In.Stand-Team, Bernd Autenrieth, Sebastian Schmid, Yannik Stäbler, Wolfram Huonker

Das In.Stand-Team (v.r.): Bernd Autenrieth (Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung), Sebastian Schmid (Abteilungsleiter Technologie), Yannik Stäbler (Projektreferent) und Wolfram Huonker (Teamleiter Kommunikation). - Bild: Messe Stuttgart

| von Stefan Weinzierl
Aktualisiert am: 24. Mai. 2019

Messe In.Stand

  • 23.10. – 24.10.2019
  • Branchen:  Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug- und Automobilbau, Zuliefererindustrie, Metallerzeugung und -bearbeitung, Kunst­stoff­erzeugung und -bearbeitung, Luft- und Raumfahrttechnik, Prozessindustrie (Chemie, Pharmazie, Food), Elektrotechnik (Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Medizintechnik), Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Wasserversorgung, Wasserkraft und Kläranlagen, Energieversorgungsunternehmen
  • www.messe-stuttgart.de/in-stand

Instandhaltung: Die Messe Stuttgart nimmt mit der In.Stand einen neuen Anlauf, eine Instandhaltungs-Messe im Kernland des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus zu etablieren. Andere Veranstaltungen dieser Art im Süden der Republik sind in der Vergangenheit gescheitert. Warum wagen Sie den Neuanfang?

Yannik Stäbler: „Wir sind der Überzeugung, dass für den Süden eine Messe beziehungsweise eine Plattform zu diesen Themen Instandhaltung und Services wichtig ist. Dies haben die Gespräche mit der Branche letztlich bestätigt. In dieser starken Wirtschaftsregion ist es zwingend erforderlich über die Zukunftsthemen und Trends in diesen Bereichen aufzuklären und hier Aussteller und Besucher zu vernetzen. Der Instandhalter und der Serviceingenieur benötigen 'Anlaufstellen', in Form einer Messe, die Produkte und Lösungen aufzeigen. Diese sollen den Alltag zum Beispiel an der Maschine verbessern und den möglichen Stillstand einer Anlage verhindern. Wir wollen gemeinsam mit der Branche die In.Stand entwickeln

All diese Aspekte haben uns dazu bewogen, einen Neuanfang als Eigenveranstalter zu wagen. Es freut uns sehr, dass wir durch das Angebot einer neuen Messe auf eine hohe Nachfrage treffen.

Wir möchten diese Chance nutzen eine Veranstaltung zu platzieren, die den Anforderungen und Ansprüchen von Besuchern als auch von Ausstellern gerecht wird. Mit unseren Multiplikatoren, Partnern und Verbänden an der Seite, sind wir der festen Überzeugung eine nachhaltige und damit zukunftsorientierte Messe gestalten zu können.“

Instandhaltung: Wo liegt der Fokus der Messe?

Stäbler: „Der Fokus der neuen Messe für Instandhalter liegt auf drei Kernbereichen: Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug- und Automobilbau sowie der Zulieferindustrie, da diese Branchen in Süddeutschland stark vertreten sind.

Auf der In.Stand werden industrielle Dienstleistungen von spezialisierten Serviceunternehmen sowie internen Wartungs- und Instandhaltungsorganisationen abgebildet. Das Portfolio reicht dabei von Consulting und Finanzierung, über Integration und Training, bis hin zu Wartung und Rückbau oder Recycling. Die Funktion der In.Stand soll eine Art 'networking-place' beziehungsweise Branchengipfel für die Instandhaltung und Services werden.“

Die Macher der In.Stand hoffen auf volle Hallen
Die Macher der In.Stand hoffen auf volle Hallen. - Bild: Messe Stuttgart

Instandhaltung: An wen wendet sich die In.Stand und warum?

Stäbler: „Die Messe wendet sich an Instandhaltungs-, Wartungs- und Inspektionsleiter, Werks- und Fertigungsleiter, Leiter Service und Service-Vertrieb, die Leiter von Service Business Development sowie Einkaufs- und Beschaffungsleiter, die Leiter Anlagenplanung und -wirtschaft, Instandhaltungs-, Sicherheits- und Serviceingenieure sowie Betriebstechniker. Sprich alle, die die Prozesse der Instandhaltung und dem Service begleiten.

Der Süden Deutschlands steht für die Themenschwerpunkte Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug- und Automobilbau und die Zulieferindustrie. Deshalb gibt es hier auch potentielle Fachkräfte und Mitarbeiter in diesen Sektoren, die über die Neuheiten am Markt und Herausforderungen der Branche informiert werden müssen. Die In.Stand als möglicher 'Branchengipfel' soll für diese Besuchergruppen eine Plattform bieten."

Instandhaltung: Was ist das Besondere an dem Konzept der Messe?

Stäbler: „Networking und Wissensaustausch stehen im Fokus. Damit ist eine Plattform gemeint, die Instandhalter, Techniker, Maschinenbauer, Mechatroniker und Servicedienstleister vernetzt. Die Themengebiete Instandhaltung und Services werden in Zukunft immer enger miteinander verbunden. Zumindest nähern sie sich immer mehr an und überschneiden sich sogar. Unter dem Motto: Mehr Technologie, mehr Wissen, mehr Netzwerk soll die Erstveranstaltung stattfinden.

Die In.Stand vereint Retrofit, also Schraubenschlüssel und Schmiermittel, mit Digitalisierung, also Augmented-Reality und Smart Maintenance.“

Instandhaltung: Warum ist Stuttgart der richtige Standort für die Messe?

Stäbler: „Die Messe Stuttgart vereint fachliche Kompetenz mit einer hochmodernen Infrastruktur. Das Messe- und Kongresszentrum am Stuttgarter Flughafen ist idealer Standort für zukunftsweisende Ideen und Technologien. Speziell drei Gründe sind hier zu nennen: Qualifizierte Kontakte aus sämtlichen Branchen, Mitten im starken Wirtschaftsstandort Süddeutschland mit starken, marktführenden Unternehmen sowie Ideale Verkehrsanbindung und hochmoderne Infrastruktur. Das Messegelände bietet ideale Bedingungen eine Messe zu platzieren, die potential zum Wachstum hat.“

Das Messegelände Stuttgart
Das Messegelände Stuttgart. - Bild: Messe Stuttgart

Instandhaltung: Soll die Veranstaltung auch eine Art Netzwerk-Treffen der Instandhalter-Community sein?

Stäbler: „Auf jeden Fall! Wir planen über eine Wohlfühlatmosphäre einen spannenden, informativen und vernetzten Branchentreff umzusetzen. Durch die Multisensualität wird der Besucher, die Instandhalter-Community und die Service-Community, mit neuen Produkten und Lösungen erfahren und sich somit weiterbilden.“

Instandhaltung: Die In.Stand ist nicht die einzige Messe, die sich an die Instandhalter wendet. Soll sie ein regionales Gegengewicht zur Maintenance in Dortmund sein, also Süden vs. Norden?

Stäbler: „Süden vs. Norden klingt in diesem Zusammenhang zu negativ. Klar ist, dass wir im Süden einen anderen Branchenschwerpunkt haben und sich beide Veranstaltungen wunderbar ergänzen können.

Da bei der Maintenance andere Schwerpunkte liegen – Stichwort: Chemieindustrie - glauben wir dass sich die Messen in Ihren Themengebieten eher ergänzen, anstatt direkte Wettbewerber zu sein.“

Instandhaltung: Gibt es neben der eigentlichen Messe und den Foren weitere Events rund um die In.Stand?

Stäbler: „Im Rahmenprogramm finden Vorträge zu aktuellen Trends wie Predictive (Smart) Maintenance und Industrie 4.0 Showcases statt. Guided Tours verschaffen einen kompakten Überblick über das präsentierte Portfolio. Beim In.Stand Networkingabend können Aussteller und Besucher Ihre Kontakte pflegen und vertiefen. Auch parallel sind neue Formate wie Expertenrunden/Diskussionen und Barcamps unser Seminarriegel oberhalb der Messe bietet hierfür optimale Rückzugsmöglichkeiten.“