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Wartungsdienstleistungen: Der Fokus verschiebt sich von der Fehlerbehebung zur Prävention und Prognose. Bild: © branex – Fotolia.com

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Wartungsdienstleistungen: Der Fokus verschiebt sich von der Fehlerbehebung zur Prävention und Prognose.
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Da die Integration in Informations- und Kommunikationstechnologien, wie etwa Big Data-Analytik und Cloud-basierte Plattformen, das Rückgrat der Fertigungsdienstleistungen der nächsten Generation bilden wird, entwickeln Lösungsanbieter bereits ein Portfolio an Angeboten, die sowohl auf Sicherheit und operative Verbesserungen als auch auf Wartung und Support abzielen.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan zu Dienstleistungen 2.0 ist in den nächsten fünf Jahren ein Paradigmenwechsel bei zukünftigen Dienstleistungsstrategien zu verzeichnen. Der Fokus der Wartungsdienstleistungen verschiebt sich von der Fehlerbehebung zur Prävention und Prognose. Die effektive Nutzung von Predictive Analytics kann Kosten optimieren und ungeplante Ausfallzeiten beseitigen, was wiederum sehr vorteilhaft für die Hersteller ist.

Big Data-Analytik fordert die Geschäftsmodelle für Wartungsdienstleistungen im gesamten Fertigungssektor heraus. Dabei stellen Investitionen für die Schaffung robuster Wartungs- und Support-Dienstleistungsmodelle durch die Nutzung von Konzepten der Big Data-Analytik den entscheidenden Faktor dar, um eine hohe Wachstumsrate zu generieren (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate: 9,1 Prozent von 2014 bis 2021). “In Anlehnung an den sich abzeichnenden IoIT-Trend entwickeln sich Fertigungsdienstleistungen zudem zu einem vernetzten Ökosystem, das von einer einzigen Steuerungszentrale unterstützt wird”, sagt Frost & Sullivan Industrial Automation and Process Control Senior Research Analyst, Herr Srikanth Shivaswamy. “Die Nachfrage nach Interoperabilität und maximaler Transparenz über mehrere Produkte und Prozesse hinweg verleiht dem Konzept vernetzter Abläufe Nachdruck.”

Eine derart umfassende Integration bringt hohe Kosten für die Fertigungseinheiten mit sich. Die ITK-Konvergenz mit herkömmlichen Dienstleistungen erfordert anspruchsvolle Plattformen und hebt die Anfangsinvestitionen weiter an. Jedoch wird die Bereitstellung fortschrittlicher Prozesssteuerungen und intelligenter Kommunikationssysteme die Effizienz steigern und den starken Anstieg der Investitionen relativieren. Eine verstärkte Cyber-Security-Infrastruktur, die seit kurzem zu den Industriedienstleistungen gezählt wird, ist bei der Akzeptanz von IoIT-basierten Modulen entscheidend. Innovative Weiterentwicklungen in den Bereichen Ermittlung, Bedrohungserkennung und selbstreflexive Plattformen werden zu Entscheidungsfaktoren.

“Insgesamt werden Lösungsanbieter in Hinblick auf einen der zwei nachfolgenden Faktoren bewertet werden”, stellt Herr Shivaswamy abschließend fest. “Entweder bieten sie auf die Bedürfnisse der Endnutzer anpassbare Dienstleistungsmodelle oder die Möglichkeit, zu einem anderen Dienstleistungsmodell zu migrieren, das den neuen Endnutzer-Prozessen, -Produkten oder -Lösungen entspricht.”

Wenn die Dienstleister diese Kompetenzen bereitstellen, können sie sich lukrative Chancen in den unterversorgten, ressourcenbasierten Fertigungsindustrien erschließen. Die Verfügbarkeit kostengünstiger Lösungen wird kleine und mittelgroße Hersteller anlocken, um IoIT-basierte Systeme zu implementieren und dadurch den Wechsel von traditionellen auf verwaltete Dienstleistungen abschließen.

Die Studie Services 2.0: The New Business Frontier for Profitability (MB1C-10) ist Teil des Growth Partnership Service Programms Industrial Automation & Process Control (http://www.industrialautomation.frost.com). Als Teil des IoIT-Research Portfolios der gleichnamigen Abteilung, bietet die Studie eine detaillierte Einschätzung der lukrativsten Geschäftsmöglichkeiten in der Fertigungsindustrie aus einer Anwendungs-, Technologie- bzw. Marktperspektive. Die Studie untersucht den Wandel von Dienstleistungen und erkundet verschiedene Anwendungen der IoIT-Technologie, u.a. auch Nischensegmente, wie etwa Anlagen, Betriebsdaten, Sicherheit und Gewinn- bzw. Prozessoptimierung.