Industrie 4.0

Digitalisierung bedeutet Schnittstellen - und diese müssen standardisiert werden. Bild: magele - fotolia.com

Industrie 4.0

Digitalisierung bedeutet Schnittstellen – und diese müssen standardisiert werden.
Bild: magele – fotolia.com

  • Megatrend Digitalisierung im Fokus
  • Ziel: Stärkung des Standorts Deutschland durch Normung

Der Präsident von DIN e. V., Dr. Albert Dürr, sowie Roland Bent, Vorsitzender des Gastgebers DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE, unterstrichen die Notwendigkeit einer neuen Strategie, um das Instrument der Normung zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes optimal zu nutzen. Normung und Standardisierung ist ein wirksames Werkzeug zur Gestaltung von Märkten, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und zur Sicherung des Wohlergehens und Wohlstands der Bürger.

Ein zentrales Thema der neuen Normungsstrategie wird der Megatrend Digitalisierung sein. Dies einerseits im Hinblick auf die Normungsthemen wie Industrie 4.0, Elektromobilität, Smart Grid, bis hin zu IT-Sicherheit, andererseits aber auch hinsichtlich der Prozesse in der Normung, die mit den Mitteln der Digitalisierung selbst beschleunigt werden können. Zugleich geht es darum, die Normungsstrukturen an die neuen Herausforderungen anzupassen. Insbesondere gilt es, das Nebeneinander von Querschnittstechnologien – etwa bei den “smarten” Normungsthemen – und klassischer Normung nicht als Widerspruch anzusehen, sondern deren Synergien zu nutzen.

Die Entwicklung von Querschnittsstrukturen kann die Kohärenz der Bereiche und die enge Verzahnung von Normung und Forschung fördern. Eine zukunftsfähige Option bietet hierfür eine marktsegmentbasierte Lenkungsstruktur auf politischer und fachlicher Ebene. Dabei können die Normungsorganisationen DIN und DKE als neutrale Plattformen die Koordinierung vornehmen. Die Teilnehmer des ersten Workshops zur Entwicklung der Deutschen Normungsstrategie diskutierten außerdem über die Notwendigkeit einer ausgewogenen Balance zwischen privatwirtschaftlicher Normung und den Ansprüchen des deutschen und europäischen Gesetzgebers an die Normungsarbeit.

Mit dem Auftakt-Workshop wurde der erste Schritt in der Entwicklung eines Strategie-Entwurfs für die Deutsche Normungsstrategie gelegt. Der Entwurf wird am 6. Juni 2016 der interessierten Öffentlichkeit zur Kommentierung vorgelegt. Am 27. September soll eine Stakeholder-Konferenz alle Ideen konsolidieren, so dass die neue Deutsche Normungsstrategie noch im Jahr 2016 verabschiedet werden kann.

Weitere Informationen unter www.din.de/mitwirken/deutsche-normungsstrategie und www.dke.de.

Über die DKE:

Die vom VDE getragene DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE erarbeitet Normen und Sicherheitsbestimmungen für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Sie vertritt die deutschen Interessen im Europäischen Komitee für Elektrotechnische Normung (CENELEC) und in der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Rund 5.500 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erarbeiten das VDE-Vorschriftenwerk in der DKE. Die VDE-Bestimmungen basieren heute größtenteils auf Europäischen Normen, die zu etwa 80 Prozent das Ergebnis der internationalen Normungsarbeit der IEC sind.