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A+A

Fashion im Alltag

am 19.10.2015 um 13:00 Uhr

Für die Workwear zeichnet sich derzeit der Trend ab, dass sie emotionale Botschaften zu senden hat. Funktion bleibt dabei wichtig, aber moderne Workwear muss auch cool aussehen. 60 Unternehmen mit diesem Schwerpunkt sind Aussteller auf der A+A vom 27. – 30.10.2015 in Düsseldorf. Sie sollte begehrlich sein – und zwar entkoppelt vom Einsatzgebiet. „Während das Design immer weiter in den Fokus rückt, wird der Preis sekundär“, so die Erfahrung von Joachim Geyer, Firma Kübler in Plüdershausen.

Berufsbekleidung wird also modischer, der angesagten Outdoor-Kleidung immer ähnlicher. Und laut CWS-boco erkennen immer mehr auch kleine und mittlere Unternehmen die Notwendigkeit von Berufskleidung. Werner Münnich von CWS-boco meint: „Es geht dabei vor allem um den professionellen, einheitlichen Auftritt der Mitarbeiter gegenüber dem Kunden und der Öffentlichkeit. So wird Kompetenz vermittelt.“

Workwear fashion

Workwear fashion: Aktuelle Kollektionen sind auch zu sehen in der A+A Fashion Show in Halle 11 (mit messe­täglichen Shows).

„Stylische, mehrfarbige Bekleidungsteile sind im Trend“, erklärt Joachim Geyer (Kübler) und verweist aber darauf, dass jede Branche ihr eigenes Selbstverständnis habe und damit durch individuelle Entwicklungen geprägt sei. Damit nicht genug. Wichtig sei auch die Durchgängigkeit – das heißt Shorts im Sommer und Wetterjacken im Winter – natürlich alles farblich und optisch aufeinander abgestimmt. Bei Wetterbekleidung gelte „Workwear meets Leisurewear“ – wie zum Beispiel Strickjacken und/oder Fleece-Softshelljacken, die absolut freizeittauglich sind.

Bei allen modischen Trends und Entwicklungen hin zu mehr Emotionalisierung, nimmt auch die Bedeutung von Schutzkleidung zu. Für immer mehr berufliche Tätigkeiten müssen die Arbeitnehmer Persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen. Persönliche Schutzausrüstung unterliegt strikten Normen, die EU-weit einheitlich geregelt sind.

Aber es sind auch „Feinheiten“, die die neue Generation von Corporate Fashion ausmachen. Durch neue Bindungsarten wie beispielsweise dem „Kübler Ripstop-Gewebe“ sind dünnere Materialien heute teilweise sogar strapazierfähiger als herkömmliche. Schnitttechnische Details sind etwa eine verlängerte Jacke sowie Hosen, die hinten höher geschnitten sind, für Anwender, die oft im Knien arbeiten müssen.

Best Practices

Business Social Compliance Initiative (BSCI)
CWS boco und Kübler sind Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI). Das ist eine Non-Profit-Organisation, deren Ziel es ist, sozial verantwortungsvolles Handeln in den weltweiten Zulieferketten europäischer Wirtschaftsunternehmen sicherzustellen und kontinuierlich zu verbessern. In der Regel sind die Produkte von Berufsbekleidungsherstellern zudem schadstoffgeprüft und häufig nach dem „Oeko-Tex“-Standard 100 zertifiziert.
Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, die soziale Leistung von Zulieferern zu verbessern. Dies führt zu Best Practices wie der SA8000®-Zertifizierung oder ähnlichen Systemen und schafft dadurch Arbeitsbedingungen mit verbesserter Nachhaltigkeit in Fabriken. Unsere erfahrenen Auditoren sind umfassend qualifiziert, durch Social Accountability International (SAI) Trainingsprogramm, um Ihr Unternehmen bei der Erreichung einer BSCI-Zertifizierung zu unterstützen.

Generell ist Warnschutz ein wichtiges Thema. So haben Kwintet, Helly Hansen und andere Workwear-Spezialisten Warnschutz-Linien auf dem Markt etabliert. Die Modelle reichen von Westen über Parkas und Warnschutzpilotenjacken bis hin zu Bund- und Latzhosen.

Zur neuen Leichtigkeit und zum Warnschutz kommen noch andere Features. Multinorm zum Beispiel, d. h. mit einem Bekleidungseinsatz möglichst viele Gefahren abzudecken (z. B. Schutz vor Feuer, Chemikalien, Hitze und/oder Störlichtbögen). Was in manchen Branchen als Schutz gefordert ist (hierbei handelt es sich um Persönliche Schutzausrüstung „PSA“,  die der Arbeitgeber stellen muss), gilt in anderen Branchen als „add on“. Es wird gerne genommen, muss aber nicht unbedingt zertifiziert sein, so dass ein Kauf auch in kleineren Losgrößen bzw. als Einzelanschaffung finanziell nicht übertrieben ist.

Bei Kübler beispielsweise gibt es die Bekleidungsserie „Safe­ty X“ mit bis zu acht Normen, die im Baukastensystem angeboten werden. Auch Bardusch ist erfolgreich mit seinem „work&protect“ Bekleidungskonzept, das eine optisch durchgängige Kombination aus Workwear und PSA darstellt.

Nachhaltigkeit und „value added services“

Kaum einer ist der arbeitenden Bevölkerung, ihrem Schutz und Wohlbefinden näher als die Hersteller von Workwear. So scheint es nur natürlich, dass Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Kwintet beispielsweise hat sich als erster Arbeitsbekleidungs-Spezialist der FairWear Foundation angeschlossen. Die FairWear Foundation steht für Sozialstandards, die auf Offenheit und Transparenz basieren. Dazu gehören u. a. faire Bezahlung, Verbot von Kinderarbeit, Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen.

Eine Selbstverständlichkeit sind bei hochwertigen Anbietern auch die Services zum Produkt. Typische Leistungen umfassen nach Art eines Baukastensystems Sonderanfertigungen kompletter Corporate Fashion, diverse Näh- und Patchservices, Dienstleistungen zu Stickemblemen, Direkteinstickungen, Namensemblemen oder auch Reflexaufbringungen.

Und was wird den Markt in Zukunft bewegen? „Nachhaltigkeit und Multifunktionalität“, sagt Thomas Lange, Geschäftsführer von GermanFashion und Mitglied im Messebeirat der A+A. „Nanotechologie wird ein Thema sein“, glaubt Joachim Geyer (Kübler). Industriewäschetauglichkeit bleibt wichtig. „Und natürlich wird das Internet die Vertriebswege der Zukunft noch stärker verändern“, so Harald Goost (BP).

Kontakt:   
CWS BOCO
www.cws-boco.de

Paul H. Kübler Bekleidungswerk
www.kuebler.eu

Kwintet
www.kansas-fristads.de

Helly Hansen workwear
www.hhworkwear.de

 
 
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