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Forum Vision Instandhaltung

Instandhaltungs-Förderpreise 2013 vergeben

am 17.10.2013 um 14:06 Uhr

Nachwuchskräfte müssen für die volkswirtschaftlich wichtige Branche der „Industriellen Instandhaltung“ gewonnen und interessiert werden. Allein in Deutschland geht es dabei um ein direktes Jahresvolumen um einen drei-stelligen Milliarden Eurobereich. Instandhalter müssen auf Grund der Querschnittsfunktion fachlich und wissensmäßig breit aufgestellt sein.

v.l.: Andreas Weißenbach, Amelie Gebhardt, Thomas Göttler - Foto: FVI

v.l.: Andreas Weißenbach, Amelie Gebhardt, Thomas Göttler – Foto: FVI

Andererseits bietet diese Branche hervorragende Zukunfts- und Karriere-perspektiven. Das Damoklesschwert der demografischen Entwicklung verlangt besonders rasches Handeln in Sachen Nachwuchsförderung. Das FVI schafft für potentielle Interessenten Anreize durch eine jährliche Prämierung hervorragender Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der
industriellen Instandhaltung. Die Verleihung erfolgte in diesem Jahr im Rahmen des „FVI-Jahresforum RFID“ in Bonn.

Drei Kategorien
Bewerben konnte sich jeder, der im deutschsprachigen Raum an einer Hoch- oder Fachhochschule, Forschungseinrichtung oder Institut eine Diplom/Master/Bachelor-Arbeit oder Dissertation zum Thema „Industrielle Instandhaltung“ in deutscher Sprache vorgelegt hat und mit der Benotung „Sehr gut“ oder „magna/summa cum laude“ abgeschlossen hat. Neben dem wissenschaftlichen Anspruch war Praxisrelevanz und der Nutzen für die Instandhaltung wesentlicher Teil der Bewertung. Über die Annahme der Bewerbungen und die Empfänger der Preise wurde vom FVI-Vorstand entschieden.

Drei Preisträger
Aus den eingegangenen Arbeiten wurden drei Preisträger ermittelt.
Der mit je 1000.- Euro ausgelobte Förderpreis wurde im im Rahmen des „FVI-Jahresforum RFID“ in Bonn am 15.10.2013 vom Vorstand des FVI übergeben. Die Ausgezeichneten hatten Gelegenheit, ihre Arbeit dem Fachpublikum und anwesenden Journalisten zu präsentieren.

Preisträger Kategorie Dissertationen
Die Dissertation von Dr. Andreas Weißenbach befaßte sich im Detail mit der Problematik der betrieblichen Instandhaltung bei KMU. Es werden neue Formen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich der betrieblichen Instandhaltung bei KMU abgeleitet und ein innovativer Lösungsansatz entwickelt. Eine „horizontale Instandhaltungskooperation“ zur Leistungsbündelung von Instandhaltungsressourcen in einem Verbund von Unternehmen beinhaltet im Vergleich zu den bislang üblichen Vorgehensweisen der Eigen- und Fremdinstandhaltung große Potenziale. Anhand von praxisrelevanten Fallbeispielen sowie mittels Simulationen unterschiedlicher Szenarien der geplanten und ungeplanten Instandhaltung wird dies eindrucksvoll nachgewiesen.

Preisträger Kategorie Diplom/Master
Inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit von Frau Amelie Gebhardt war die Entwicklung und Berechnung der sogenannten Hand-On-Tool-Kennzahl (HOT-Kennzahl). Sie hat damit den Instandhaltungs-ablauf mehrerer Beispielsysteme bei einem Aluminiumhersteller optimiert und die für die Instandsetzung benötigte Zeit minimiert. Zusätzlich wurden durch die transparente Darstellung aller Prozesse die schnittstellenübergreifenden Arbeiten sowie die Zusammenarbeit mit Lieferanten verbessert. Durch die aufgezeigten Optimierungspotentiale konnten zudem die Instandhaltungs-kosten gesenkt werden.

Preisträger Kategorie Bachelor
Thomas Göttler hat in seiner Abschlußarbeit mit der Schwingungs- und Wälzlagerdiagnose an einer Druckmaschine der Fränkischen Landeszeitung beschäftigt. Hierbei wurde untersucht, ob an ausgewählten Maschinenteilen die auftretenden Schwingungen Grenzwerte überschritten werden und somit eine Gefahr für Mensch und Maschine besteht.

Das Forum Vision Instandhaltung e. V. (FVI) unterstützt die Förderung von Nachwuchskräften für die volkswirtschaftlich wichtige Branche der „Industriellen Instandhaltung“ auch weiterhin. Der Förderpreis wird auch zukünftig mit jährlichem Turnus verliehen, um das Thema Instandhaltung und seine wirtschaftliche Bedeutung einem größeren Kreis kenntlich zu machen und angehenden Führungskräften die Attraktivität dieser Fachrichtung näher zu bringen.

www.ipih.de

 
 
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