Schneller, besser, effizienter

Da sind hilfreiche Tools sehr willkommen Wer sich nicht nur auf das gute Improvisationstalent seiner Mitarbeiter und Dienstleister verlassen möchte, kommt um detaillierte Planungen im Vorfeld nicht herum, auch wenn das einen hohen Zeitaufwand bedeutet Die Bewertung und Planung eines Stillstands lässt sich jedoch mithilfe einer Datenbanklösung deutlich vereinfachen Die einmal gespeicherten Daten stehen dann auch für andere Stillstände zur Verfügung sich nicht nur auf das gute Improvisationstalent seiner Mitarbeiter und Dienstleister verlassen möchte, kommt um detaillierte Planungen im Vorfeld nicht herum, auch wenn das einen hohen Zeitaufwand bedeutet. Die Bewertung und Planung eines Stillstands lässt sich jedoch mithilfe einer Datenbanklösung deutlich vereinfachen. Die einmal gespeicherten Daten stehen dann auch für andere Stillstände zur Verfügung.

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Gute Anlagenkenntnisse: Mitarbeiter von Infraserv Knapsack vor Ort.

Der PVC-Hersteller Vinnolit nutzte in seiner Vinylchlorid-Anlage im Chemiepark Knapsack eine solche Software. Bereits beim Stillstand in 2009 hatte das Unternehmen eine Vielzahl anlagenspezifischer Daten in Zusammenarbeit mit dem dortigen Industriedienstleister InfraServ Knapsack in einer von diesem entwickelten Datenbank erfasst. Hierzu gehören genaue Angaben zu Schraubengrößen oder Dichtungen mit Angabe ihres Standorts in der Anlage. „Wir können so jede einzelne Anlagenkomponente bis ins Detail mit den erforderlichen Gewerken und Arbeitsvorgängen abbilden“, sagt Rainer Betzin, Leiter Instandhaltungs- und Montagemanagement bei InfraServ Knapsack. „Außerdem lässt sich damit der Personalbedarf und die benötigte Zeit genau kalkulieren und dokumentieren.“
Inzwischen nutzt Vinnolit die Datenbank dauerhaft für den eigenen Bedarf. „Obwohl wir erst etwas mehr als die Hälfte der Anlage in die Datenbank integriert haben, hat sich die Stillstandsplanung deutlich vereinfacht“, stellt Klaus-Dieter Kripp, Leiter EMSR- und Verfahrenstechnik für die Vinylchlorid-Anlage von Vinnolit, fest. „Unser Ziel ist es, alle Behälter zu erfassen und unsere Planungskosten dann noch einmal signifikant zu senken.“

Die Datenbank ist auch im Vorfeld eines Stillstands nützlich

Mithilfe der Datenbank erstellte der PVC-Hersteller auch die Ausschreibung der diesjährigen Stillstandsarbeiten. Die dabei erreichte  Genauigkeit bis ins Detail erlaubte es, die Angebote direkt zu vergleichen. Betzin: „Wir sind überzeugt, dass sich die Kosten für die Planung und Abwicklung von Stillständen verglichen mit der herkömmlichen Planung  mithilfe unserer Datenbanklösung deutlich reduzieren lassen.“
Den Zuschlag für die weitere Planung, Koordination und die gesamte Abwicklung zum Festpreis erhielt ebenfalls InfraServ Knapsack. Dieses Festpreismodell sorgt für deutlich mehr Planungssicherheit beim Auftraggeber, denn jetzt übernimmt der Auftragnehmer die Arbeiten auf Basis eines Leistungsverzeichnisses. Bei Vinnolit lagen die benötigten Daten für etwa 1 000 Abstellpunkte bereits in der Datenbank vor und mussten nur noch aktualisiert werden.
Im Auftrag des Unternehmens erstellte InfraServ Knapsack im Anschluss auch die Detail- und Ablaufplanung. Hier werden in Abstimmung mit dem Betrieb beispielsweise die Anzahl der Handwerker für die einzelnen Gewerke sowie die jeweiligen Arbeitszeiträume festgelegt. „Ziel ist es, Beschäftigungsspitzen zu vermeiden, um möglichst koordinierte Stillstandsarbeiten zu gewährleisten“, so Andreas Breitbach, Instandhaltungs- und Montagemanager bei InfraServ Knapsack.
Im März begann die heiße Phase: der Start des Revisionsstillstands. Wie in der chemischen Industrie üblich, wurde auf die Sicherheit aller Beteiligten und der Umwelt besonders großer Wert gelegt. InfraServ Knapsack war in dieser Zeit durchgängig mit einem erfahrenen Projektleiter vor Ort. Dieser verfügt über umfassendes Know-how unterschiedlicher Anlagentypen und Verfahren und hält engen Kontakt mit der Technik, den Betriebsmeistern und Schichtführern. Hinzu kamen anlagenkundige Fachhandwerker in Schlüsselpositionen der Schwermontage oder der Elektro-, Mess- und Regeltechnik.
Mithilfe der eigenen Fachwerkstätten vor Ort war der Industriedienstleiser in der Lage, auch unplanmäßige Arbeiten kurzfristig zu erledigen. Dieser Aspekt ist auch für Kripp besonders wichtig, denn oft fallen Entscheidungen über kürzere Stillstände am Wochenende, und dann werden Fachkräfte mit Spezialkenntnissen, etwa im Bereich Armaturen, benötigt.
Bereits während des Stillstands erfassten und analysierten die Projektbeteiligten die ausgeführten Änderungen an der Anlage in regelmäßigen Treffen, um sie in die Anlagendokumentation aufzunehmen und falls nötig in der Datenbank zu ergänzen. „Denn je mehr komponentenspezifische Details und anlagenspezifisches Wissen in einer Dokumentation oder Datenbank aufgeführt sind, desto wirtschaftlicher lassen sich künftige Stillstände abwickeln“,  lautet eine Erfahrung, die   Breitbach bereits gewonnen hat.

Kontakt:
InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, Tel.: 02233 48-6547, Email: heinz-wilhelm.loeven@infraserv-knapsack.de, www.infraserv-knapsack.de