Messgeräte

Messen mit Sicherheit

Durchflüsse sind neben den klassischen physikalischen Größen wie Druck oder Temperatur eine der wichtigsten Kenngrößen zur Steuerung von Prozessen in der Industrie, aber auch für die Produktionsabrechnung und Qualitätskontrolle. Deshalb ist die Messgenauigkeit hier sehr wichtig.

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Neu bei Infracor: Masterstation zur Kalibrierung von Durchflussmessern bis 450 m³/h.

Durchflussmessungen werden, je nach Anwendungsbereich, unter unterschiedlichen Aspekten ausgeführt. So erfordern etwa abrechnungsrelevante Messungen ohne Spitzenlastverrechnungen die zeitunabhängige Erfassung von Mengen. Zur Regelungen in Fließprozessen oder bei der Ermittlung von Abnahmespitzen hingegen macht sich bevorzugt die Bestimmung von Volumen oder Masse pro Zeiteinheit, erforderlich. Mengenerfassungen und Durchflussmessungen sind besonders wichtig im Abrechnungswesen und bei der Qualitätssicherung, aber auch bei der Prozessführung. Die Messergebnisse müssen auch dort oft sehr genau sein, denn richtige Dosierung setzt eine richtige Messwerterfassung voraus.
Verschleiß, Drift elektrischer Bauteile oder Verschmutzungen im Messsystem können die Messwerte verfälschen. Regelmäßige Kalibrierungen machen derartige Ungenauigkeiten sichtbar und, wenn über mehrere Jahre ausgewertet wird, auch das Langzeitverhalten des Messgerätes transparent. Die zunehmende Wichtigkeit von  Kalibrierungen in der Prozessindustrie hat Infracor dazu veranlasst, ihren Service in diesem Bereich weiter auszubauen. An zehn Kalibrierständen  können jetzt Durchflüsse von 0,1 ml/min bis 450 m³/h erzeugt und gemessen werden, was folgende Kalibriermöglichkeiten ergibt:

  • Kalibriermedium Wasser: Messbereich: 0,1 ml/min bis 20 ml/ min, Nennweite wird an den Prüfling angepasst, Messbereich: 0,005 m³/h bis 450 m³/h, Nennweite DN 6 bis DN  200
  • Kalibriermedium Gas: Messbereich: 5 ml/min bis 10 000 ml/ min, Die Nennweite wird an den Prüfling angepasst, Messbereich: 0,4 m³/h bis 60 m³/h, Nennweite DN 6 bis DN 50

Kalibrieren bedeutet, die Werte des Kalibriergegenstandes mit denen eines Normals zu vergleichen. Abweichungen werden festgestellt und dokumentiert. Das nationale Normal für Flüssigkeitsdurchfluss in Deutschland ist das hydrostatische Prüffeld bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Die rückgeführten Geräte sind hochgenaue Massemesser die über Transfernormale mit der PTB bzw. DKD/DAkkS-Kalibrierstellen verglichen werden. Die Anbindung der Mastergeräte erfolgt über den direkten Vergleich oder mit ,Transfernormalen‘, die zwischen den Prüfständen ausgetauscht werden. Man bezeichnet diese Vorgehen als Ringvergleich. Die Kalibrierung erfolgt entweder nach dem Wägeverfahren oder nach dem Masterverfahren.
Beim Wägeverfahren wird eine Flüssigkeit durch den als ,Prüfling‘ bezeichneten Kalibriergegenstand in einen Wägebehälter gefahren und dann die vom Prüfling angezeigte Menge mit dem Wägeergebnis verglichen. Die rückgeführten Normale sind Waagen mit geeichte bzw. DKD/DAkkS-kalibrierte Gewichtssätze. Der wichtigste Vorteil dieses Verfahrens besteht in seiner hohen Genauigkeit. Die Rückführung über die Gewichte ist zudem sehr langzeitstabil und lässt sich jederzeit kurzfristig realisieren.
Je größer der Durchfluss jedoch wird, desto größer muss der Wägebehälter sein. Durchflussmessgeräte über 80 t/h lassen sich über die vorhandenen Behälter nicht mehr kalibrieren. Deshalb wird in diesem Bereich bevorzugt das Masterverfahren eingesetzt. Aus einen Vorratsbehälter wird dabei  die Flüssigkeit durch das Bezugsnormal und den Kalibriergegenstand in Reihe gefahren. Die rückgeführten Geräte sind hochgenaue Massemesser die über Transfernormale mit der PTB bzw. DKD/DAkkS-Kalibrierstellen verglichen werden.
Der Vorteil besteht hier darin, dass keinen großen Wägebehälter benötigt werden. Auch lassen sich größere Durchflüsse und längere Kalibrierphasen realisieren. Allerdings werden sehr teure Mastergeräte benötigt, die aus Plausibilitätsgründen mindesten in doppelter Ausführung vorhanden sein müssen. Auch ist die Rückführung wesentlich aufwendiger, denn sie erfolgt über Transfernormale mit der PTB. Die Genauigkeit ist nicht ganz so hoch wie beim Wägeverfahren.
Erfolgen jedoch Einstellungen und Abgleiche am Gerät, um diese Abweichungen zu eliminieren, so wird dies als Justage bezeichnet, die bei moderneren Geräten oft mit Hilfe einer Software erfolgt. Bei älteren Geräten, etwa Ovalradzählern, werden entsprechende Zahnräder ersetzt, um wieder die richtige Anzeige zu erhalten.
Aber so mannigfaltig die  Möglichkeiten auch sind, manchmal ist auch eine Justage nicht mehr machbar, weil das Gerät defekt ist. Die Infracor unterhält deshalb ein umfangreiches Lager mit Ersatzteilen.
Sollte eine Reparatur gar nicht mehr möglich oder zu aufwändig sein, so  können auch umgehend und in direkter Abstimmung mit dem Kunden Beratung und Neubeschaffungsmöglichkeiten eröffnet werden.
Um verschleißbedingte Gerätedefekte zu vermeiden, sollten bereits bei der Beschaffung Messaufgabe und Messgerät aufeinander abgestimmt werden. Deshalb unterstützt der Dienstleister bei Bedarf auch bei der Anlagen- und Messstellenplanung.

Dietmar Slaby

Kontakt: Infracor, Tel.: 02365 49 2867, Email: kundencenter.technik@infracor.de, www.infracor.de

Weiterführende Informationen zum webcode 5605:

Vergleich Wäge- Masterverfahren bei Durchflusskalibrierungen (PDF)

 
 
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