Terminologie und Prozessmodell im Fokus

Überarbeitet wird derzeit die EN 13306 „Terminology (Begriffe der Instandhaltung)“. Es soll keine grundlegende Änderung in der Definition wesentlicher Instandhaltungsbegriffe erfolgen, sondern einige ausgewählte Begrifflichkeiten modifiziert und damit geschärft werden. Zusätzlich werden aktuelle Instandhaltungsbegriffe neu in die EN 13306 aufgenommen werden.

Ebenfalls überarbeitet wird derzeit die EN 13269 „Guideline on preparation of maintenance contracts“. Deutsche Instandhaltungsexperten haben ihre Änderungs- und Kommentierungswünsche in die europäische Standardisierungsgruppe eingebracht.

Neben Aktualisierungen bestehender Instandhaltungsnormen werden im CEN/TC 319 „Maintenance“ derzeit auch Entwürfe für neue europäische Instandhaltungsnormen erarbeitet. So traf sich eine europäische Expertengruppe in Deutschland zur Entwicklung eines neuen Normentwurfs „Maintenance processes“, in dem ein Prozessmodell für die betriebliche Instandhaltung aufgestellt werden soll. Aufgrund der großen Bedeutung eines solchen Prozessmodells wird derzeit in Deutschland geprüft, weitere deutsche Instandhaltungsexperten in die Erarbeitung dieses Prozessstandards einzubinden.

Auch die Richtlinien des VDI-Fachausschusses „Instandhaltung“ unterliegen ständiger Aktualisierung. So wurde u.a. beschlossen, die VDI Richtlinien VDI 2886 „Benchmarking in der Instandhaltung“ und die VDI 2893 „Kennzahlen in der Instandhaltung“ überarbeiten zu lassen.

Die derzeitigen Diskussionen zur Industrie 4.0 und ihre möglichen Auswirkungen auf die betriebliche Instandhaltung bewog den VDI-Fachausschuss „Instandhaltung“, eine neue Arbeitsgruppe zur IT-Security in der Anlageninstandhaltung einzurichten. Diese wird sich mit den Gefahren und Gegenmaßnahmen zur Datensicherheit in der Instandhaltung beschäftigen.

Interessierte Fachleute können sich noch gerne zur Mitarbeit in dieser neuen Arbeitsgruppe melden.

Kontakt: Prof. Dr. Lennart Brumby, Mail: lennart.brumby@dhbw-mannheim.de