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WVIS-Branchenmonitor 2014

Industrieservice nimmt wieder Fahrt auf

am 12.06.2014 um 13:38 Uhr

Der Industrieservice bleibt eine erfolgreiche und dynamische Wachstumsbranche. Nach der Konsolidierung im Jahr 2012 präsentieren sich vor allem Deutschland und Europa klar formverbessert. Dies belegt die positive Umsatzentwicklung in beiden Märkten. Entsprechend optimistisch sind die Anbieter von Industrieserviceleistungen für die nächsten Jahre.

Bild: © christian42 - Fotolia.com

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Laut „Branchenmonitor 2014“ des WVIS zeigt die Umsatzentwicklung des Industrieservice in Deutschland für 2013 ein Plus von 2 Prozent – nach lediglich 0,1 Prozent im vorangegangenen Jahr. In Europa kam es zu einem Umsatzanstieg von 2,3 Prozent. 2012 war hier noch ein Minus von 0,5 Prozent verzeichnet worden. Der Weltmarkt wiederum legte um 3,8 (2012: 3,3) Prozent zu. „Die Stimmung der industriellen Dienstleister ist insgesamt gut, auch wenn die Wachstumserwartungen des letzten Jahres nicht ganz eingetreten sind“, erklärt WVIS-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß. „Tatsache ist, dass der Industrieservice im Ganzen einmal mehr seinem Ruf als Wachstumsbranche gerecht geworden ist.“ Ungebrochen ist insbesondere die Leistungsstärke der Top Ten der industriellen Dienstleister. Im Schnitt erzielten sie sogar ein höheres Umsatzplus als die Gesamtbranche. In Deutschland kamen sie auf 2,5 Prozent, in Europa auf 2,9 und im Weltmarkt sogar auf 4,7 Prozent.

Langfristig hegen die Industrieserviceanbieter vor allem an den nordamerikanischen Markt große Erwartungen. Für diese Region sehen sie ein Wachstumspotenzial von rund 15 Prozent – und damit deutlich mehr als für die BRIC-Staaten China (11 Prozent), Indien (9 Prozent), Brasilien (8 Prozent) und Russland (5 Prozent). Verbessert hat sich die langfristige Wachstumsprognose für Deutschland. Erwartet werden 5 Prozent. Am schwächsten werden die Aussichten für Europa bewertet. Auch diese aber sind mit einem Plus von 4 Prozent positiv.

Prozessindustrie weiterhin im Fokus industrieller Dienstleistungen

Nach wie vor werden die industriellen Dienstleistungen zu einem hohen Anteil in der Prozessindustrie erbracht. Dabei nimmt die Chemieindustrie mit knapp 35 Prozent die Spitzenposition ein. Ihr folgen das Segment Kraftwerke, Energie- und Umwelttechnik mit 22 Prozent und die Petrochemie mit 20 Prozent. Automobil- und Fahrzeugbau erreichen knapp 15 Prozent. Im Fokus der Nachfrage steht der Bereich „Technische Reinigung/Isolierung/Gerüstbau“ mit 22 Prozent. Nur knapp dahinter liegen die typischen Aufgaben der Instandhaltung (Wartung, Instandsetzung und Inspektion), die auf fast 20 Prozent kommen. Platz drei belegt das Segment „Montage Installation“ mit rund 11 Prozent. Dies spiegelt sich in den Umsätzen der Industrieserviceanbieter wider. Danach entfallen 33 Prozent auf Technische Reinigung/Isolierung/Gerüstbau, 28 Prozent auf Instandhaltung und 14 Prozent auf Montage Installation.

Der Trend hin zu kundenspezifischen Lösungen hält an. Neben einem flexiblen maßgeschneiderten Serviceangebot hat die Effizienzsteigerung beim Kunden höchste Priorität bei den industriellen Dienstleistern. Weiteres wichtiges Thema im Industrieservice ist der Fachkräftemangel, der zunehmend seine Spuren hinterlässt. Ein hoher Bedarf besteht vor allem bei qualifizierten Mitarbeitern mit Fachbrief. Darüber hinaus, so stellt der WVIS-Branchenmonitor 2014 fest, ist und bleibt der Industrieservice eine junge Branche. Das Durchschnittsalter liegt bei 38,1 Jahren und ist damit weiter gesunken. 2012 war ein Altersschnitt von 38,8, 2011 von 38,5 ermittelt worden. „Die Unternehmen des Industrieservice punkten mit jungen, motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern“, so Maaß. „Diese sorgen mit hoher Kundenorientierung und Flexibilität für mehr Effizienz und weniger Kosten im Produktionsprozess und somit für den nachhaltigen Erfolg aller Beteiligten.“

 
 
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