Statistisches Bundesamt in Wiesbaden

Laut dem Statistischen Bundesamt (im Bild der Sitz des Amtes in Wiesbaden) sind die Arbeitskosten in Deutschland im Jahr 2018 gestiegen. - Bild: Destatis

| von Stefan Weinzierl
Aktualisiert am: 24. Mai. 2019

Wie das Amt mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im vierten Quartal 2018 zum Vorjahreszeitraum kalenderbereinigt um zwei Prozent. Die Arbeitskosten gingen im Vergleich saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent zurück. Laut Destatis war dies der erste Rückgang der Arbeitskosten seit dem 2. Quartal 2016. Grund hierfür sei ein vergleichsweise geringer Krankenstand im 4. Quartal 2018, der die Zahl der geleisteten Stunden erhöht hat. Dadurch verringerten sich die Lohnnebenkosten saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem sogar um 1,6 Prozent, bei einem Anstieg der Kosten für Bruttoverdienste um 0,3 Prozent.

Auch interessant: Multidienstleistungen als Gamechanger im Industrieservice

Arbeitskosten in der EU steigen um 2,8 Prozent

Im dritten Quartal 2018 haben sich die Arbeitskosten in allen EU-Mitgliedsstaaten verändert. Demnach verteuerte sich eine Stunde Arbeit in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 2,4 Prozent. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum mit 2,8 Prozent klar über dem Wert für Deutschland.

Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Lettland (+13,9 Prozent), Rumänien (+10,4 Prozent) und Litauen (+10,3 Prozent) auf, allesamt Länder mit Arbeitskostenniveaus unterhalb von 10 Euro. Im Vergleich dazu lag der EU-Durchschnitt im Jahr 2017 bei 26,30 Euro.

Auch interessant: Verfügbarkeit und Leistung absichern

Deutschland kam mit 34,20 Euro Arbeitskosten je geleistete Stunde auf Rang sechs. Den niedrigsten Anstieg der Arbeitskosten gab es in Malta (+0,9 Prozent) und Slowenien (+1,1 Prozent). Im Nachbarland Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit +3,1 Prozent höher aus als in Deutschland.

Dem internationalen Vergleich mit anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) liegt der Bereich des Produzierenden Gewerbes und der wirtschaftlichen Dienstleistungen zugrunde. Hierbei sind unter anderem der öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen nicht enthalten.

Destatis

Auch interessant: Inklusion 4.0 schafft Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap