Fraunhofer IST Sensoren

Bild: Fraunhofer IST

Fraunhofer IST Sensoren

Bild: Fraunhofer IST

überwacht werden kann, direkt auf den Werkzeugen. Die neuen sensorischen Schichtsysteme sind multisensorisch, das heißt, sie beinhalten sowohl piezoresistive als auch thermoresistive Sensorstrukturen, die in Verschleißschutzschichten eingebettet sind.
Dadurch wird es erstmals möglich, gleichzeitig Belastungen und Temperaturen ortsaufgelöst zu messen. Mit diesen Messergebnissen können Produktionsprozesse optimiert werden, sodass z. B. Risse und Faltenbildung beim Blechtiefziehen minimiert oder Kunststoffspritzgussprozesse auch im Hinblick auf die Taktzeiten verbessert werden können.

Gerade im Zeitalter von Industrie 4.0 gewinnt diese Weiterentwicklung integrierter Sensorik enorm an Bedeutung. Das vorherrschende Thema in der Produktionslandschaft Europas, insbesondere in Deutschland, ist eine qualitative, quantitative, flexible und gleichzeitig ressourceneffiziente Produktion. Grundlage für diese Entwicklung ist ein sehr gutes Verständnis für die Fertigungsprozesse basierend auf menschlicher Erfahrung und Messergebnissen. “Hier setzen wir mit unseren Dünnschichtsensoren an, die wichtige Daten für entsprechende Simulationen liefern”, so Dr. Saskia Biehl, Leiterin der Gruppe “Mikro- und Sensortechnologie” am Fraunhofer IST.

Auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Allianz Adaptronik in Halle 2, Stand C22 der HMI präsentiert das Fraunhofer IST die neuen multisensorischen Schichtsysteme.

Über das Projekt

Die beschriebenen Ergebnisse wurden innerhalb des Projekts SensoFut (Sensorized Future – Sensing of temperature and pressure in harsh environments) erzielt, an dem das Fraunhofer IST gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und der belgischen Forschungsvereinigung Sirris arbeitet. SensoFut wird im 13. Cornet Call (Collective Research Networking) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) und der Arbeitsgemeinschaft industrieller  Forschungsvereinigungen (AiF) gefördert und läuft noch bis zum 30.6.2015.

http://www.ist.fraunhofer.de