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Studie von Oxford Economics

Wege zur Reorganisation der Fertigungsindustrie

am 02.07.2013 um 13:49 Uhr

Eine neue Studie von Oxford Economics untersucht im Auftrag von PTC die Strategien von Unternehmen in der Fertigungsindustrie. Befragt wurden 300 Führungskräfte weltweit. Der Studie zufolge befindet sich die Branche an einem Wendepunkt. Neue Marktmechanismen und der technologische Wandel stellen altbewährte Rezepte auf den Kopf, die meisten Unternehmen wollen innerhalb der nächsten drei Jahre ihre Geschäftsprozesse maßgeblich umgestalten. Der Fokus beim Umbau betrifft dabei vor allem drei Bereiche: Den Ausbau der Strategie- und Planungsaktivitäten, den Ausbau des Serviceangebots sowie die Förderung von Innovationen.

Der Studie zufolge befindet sich die Fertigungsindustrie weltweit an einem Wendepunkt. Neue Marktmechanismen und der technologische Wandel stellen viele altbewährte Rezepte in der Fertigungsindustrie auf den Kopf. Daher erwarten mehr als zwei Drittel (68%) der befragten Führungskräfte aus der Branche, dass ihr Unternehmen innerhalb der nächsten drei Jahre seine Geschäftsprozesse maßgeblich umgestalten wird.

„Unsere Studienergebnisse und die Interviews mit den Marktführern zeigen, dass Fertigungsunternehmen ihre Geschäftsstrategien in vielfältiger Weise neu ausrichten, um auf Marktverschiebungen und neue technologische Trends zu reagieren“, sagt Lou Celi, President of Oxford Economics Americas. „Die Priorität liegt dabei auf der Verbesserung der Produkte – der Herstellung innovativer und eigenständiger Produkte und Services, die auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind – bei gleichzeitig fortlaufender Verbesserung der Prozesse. Bedeutende Wettbewerbsvorteile können nur durch die enge Verzahnung von Entwicklung, Serviceplanung, Serviceausführung und den Management- und Produktionsprozessen erzielt werden. Zudem sollten Unternehmen eine Feedback-Schleife etablieren, um kontinuierliche Verbesserungen und die stetige Anpassung aller Geschäftsbereiche sicherzustellen.“

Die Studie ergab, dass erfolgreiche Umwandlungsprozesse im Wesentlichen auf drei Säulen stehen:

  • Neujustierung der Strategie und Planung: Die wichtigsten Entscheidungen für ein Unternehmen sind, wie es seine Produkte entwickelt und herstellt, aus welchen Quellen es seine Teile bezieht, wie gut der Service arbeitet und wie es schließlich all diese Prozesse koordiniert. Diese Kriterien sind in den meisten Branchen die wesentlichen Treiber für den Markt und wichtiger als alle operativen Maßnahmen. So ergab die Studie zum Beispiel, dass Führungskräfte in der Fertigungsindustrie einen immer höheren Wert auf die Abstimmung der Strategie und Planung zwischen den Entwicklungs- und Serviceabteilungen legen.
  • Verbesserung des Serviceangebots: Das Servicegeschäft der Fertigungsindustrie beschränkte sich bislang überwiegend auf Wartung und Reparaturen. Die Marktführer beginnen aber zunehmend, ihr Produkt- und Serviceangebot zu kombinieren und leistungsbasierte Komplettpakete anzubieten. Hier liegt nicht nur ein wichtiger Schlüssel für die Differenzierung von den Wettbewerbern, sondern auch für erhebliche Umsatzsteigerungen und die Generierung kontinuierlicher sicherer jährlicher Einnahmen. Über drei Viertel (77%) der Befragten auf der obersten Führungsebene gaben daher an, dass sie das Servicegeschäft ausbauen werden, um ihre Produkte stärker im Markt zu differenzieren.
  • Förderung von Innovationen: Der Fokus auf Innovation wird innerhalb der nächsten drei Jahre noch wichtiger werden – insbesondere aufgrund weiterer Verfeinerungen der Produktstrategien und Entwicklungsprozesse. Eine immer größere Rolle spielt hier auch das „Reverse-Innovation-Konzept“, da immer mehr Firmen ihre Produkte zunächst für Schwellenländer entwickeln und sie dann auch auf den entwickelten Märkten vertreiben.

Die Marktforscher von Oxford Economics schließen aus ihrer Umfrage, dass die genannten Umwandlungsprozesse zu erheblichen Verbesserungen der Geschäftsergebnisse führen können. Um diese Ergebnisse zu quantifizieren, enthält die Studie ein „Business-Impact-Modell“, das kalkuliert, inwieweit die einzelnen Faktoren – also Strategie und Planung, Serviceangebot und Innovation, einschließlich der Fertigung – den Umsatz und die Kosten beeinflussen. Dabei wird eine „Priorisierungskurve“ erstellt, die verfolgt, wie stark jeweils welcher der drei Umwandlungsfaktoren betont wird und anschließend die entsprechenden finanziellen Folgen einschätzt. Diesem Modell zufolge kann zum Beispiel ein Fertigungsunternehmen mit einem jährlichen Umsatz von fünf Milliarden US-Dollar und einer Gewinnmarge von 20 Prozent seinen Umsatz um bis zu 195 Millionen US-Dollar steigern und seine Kosten um bis zu 96 Millionen US-Dollar senken, wenn es seine Strategie- und Planungsaktivitäten in hohem Maße priorisiert und steigert.

„Die Oxford Economics Studie gibt wertvolle Einblicke, wie die Fertigungsindustrie in Zukunft Wettbewerbsvorteile erzielen kann“, erklärt James E. Heppelmann, President und CEO bei PTC. „Die Ergebnisse stehen im Einklang mit dem Leitbild von PTC, Fertigungsunternehmen dabei zu helfen, ihre Strategie-, Planungs- und Serviceaktivitäten besser umzusetzen. Unsere Technologielösungen bieten neue Wege, Produkte und Services zu entwickeln und zu warten, damit unsere Kunden genau diese Wettbewerbsvorteile generieren können.“

Die Studie ergab, dass Fertigungsunternehmen unterschiedliche Ansätze verfolgen, um ihr Geschäft zu transformieren. Dabei kommt sie unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

  • Das Konzept „Design Anywhere, Build Anywhere, Service Anywhere“ wird immer beliebter
  • Produkte werden „smarter“. Die Bedeutung sogenannter “Smart Products”, die aus mechanischen Komponenten, elektronischen Komponenten und Software bestehen, nimmt stetig zu.
  • Neue Servicegeschäftsmodelle werden erwachsen. Im Jahr 2015 werden bereits 65 Prozent der Fertigungsunternehmen auf leistungsbasierte Serviceverträge setzen. Außerdem planen auch mehr als die Hälfte der Unternehmen, in den nächsten zwei Jahren Ferndiagnosesysteme zu nutzen.
  • 3D-Druck und additive Fertigung werden in drei Jahren von mehr als doppelt so viel Unternehmen genutzt werden wie heute.
  • Die Lieferkette entwickelt sich zu einem strategischen Schlüsselfaktor. Die Anzahl der Unternehmen, die planen, ihre Lieferketten zu optimieren, wächst stetig und wird in drei Jahren bereits mehr als doppelt so hoch sein wie heute.

Die detaillierten Umfrageergebnisse, aufgeschlüsselt nach Branchen, Regionen, Unternehmensgrößen und betrieblichen Funktionen, finden Sie in der Studie „Manufacturing Transformation“ unter folgendem Link zum Download.

 
 
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