Arbeitskleidung muss mehr sein als strapazierfähig.

Arbeitskleidung muss mehr sein als strapazierfähig. - Bild: DBL

Wertschätzung der Mitarbeiter. Das Thema Hygiene verstärkt im Blick. Nachhaltigkeit auch in Krisenzeiten. Drei Aspekte, die 2021 auch beim Thema Berufskleidung im Fokus stehen. Im Interview über Trends und Erwartungen mit Thomas Krause vom textilen Mietdienstleister DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing.

Spielt das Thema Optik und Mode aktuell in den Betrieben überhaupt eine Rolle?

Thomas Krause: "Das Markenbewusstsein und das Interesse an guter Berufskleidung sind bei den Profis in Handwerk und Industrie aus unserer Sicht ungebrochen – daran hat auch die Corona Pandemie nichts geändert. In den meisten Betrieben wurde ja weitergearbeitet, waren gerade im Handwerk die Auftragsbücher gut gefüllt. Der Einsatz von hochwertiger, moderner Workwear wird in den Betrieben auch sehr von den Mitarbeitern vorangetrieben, angesagte Marken sind hier nach wie vor gewünscht. Und solche Markenprodukte dann dem Team tatsächlich zur Verfügung zu stellen, ist für viele Betriebsinhaber Zeichen von Wertschätzung ihrer Mitarbeiter. Aktuell in der Krise und im Angesicht von Facharbeitermangel in einigen Gewerken zählen Anerkennung des Teams und dessen Leistung. Gleichzeitig kann sich der Betrieb durch gute, CI-gerechte Optik vom Wettbewerb absetzen."

Was kommt noch gut an?

Krause: "Den Mitarbeitern die gewünschte Markenkleidung dann auch noch frisch gepflegt zur Verfügung zu stellen – sodass kein Profi selbst noch zu Hause waschen und reparieren muss. Auch das ist für viele Zeichen von Wertschätzung – sich beim Thema Kleidung um nichts mehr kümmern zu müssen. Treiber ist hier die verstärkte Sensibilität für Hygiene – auch in den Handwerks- und Industriebetrieben."

Hat sich denn die Wahrnehmung tatsächlich geändert?

Krause: "Wir haben als textiler Mietdienstleister seit einigen Monaten und bedingt durch die Corona Pandemie verstärkt Anfragen. Jeder dritte bis vierte Betrieb setzt sich damit auseinander. Denn die Betriebsinhaber wollen sicherstellen, dass die Kleidung der Mitarbeiter in desinfizierenden Waschverfahren aufbereitet wird, sie sich über die Kleidung „nichts ins Haus“ holen oder weitertragen - die Profis sind ja oft vor Ort bei ihren Kunden. Und genau das können wir als textiler Mietdienstleister leisten, all unsere regionalen Partner waschen die Kleidung in zertifizierten Waschprozessen. Dies dokumentieren wir für unsere Kunden – das gilt auch für normierte Schutzkleidung."

Gibt es auch bei Schutzkleidung Trends?

Krause: "Sagen wir es so – bei 'normaler' Berufskleidung ist leichtes, flexibles Gewebe mit hohem Tragekomfort gewünscht. Hier sind die Profis mittlerweile hohe Standards gewohnt, die sie auch bei ihrer Schutzkleidung nicht missen möchten. Hier gab es in Bezug auf Gewebe und Komfort in jüngster Zeit Entwicklungen – jedoch immer unter Berücksichtigung der jeweiligen Schutzfunktion. Gefragt ist auch die Individualisierung der PSA durch die Firmenfarben – und hier ist heute viel möglich. So können wir im Mietservice farblich abgestimmte PSA und Workwear aus einer Hand anbieten, haben eine breite Palette, sodass die CI individuell umgesetzt wird."

Kleidung und Klima – auch 2021 wieder Thema?

Krause: "Ja. Wichtig ist für viele Profis attraktive Artikelvielfalt, um sich im Sommer und Winter entsprechend geschützt einkleiden zu können. Nach den zurückliegenden heißen Sommern zeigt sich hier auch bei PSA ein Trend zu entsprechend luftigen Alternativen, wie sie "normale" Workwear längst bietet. Mit einem Firmenlogo auf Shirt oder Shorts gelingt hier auch ohne Bund- oder Softshelljacke der professionelle Auftritt. Kurzärmelige T-Shirts sind – außer beim Warnschutz – natürlich bei PSA weiter undenkbar, aber normgerechte Hemden und langärmelige Shirts, etwa aus schwer entflammbarem Gewebe, werden künftig sicher verstärkt eingesetzt."

Wo sehen Sie weitere Trends?

Krause: "Nachhaltigkeit bleibt ein Thema, auch über die Corona-Pandemie hinaus. Vieles ist aktuell im Umbruch, wird hinterfragt. Deshalb freuen wir uns auch, eine entsprechende, mit dem "Grünen Knopf" ausgezeichnete Premiumkollektion im Sortiment zu haben. Und mit dem textilen Mietservice ein nachhaltiges Konzept anzubieten, das auf umweltgerechte Aufbereitung und die Langlebigkeit der Produkte setzt. Das wiederum passt ja auch zum erhöhten Anspruchsdenken der Profis in Bezug auf hochwertige Markenkleidung."

Bearbeitet von Stefan Weinzierl

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