Neue Studien zur Entwicklung der Instandhaltungsindustrie

Diese Zahl ist ein wichtiges Ergebnis der Forschungsarbeit bei angesehenen Marktforscher Lünendonk Denn bisher waren ähnliche Angaben schwer nachvollziehbar Die Lünendonkstudie aber ist zuverlässig, basiert sie doch auf der Systematischen Auswertung von qualifzierten Fragebögen, von Primärdaten und persönlichen Expertengesprächen Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieser Arbeit ist die Liste der Instandhaltungsdienstleister, die erstmals einen Überblick und ein Ranking der Anbieter in dieser Branche vermittelt Ergebnis der Forschungsarbeit bei angesehenen Marktforscher Lünendonk. Denn bisher waren ähnliche Angaben schwer nachvollziehbar. Die Lünendonkstudie aber ist zuverlässig, basiert sie doch auf der Systematischen Auswertung von qualifzierten Fragebögen, von Primärdaten und persönlichen Expertengesprächen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieser Arbeit ist die Liste der Instandhaltungsdienstleister, die erstmals einen Überblick und ein Ranking der Anbieter in dieser Branche vermittelt.

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Instandhalter: Bedeutung und Entwicklung dieser Branche sind Objekt umfangreicher Untersuchungen.

Wie schwer allein die Auswahl der in diese Studie einzubeziehenden Unternehmen war wird klar, wenn man bedenkt, wie breit das Spektrum der Instandhaltungsarbeiten und -dienstleistungen ist. Die Lünendonk GmbH betrachtet in ihrer Analyse sowohl die Fertigungs- als auch die Prozessindustrie. Unter Instandhaltung wurden die Leistungen verstanden, die nach DIN 31051 erbracht werden: Diagnose, Wartung, Inspektion und Instandsetzung. Nicht wenige Instandhaltungs-Dienstleister bieten darüber hinaus weitere Dienstleistungen an, wie beispielsweise Isolierung, Gerüstbau, Montage oder Gebäudemanagement. Im Hinblick auf die Aussagekraft der Studie wurden jedoch nur Unternehmen in die Lünendonk- Liste aufgenommen, die mehr als 50% Instandhaltungs-Services erbringen. Ausgenommen waren die Maintenance- Einheiten von OEMs (Original Equipment Manufacturer) sowie Kraftwerk- Services. Nichtsdestoweniger gelang es Lünendonk, in der Studie den Umfang, die Leistungsfähigkeit, die derzeitige Situation und die Entwicklungstendenzen der Instandhaltungswirtschaft aufzuzeigen. Dabei werden nicht nur Erwartungen und Pläne der Dienstleister, sondern auch die ihrer Kunden betrachtet. Die Studie erschien Ende 2009, also zu einer Zeit, da sich Ausmaß und Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise bereits klar abzeichneten.

Die derzeitige wirtschaftliche Lage behindert den Erfolg beträchtlich

Wie stark sich die krisenhafte Entwicklung auch in der Instandhaltungswirtschaft bereits ausgewirkt hat, zeigt eine Einschätzung der in der Studie befragten Unternehmen: Die aktuelle wirtschaftliche Situation stellt nach deren Ansicht aktuell den größten Behinderungsfaktor für wirtschaftlichen Erfolg dar.

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Die konkreten Auswirkungen der Krise auf die weitere Entwicklung der Instandhaltungswirtschaft lassen jedoch nur schwer abschätzen. Insgesamt ist der Ausblick, den die Studie in fünf Thesen bietet, aber nicht pessimistisch:

  • Eine Marktkonsolidierung auch im Instandhaltungsmarkt spürbar
  • 2009 gab es große M&A-Aktivitäten, so bei Bilfinger Berger und Wisag.
  • Die Instandhalter blicken derzeit optimistisch in die Zukunft.
  • Die Bedeutung integrierter Services für große OEM wächst.
  • Es bildet sich, wie auch in anderen B2B-Dienstleistungsmärkten, eine starke Spitzengruppe und ein kleinteiliges Folgefeld aus.

In nächster Zeit wird es unumgänglich sein, solche Prognosen zu aktualisieren und iterativ den tatsächlichen Entwicklungen anzugleichen. Gerade zur Lösung dieser komplizierten Aufgabe bietet die Lünendonk-Studie hervorragendes Ausgangsmaterial. Zudem wird auch Lünendonk einen iterativen Prozess durchlaufen und eine Folgestudie 2010 vorlegen.

Die Lünendonk-Studie wird weitergeführt und laufend aktualisiert

Informationen zur Situation und Entwicklung der Instandhaltungswirtschaft liefert auch eine weitere Untersuchung, die ,Studie ,Instandhaltungsindustrie 2010 – Trends und Strategien für Wachstum und Profitabilität‘ von LCM Lück Contzen Management & Consulting. Hier wird aufgezeigt, wie die Instandhaltungsindustrie auf die aktuelle Wirtschaftskrise reagiert hat und mit welchen Strategien und Instrumenten die Unternehmen den künftigen Herausforderungen begegnen. Beteiligt haben sich 49 Unternehmen aus der Instandhaltungsindustrie mit Schwerpunkt des Produktangebots bei Instandhaltungsdienstleistungen, Mess- und Überwachungsleistungen und Reinigungsdienstleistungen.

Die Krise wird sich nach Einschätzung von 60 % der befragten Unternehmen nachhaltig auf die Struktur der Instandhaltungsbranche auswirken. Die Mehrzahl geht trotz der ersten positiven Anzeichen von einer längeren Dauer der Krise bzw. deren Auswirkungen aus, und zwar sowohl für die Branche als auch für das eigene Unternehmen. Dass sich die Branche bereits 2010 weitestgehend von der Krise erholt haben wird, glauben nur 47 % der Befragten. 53 % erwarten eine Branchenerholung erst bis Ende 2011. Für die Erholung des eigenen Unternehmens von den Auswirkungen der Krise fällt die Beurteilung pessimistischer aus. Hier geben 60 % der Befragten an, dass das Ertrags- und Umsatzniveau erst Ende 2011 das Niveau der Zeit vor der Krise erreichern wird.

Dass sie deutlich gestärkt im Vergleich zu ihrem direkten Wettbewerb aus der Krise hervorgehen, glauben 28 % der befragten Unternehmen. Auffällig ist, dass diese Unternehmen bei Umsatz bzw. EBIT für 2009 einen verhältnismäßig geringeren Rückgang prognostizieren. Diese ,Erfolgsunternehmen‘ haben es also verstanden, Umsatz oder EBIT im Jahr 2009 stärker positiv zu beeinflussen, als die anderen Unternehmen. Es stellt sich die Frage, was sie in der Krise anders gemacht haben. Auffällig ist, dass vor allem die Bestandsoptimierung sowie unterschiedliche Aktivitäten im Einkauf deutlich intensiver betrieben wurden. Weiterhin stehen aber auch Maßnahmen zur Transparenzerhöhung und Prävention im Fokus.

Auf der Marktseite wurden der Wettbewerb konzentriert angegriffen, das Produktportfolio bereinigt oder standardisiert und der Lieferflexibilität größere Priorität eingeräumt. Die Teilnehmer der Studie wurden gebeten, mehr als 50 Aspekte und Strategien aus verschiedenen Unternehmensbereichen hinsichtlich ihres Einsatzes als Reaktion auf das neue wirtschaftliche Umfeld und ihre künftige Bedeutung zu beurteilen. Vergleicht man die wichtigsten Maßnahmen, die aktuell eingesetzt werden und die in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden, lässt sich eine deutliche Verschiebung von der Kostenreduzierung hin zu mehr Wachstum, besseren Prozessen und Maßnahmen zur Transparenzerhöhung erkennen.

Kostenreduzierung wird künftig weniger wichtig sein als Wachstum

Die Wichtigkeit von Logistik- und Prozessoptimierung zur Erhöhung des Servicelevels, der Planungsgenauigkeit und der Reduzierung der Lieferzeiten wird offensichtlich. Eher auf mittel- und langfristigen Erfolg ausgelegte und nicht unmittelbar ergebniswirksame Maßnahmen wie Reporting und Controlling, umfassendes Networking, Capital Management, Risikomanagement im Einkauf und die frühzeitige Einbindung des Einkaufs in den Wertschöpfungsprozess sollten intensiviert werden. Frühzeitiges Erkennen von kritischen Entwicklungen im Unternehmensumfeld bilden die Grundlage für profitables Wachstum.

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