Ein Cyberangriff traf die Wisag - mit den verantwortlichen Verbrechern gab es aber keine Verhandlungen. Auch Lösegeld wurde nicht gezahlt.

Ein Cyberangriff traf die Wisag - mit den verantwortlichen Verbrechern gab es aber keine Verhandlungen. Auch Lösegeld wurde nicht gezahlt. (Bild: Wisag)

Die IT-Systeme des Industriedienstleisters Wisag sind am Donnerstagvormittag, 27. Januar, in Folge eines Cyberangriffs von Außen maßgeblich gestört worden. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Attacke oder gar Zahlungen habe es nicht gegeben. "Die Wisag hat der Aufforderung der Täter nach Kontaktaufnahme und Verhandlungen nicht entsprochen und wird dies auch nicht tun. Die Wisag ist nicht erpressbar und leistet keine Zahlungen an Kriminelle", erklärte Vorstand Michael C. Wisser.

Die zuständigen Behörden seien eingeschaltet, um die Täter zu ermitteln. Ob und welche Daten von Servers der Wisag gegebenenfalls kopiert worden sind, ist Teil der laufenden Untersuchungen, hieß es aus der Frankfurter Zentrale.

Die unternehmenseigenen IT-Experten hättem am Donnerstag nach Bekanntwerden des Angriffs alle Systeme des Konzerns offline genommen. Die Notfallpläne hätten gegriffen, der operative Betrieb wurde sofort auf Ersatzsysteme umgestellt. Maßgebliche Störungen in den Betriebsabläufen waren laut der Mitteilung nicht zu verzeichnen.

Man bedaure, dass insbesondere die Kommunikation für Kunden, Mitarbeitende und Geschäftspartner in den Tagen nach der Attacke nur sehr eingeschränkt möglich war. Bei vielen internen Geschäftsabläufen wie Abrechnungssystemen kam es aus Sicherheitsgründen zu Verzögerungen.

Alle wesentlichen Funktionen konnten mittlerweile wiederhergestellt werden, teilte das Unternehmen mit. Die IT-Experten arbeiteten weiter mit Hochdruck an einer vollständigen Entstörung. Geprüfte Systeme gingen so schnell wie möglich und schrittweise wieder ans Netz. Das Mailsystem der Wisag stehe in großen Teilen wieder zur Verfügung, hieß es am Dienstag, 01. Februar. Es sei weiterhin vereinzelt mit Einschränkungen in der Systemverfügbarkeit zu rechnen.

Über die Ursachen und Auswirkungen des Vorfalls könne man zu diesem Zeitpunkt – auch mit Blick auf die laufenden Ermittlungen – noch keine weiteren Aussagen treffen. Das gesicherte Wiederhochfahren der Systeme hat allerhöchste Priorität.

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