Insgesamt sind bei Wisag Facility Service rund 32.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Insgesamt sind bei Wisag Facility Service rund 32.000 Mitarbeiter beschäftigt. - Bild: Wisag

Der Immobilienspezialist ist nach eigenen Angaben organisch gewachsen. Die einzelnen Dienstleistungssparten entwickelten sich dabei unterschiedlich:

  • Facility Management plus 2,7 Prozent,
  • Gebäudetechnik plus 5,5 Prozent,
  • Gebäudereinigung plus 7,7 Prozent,
  • Sicherheit & Service plus 2,7 Prozent,
  • Garten- & Landschaftspflege plus 16,9 Prozent.

Einzig das Catering weist mit minus 2,7 Prozent einen leichten Umsatzrückgang aus. Zwar entwickelte sich auch diese Sparte grundsätzlich positiv, doch die Schließung von Flüchtlingseinrichtungen, in denen die Wisag für das Catering verantwortlich war, wirkte sich auf den Gesamtumsatz aus.

"Wir sind erneut solide gewachsen und mit der Entwicklung sehr zufrieden", sagte Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wisag Facility Service Holding. Positiv stimme ihn auch der spürbare Trend, dass Kunden wieder größeren Wert auf eine längerfristige Zusammenarbeit legen.

Hempel führt das veränderte Bewusstsein der Kunden vor allem auf den steigenden Arbeitskräftemangel zurück. "Im Wettbewerb um die immer knappere Zahl von Arbeitskräften wird ein attraktiver Arbeitsplatz mit Wohlfühlcharakter stetig relevanter."

Die Wisag selbst begegne der Arbeitsmarktentwicklung mit einem Paket individueller Maßnahmen und hat 2018 damit begonnen, sein Recruiting neu aufzustellen. Anzeigen-, Kandidaten- und Partnermanagement werden in den Regionen zentral gebündelt, die einzelnen Gesellschaften und Niederlassungen in der Region entlastet.

Digitalisierung als Top-Thema

In Sachen Digitalisierung hat das Unternehmen eine Aktivitäten 2018 laut Mitteilung intensiviert und erweitert. "Die technologischen Möglichkeiten sind vielfältig, die Erwartungen hoch. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur ansatzweise einschätzbar, welcher Umfang an Digitalisierung für eine zukunftssichere Entwicklung sinnvoll ist und worin der faktische Mehrwert für den einzelnen Dienstleister und vor allem für seine Kunden besteht", gibt Ralf Hempel zu bedenken.

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Herausforderung Change-Management

Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologien und Produktlebenszyklen entwickeln, verlangt nach Ansicht von Ralf Hempel allerdings andere Strukturen und Kompetenzen, neue Denkweisen, mehr Flexibilität und eine konstruktive Fehlerkultur. "Für ein Start-up auf der grünen Wiese mag dies ein Leichtes sein. Für ein seit Jahrzehnten gewachsenes Unternehmen wie die Wisag mit ihren vielen Standorten in ganz Deutschland stellt das einen umfassenden Change-Prozess dar."

Seit 2018 baut Wisag Facility Service daher ein Team für "Digitale Transformation & Innovation" auf. In dem Bewusstsein, dass der komplexe digitale Wandel nur gemeinsam mit Partnern funktioniert, vernetzt sich das Unternehmen mit Kunden, Lieferanten, Technologieunternehmen, Start-ups und Bildungseinrichtungen und entwickelt so sukzessive ein digitales Ökosystem.

App soll Mitarbeiter erreichen

Die eigene Belegschaft spiele dabei eine zentrale Rolle. "Nur wenn unsere Mitarbeiter eingebunden und in der Lage sind, Entwicklungen nachzuvollziehen, können sie sich damit identifizieren und den Wandel mitgestalten", sagt Ralf Hempel. Essenziell für Akzeptanz und Erfolg ist dabei die Kommunikation. Aus diesem Grund wurde 2018 eine Mitarbeiter-App gestartet. "Rund 80 Prozent unserer mehr als 32.000 Mitarbeiter sind nicht an unser Firmennetzwerk angeschlossen und damit weder per E-Mail noch Intranet erreichbar", erläutert Ralf Hempel. "Mit unserer App steht nun erstmals ein digitaler Kanal zur Verfügung, über den wir alle unsere Mitarbeiter ins Geschehen einbeziehen können."

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