skf_solution_factory

SKF Solution Factory: Ziel ist es, die Wissensressourcen verfügbar und praktisch nutzbar zu machen.

skf_solution_factory

SKF Solution Factory: Ziel ist es, die Wissensressourcen verfügbar und praktisch nutzbar zu machen.

In Zeiten dünner Margen muss die Produktion rund um die Uhr möglichst reibungslos laufen. Deshalb betrachtet SKF die Instandhaltung als Wertschöpfungsprozess. Doch wie lässt sich dieser Prozess möglichst gewinnbringend aufsetzen? Die Grundlage für eine solche Implementierung bildet die Anlagen-Effizienz-Optimierung (AEO = Asset Efficiency Optimization). Der AEO-Prozess besteht insgesamt aus vier Phasen. Für jede dieser Phasen hat SKF Beratungsservices entwickelt sowie Hardware und Software im Angebot.

 

  • Die strategische Phase. Sie richtet sich an den jeweiligen Geschäftszielen des Kunden aus. Die grundlegende Strategie wird hier entwickelt bzw. optimiert oder angepasst.
  • Die Identifikations- bzw. Konzeptionsphase. Hier wird definiert, welche Informationen gesammelt und weiterverarbeitet werden müssen, um die richtigen Schlüsse für die weiteren Tätigkeiten abzuleiten.
  • Die Planungs- und Steuerungsphase. Hier werden die konkreten Instandhaltungstätigkeiten geplant – also wann sie durchgeführt werden, wer sie übernimmt und wie sie konkret aussehen. Berücksichtigt werden dabei natürlich auch die Kernbestandteile der Instandhaltung. Hierzu gehören beispielsweise die Ersatzteilbeschaffung, das Management sowie aktuelle Gegebenheiten und Entwicklungen in der Produktion.
  • Die Durchführungsphase. Jetzt werden die geplanten Maßnahmen und Tätigkeiten umgesetzt. Jede der vier Phasen ist für eine korrekte und effiziente Instandhaltung ausschlaggebend. Der Grundstein für alle nachfolgenden Schritte wird allerdings während der strategischen Phase gelegt.

Eine typische Ausgangssituation könnte wie folgt aussehen: Ein Kunde tritt an SKF heran, weil er seine Instandhaltung an geänderte Betriebsanforderungen (beispielsweise erhöhte Produktionsgeschwindigkeiten oder reduzierte Instandhaltungs-kosten) anpassen möchte. Zunächst wird nun anhand des AEO-Prozesses ein möglicher Weg für Optimierungen aufgezeigt und dann mittels Potenzialanalyse eine Beurteilung der Ist-Situation der Instandhaltung vorgenommen. Nicht alle Bestandteile einer Anlage bergen ein gleich hohes Risiko, was mögliche Ausfallwahrscheinlichkeiten bzw. -konsequenzen betrifft. Deshalb werden durch eine Kritikalitätsanalyse die wirklich maßgeblichen Anlagenteile ermittelt.

An diesen Anlagenteilen erfolgt schließlich eine RCM-Analyse (Reliability Centered Maintenance – zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung). Dabei werden alle möglichen Funktionen, Funktionsstörungen mit ihren Ursachen sowie die

anlagen_effizienz_optimierung

Der Wertschöpfungsprozess der SKF Anlageneffizienz-Optimierung
Der Prozess der Anlagen-Effizienz-Optimierung wird vom SKF Beratungsservice, unterlegt mit Know-how der Solution Factory, begleitet und mit Hardware und Software ausgestaltet.

daraus resultierenden Auswirkungen untersucht. Die hieraus gewonnenen Analyseergebnisse dienen anschließend dazu, mit ihrer Hilfe sinnvolle Gegenmaßnahmen zu definieren. Die Analyse hat somit letztendlich den Zweck, die richtige Instandhaltungsstrategie auf Anlagenebene zu erarbeiten.

Dabei sieht die RCM-Methode nicht nur eine einzelne Strategie für die Instandhaltung vor, sondern einen Mix aus unterschiedlichen Strategien, die sich an den einzelnen Anlagenteilen ausrichten. So können daraus beispielsweise auch Strate­gien abgeleitet werden, die die Anlagenbediener in die Instandhaltungsaufgaben integrieren. In erster Linie sollen die Bediener hierbei Inspektionsaufgaben wahrnehmen, aber auch kleinere Reparaturen selbst durchführen. Diese Integration der Anlagenbediener nennt sich ODR (Operator Driven Reliability – bedienergestützte Zuverlässigkeit).

 

Eine gemeinsame Sprache sprechen

Jeder Kunde stellt natürlich individuelle Ansprüche und Forderungen. „SKF hat zwar eine standardisierte Methodik entwickelt, aber letztlich dient diese dazu, die theoretischen Ansätze präzise auf die individuellen Kundenbedürfnisse zuzuschneiden“, so SKF Instandhaltungsexperte Benjamin Pfannes. Dabei steht zunächst vor allem der Wissenstransfer zwischen den Kundenmitarbeitern und den SKF Experten im Vordergrund. Um eine erfolgreiche Strategie entwickeln und letztendlich umsetzen zu können, ist es unumgänglich, den Kunden zu verstehen, also „seine Sprache zu sprechen“. Dazu werden zur Kritikalitäts- und RCM-Analyse hierarchieübergreifende Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen Funktionseinheiten gebildet. In einzelnen Workshops bearbeiten diese Arbeitsgruppen dann verschiedene Themenfelder.

SKF Solution Factory
Das globale Netzwerk der Experten

Die Solution Factory von SKF setzt ein in der Branche einzigartiges Konzept um, bei dem Kenntnisse und Erfahrungen aus Herstellung und Service des Unternehmens flexibel kombiniert werden. Das Ziel ist es, die Wissensressourcen von SKF zugänglich und – viel entscheidender – nutzbar zu machen.
Die Solution Factory ist ein globales Netzwerk, in dem Fachleute aus sämtlichen SKF Plattformen vertreten sind. Diese Experten entwickeln individuelle Problemlösungen und Serviceleistungen zur Effizienzsteigerung. Dazu gehört also auch die Instandhaltungs-Strategieberatung. Die Solution Factory ist keine Fabrik im herkömmlichen Sinne, sondern eine Innovationsschmiede, in der die SKF Service Division ihr Produkt-, Engineering-, Branchen- und Service Know-how bündelt und anbietet. Das erhöht Zuverlässigkeit und Lebensdauer der betreuten Anlagen. 2010 eröffnete SKF die erste deutsche ,Solution Factory‘ der Service Division in Schweinfurt
www.skfmaintenanceservices.de

Die Ergebnisse dieser Workshops können sich sehen lassen, wie SKF Instandhaltungsexperte Michael Nöth feststellt: „In vielen Projekten ist schon relativ frühzeitig eine positive Veränderung der Kommunikationskultur zwischen den Mitarbeitern des Kunden erkennbar.“ Konkrete Umsetzungsmaßnahmen, wie etwa das Aufstellen neuer oder angepasster Instandhaltungsaufgaben, könnten so zügiger erarbeitet werden. Ein anderes mögliches Resultat dieser Workshops sei

instandhaltungs_strategieberater

Mit viel Erfahrung bei der Sache: Instandhaltungs-Strategieberater von SKF

schließlich die Reduzierung des bisherigen Instandhaltungsaufwandes. Zudem könne dem Kunden aufgezeigt werden, wie sich das vorhandene Optimierungspotenzial letztlich in barer Münze auszahlt. SKF hilft den Kunden zudem nicht nur in der Theorie, sondern auch bei der Implementierung der eigentlichen Maßnahmen vor Ort.
Neben den klassischen „SKF Solution Factory“-Servicetätigkeiten wie beispielsweise Lagermontage, Ausrichten oder Schwingungsmessungen bietet SKF ein breites Hard- und Softwareportfolio an, um Informationserfassung, Arbeitsdurchführung und Kontrolle zu vereinen. Diese Lösungen können zudem nicht nur von der Instandhaltung, sondern auch vom Produktionspersonal genutzt werden. Gerade darin liegt ein besonderer Nutzen, da die Instandhaltung sich so voll und ganz auf ihre Kernaufgaben konzentrieren kann. Es lässt sich festhalten: Ist die richtige Strategie gefunden, steht der Effizienzsteigerung nichts mehr im Weg – „schachmatt“ für ungeplante Stillstände!

Kontakt: SKF GmbH
Tel.: 09721 560
www.skf.com