SENSOR+TEST 2011

– 9 Juni 2011 findet auf dem Gelände der Messe Nürnberg die 18 internationale Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik statt Die Reichweite der Themen, Produkte und Technologien geht quer durch alle Branchen Anwendungen liegen mittlerweile nicht mehr nur im professionellen, industriellen, sondern auch im privaten Umfeld der Besucher Die Messe ist nach wie vor ein Muss nicht nur für Entwickler und Konstrukteure sondern für alle an Technik Interessierten Der Veranstalter, die AMA Service GmbH, rechnet mit knapp 600 Ausstellern und etwa 8 000 Besuchern aus aller Welt Sensor + Test 2010Anwendungen liegen mittlerweile nicht mehr nur im professionellen, industriellen, sondern auch im privaten Umfeld der Besucher. Die Messe ist nach wie vor ein Muss nicht nur für Entwickler und Konstrukteure sondern für alle an Technik Interessierten. Der Veranstalter, die AMA Service GmbH, rechnet mit knapp 600 Ausstellern und etwa 8.000 Besuchern aus aller Welt.

Mess- und Prüftechnik
Auf der Fachmesse SENSOR+TEST ist der Mess- und Prüftechnik eine eigene Halle gewidmet. Dort reicht das Angebot vom mobilen Handgerät bis zur hundertkanaligen Prüfstandsausrüstung. Gleichzeitig sind auf der so genannten Aktionsfläche für die Besucher Versuchsfahrzeuge mit mobiler Messtechnik voll gestopft.
Wie in jedem Jahr, sind auf der SENSOR+TEST Datenlogger ein großes Thema. Es gibt die Miniaturversionen, die zeitgleich bis zu fünf oder sechs Sensorsignale aufzeichnen und z.B. zur Überwachung von Brutschränken oder Transporten ausgestattet sind.  Oder sie kommen in der Klimatologie zum Einsatz und finden sich z.B. auf Messfeldern am Kilimandscharo wieder.  Andere Datenlogger sind auf Überwachung spezialisiert: typisch 15 Eingangskanäle – und im internen 1 GB-Speicher können bis zu 128 Mio. Messwerte gespeichert werden. Hier geht es um Anlagen-überwachung mit der Möglichkeit Alarme auszulösen, eine SPS zu informieren oder Nachrichten per SMS an den Service zu versenden. Die Messdaten können ggf. auch über ein Netzwerk versendet und irgendwo an einem PC grafisch dargestellt werden.

Prüftechnik
Die Prüfung von Turbomaschinen nicht nur bei der Abnahme sondern auch vor Ort beim Kunden ermöglicht ein mobiles Messsystem mit 96 Kanälen zur Messung von Temperaturen, Drücken, Durchflussmengen und Dehnungen. Die Bedienung erfolgt über Lichtwellenleiter per Laptop.  Für effiziente Struktur- und Modalanalysen werden Anreger mit einem Kraftvektor bis 15 kN und Schwingwegen bis 50 mm sowie aktuelle Softwaretools vorgestellt. Sie sind Teil kompletter Schwingregelsysteme, die vom einfachen Rausch- oder Sinustest bis zur Simulation von Zeitsignalen und Schockprüfungen weltweit in Umweltprüflaboren benötigt werden.

Nachdem es Pflicht ist, die Schallemissionswerte von motorbetriebenen Maschinen zu dokumentieren, stehen für die Hersteller jetzt handliche batteriebetriebene Schallintensitäts-Messgeräte zur Verfügung.

Zur Entwicklung von Prüfsequenzen steht eine eigens dafür entwickelte Testmanagement-Software zur Verfügung, deren Funktionalität an Teamarbeit orientiert ist.

Mehrere Aussteller zeigen auf der SENSOR+TEST ihre Umweltsimulations- bzw. Klimaschränke. Wichtige Parameter sind die Geschwindigkeit, mit der Temperatur- und Feuchtewerte geändert und wie stabil sie auf jeder gewünschten Stufe gehalten werden können. Software gesteuert können sie Prüfstandards nach DIN bzw. IEC folgen. Zusätzlich lassen sich weitere Belastungen wie Vibration, Luftschadstoffe, Korrosionseinflüsse reproduzierbar erzeugen. Ein Highlight wird der erste Klimaschrank mit integriertem Messroboter sein, der unter den eingestellten klimatischen Bedingungen auch funktionsabhängige Komponenten prüfen kann.

Nach dem Hype der letzten Jahre in Foren und Kongressen, zieht die Funksensorik so langsam ihre Kreise in die Anwendung. Aus England – nicht gerade berühmt als Zentrum des Weinanbaus – kommt die Nachricht von einem Funknetzwerk, das in den Weinbergen verteilt Bodenfeuchte, Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst und danach die Bewässerungsanlagen steuert. Das Ergebnis ist ein höherer Ertrag und eine drastische Reduktion der Wassermenge. Ein Hochleistungs-Sensorknoten für drahtlose Sensor-Netzwerke kommt aus Berlin. Im Innern werkelt eine virtuelle Maschine auf der Basis von Java. Eine Anbindung ist u.a. per CAN, Ethernet, USB, I2C und SPI möglich. Weitere Geräte kommunizieren per Funk mit SAW-Sensoren (Surface Acoustic Waves). Die liefern auf Anfrage von einem Mastermodul per Funk Informationen über Temperatur, Druck oder Dehnung. Sie arbeiten völlig ohne eigene Elektronik und sind deshalb in Rotoren, an Lagern, im Innern von Maschinen, Generatoren, Schaltern oder auch Durchlauföfen bis 200 °C einsetzbar.

Unweit vom Thema Funksensoren liegt das Thema Energy Harvesting, also die Energiegewinnung vor Ort aus der Umgebung des Sensors. Damit können Funksensoren ohne Batterien auskommen und je nach Energiebedarf (autark) von Zeit zu Zeit ihre Meldung absetzen. Auf der SENSOR+TEST werden u. a Module zur piezoelektrischen Energie-gewinnung vorgestellt, wie sie z.B. zur Versorgung von Reifendrucksensoren Verwendung finden könnten.

Für alle, die mit Sensorik- Mess- und Prüftechnik zu tun haben, gibt es auch in diesem Jahr keine Ausrede, um vom 7. bis 9. Juni nicht nach Nürnberg auf die SENSOR+TEST, zu den Ausstellern und Foren oder einen der parallel stattfindenden Kongresse zu kommen.

www.sensor-test.com