Thermografie in Energieversorgungsunternehmen

Um hier nutzungsbedingte Anlagenfehler frühzeitig zu erkennen, sind regelmäßige thermografische Inspektionen von großer Bedeutung. Für die Instandhaltung der sich auf ländliche Gebiete verteilten Windkraft-, PV- und zugehörigen Schaltanlagen ermöglichen es die thermografischen Untersuchungen in Verbindung mit den Onlinedaten, aus diesen Anlagen aussagekräftige Zustandsanalysen zu erstellen.

Im Zuge der Ertüchtigung und dem Ausbau der Netze mit intelligenter Technik ist die Thermografie weiterhin eine sichere Methode für das Alterungsmanagement bzw. der Instandhaltungsplanung eines Energieversorgers. In der Kraftwerkstechnik kommt zur klassischen Elektrothermografie von Schaltanlagen und Schaltschränken die Industriethermografie hinzu. Um die Netzstabilität zu gewährleisten, macht es die Einspeisung großer Wind- und PV-Lasten heutzutage notwendig, thermische Kraftwerke in Teillastfahrweise zu betreiben bzw. öfter an- oder abzufahren, als dies einst bei der Projektierung der Anlagen geplant war. Die sich hierbei immer wieder veränderten Betriebsbedingungen im Verfahrensprozess der Anlagen erfordern eine regelmäßige Thermografie, um frühzeitig etwa Innenleckagen von Armaturen zu erkennen und eine gezielte Revisionsplanung zu ermöglichen.

Der Bundesverband für angewandte Thermografie (VATh) gibt in seinen gültigen VATh-Richtlinien für Elektrothermografie Bewertungskriterien für thermische Auf­fälligkeiten an, welche im Zuge des Alterungsmanagements bzw. bei der Instandhaltungsplanung eine wesentliche Entscheidungshilfe bieten. Die Richtlinien des VATh können kostenlos heruntergeladen werden.

Der VATh veranstaltet zweimal im Jahr ein Symposium, welches mit interessanten Fachvorträgen aus allen Bereichen der Thermografie bestückt ist. Das nächste Herbstsymposium mit Mitgliederversammlung findet vom 20.–21.November 2015 in Regensburg statt.

www.vath.de