. Dabei können bereits bei Aufstellung der Auffangwanne einige Maßnahmen ergriffen werden, damit das Produkt lange zuverlässig Dienste leistet.

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Das müssen Sie beachten

Beispielsweise sollten Auffangwannen so aufgestellt werden, dass sie kein Niederschlagswasser aufnehmen können. Zudem sollte die Wanne nur auf ebenen und festen Flächen stehen und keinen manuellen Beschädigungen ausgesetzt werden. Die vorgeschriebene Traglast sollte nicht überschritten und ggfs. mit einem gut sichtbaren Hinweis kenntlich gemacht werden. Empfehlenswert ist es auch, die Gebinde so zu lagern, dass die Auffangwanne jederzeit gut einsehbar ist und eine Leckage leicht erkannt werden kann.

Sollte die Funktionsfähigkeit bei einer Kunststoff-Auffangwanne nicht mehr gegeben sein, ist diese sofort nach Vorgabe des DIBt auszusondern. Bei Stahlwannen sieht es anders aus: diese dürfen nach beeinträchtigter Funktionsfähigkeit grundsätzlich wieder instandgesetzt werden. Allerdings müssen diese dann wieder einer erneuten Dichtigkeitsprüfung durch den Hersteller oder Fachbetrieb nach dem Wasserhaushaltsgesetz gemäß §62 AwSV unterzogen werden. Hier bleibt abzuwägen, ob eine Neuanschaffung den Reparaturkosten vorzuziehen ist.

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