„Risk based inspection framework (RBIF)“ bald verfügbar

Auf internationaler Ebene ist hier der europäische Normungsausschuss CEN/TC 319 „Maintenance“ prägend, in dem auch zahlreiche Instandhaltungsexperten aus Deutschland aktiv sind.

So wurde auf dem letzten Treffen dieses Normungsausschusses im Oktober in Mailand wieder von vielen laufenden Normungsaktivitäten berichtet. Exemplarische seien die Überarbeitung der EN 13269 „Maintenance – Guideline on preparation of maintenance contracts“ oder die Neuentwicklung einer europäischen Norm zum „Risk based inspection framework (RBIF)“ genannt, die kurz vor der Fertigstellung steht. Ebenfalls wird derzeit intensiv an einer neuen europäischen Norm „Maintenance process“ gearbeitet, in der – basierend auf einem französischen Normungsvorschlag – die wesentlichen Prozesse einer Instandhaltungsorganisation mit ihren wechselseitigen Beziehungen detailliert beschrieben werden sollen. Eine deutsche Expertengruppe hat hierzu im Oktober zahlreiche konstruktive Ergänzungsvorschläge erarbeitet, die dann in den europäischen Normungsentwurf größtenteils eingeflossen sind.

Für Deutschland koordiniert der DIN Arbeitsausschuss „Instandhaltung“, der als deutsches Spiegelgremium zum CEN/TC 319 „Maintenance“ agiert, die Normungsarbeit. Hier werden die Grundlagennormen zur Instandhaltung bestimmt, die für eine Reihe unterschiedlicher Maschinen oder Anlagen in Deutschland anwendbar sind. Ferner nominiert der DIN Arbeitsausschuss „Instandhaltung“ ausgewählte Experten in die jeweiligen europäischen Normungsgruppen des CEN/TC 319 „Maintenance“.

Der Aspekt der Instandhaltung und Instandhaltbarkeit (Maintainability) wird zunehmend auch in der aktuellen Diskussion und Standardisierung zur Industrie 4.0 berücksichtigt. So sind in der im Oktober neu erschienenen Version 2 der „Normungsroadmap Industrie 4.0“ auch wesentliche Anforderungen zur Maintainability der zukünftigen I4.0-Anlagen beschrieben.

Kontakt: Prof. Dr. Lennart Brumby, Mail: lennart.brumby@dhbw-mannheim.de