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Ausgangspunkt war dabei, dass  der Technische Handel für die Industrie heute der Instandhaltungsdienstleister schlechthin ist – von den 70 % seines Branchenumsatzes, den er mit der Industrie tätigt, gehen 25 % auf die Erstausrüstung, aber 45 % auf die Instandhaltung zurück Der Technische Handel ist häufig der entscheidende Service-Partner vor Ort, ist „Feuerwehr, wenn es brennt“, und er ist Innovationsträger bei technischen Entwicklungen im Instandhaltungsprozess Was bei diesem „Instandhaltungs- und Beratungsspezialisten“ an Dienstleistungen abgerufen wird, reicht von der Bereitstellung von Lagerkapazitäten über die kompetente Produktberatung oder die zeitnahe Beschaffung bis zur Übernahme von ausgegliederten Gesamtleistungen Der Trend zur Verschlankung der Produktionsprozesse und zur Konzentration auf das Kerngeschäft hat in der Industrie schon lange zu einem Trend zum Verzicht auf eigene Lagerhaltung und damit zu einer Verlagerung dieser Dienstleistungsfunktion zu Spezialisten mit traditionell höherer Lagerhaltungs- und Logistikkompetenz geführt Diese Entwicklung hat begonnen, ist aber keineswegs schon beendet Hier hat vor allem der Technische Handel den Ball aufgenommen Das ist nicht nur direkt ein Kostenvorteil, sondern auch indirekt: Im Technischen Handel wird erfasst, welche Produkte sich drehen und welche nur verstauben oder Flugrost ansetzen Er kann so durch permanente Sortimentsoptimierung nicht nur überflüssige Lagerkosten, sondern auch Wertverluste durch überalterte und damit untauglich gewordene Ersatzteile, z B bei Elastomeren vermeiden Freilich ist die intelligente Lagerhaltung nur die eine Seite der Verfügbarkeit Die andere ist die logistische Sinnhaftigkeit Bei Entfernungen von mehr als 100 km wird die schnelle Verfügbarkeit nicht nur rasch unwirtschaftlich, sondern wegen des alltäglichen Verkehrsinfarkts gerade in den industriellen Ballungsgebieten auch schlagartig unberechenbar Hier kann der Technische Handel, der mit über 400 x Service vor Ort allein im deutschen Sprachraum flächendeckend präsent ist, durch seine regionale Nähe zum Bedarfsträger punkten Noch mehr punkten kann er allerdings, wenn es gelingt, die Vorteile von regionaler Nähe und flächendeckender Präsenz durch eine weitere Vernetzung innerhalb der Branche Technischer Handel zu kombinieren Hier ist sicherlich für die Zukunft ein hohes Potenzial für exzellente Dienstleistungen gegeben Fotolia_9682402_Subscription_XL[1]_thumbnailWelches sind die Partner der Wahl, wenn es um die Sicherstellung der Verfügbarkeit der Systeme geht?
Diese Fragen diskutierten Vertreter aus Handel, Industrie und Verbänden beim jährlichen „VTH-Expertengespräch“ in Düsseldorf –  mit interessanten Ergebnissen.
Ausgangspunkt war dabei, dass  der Technische Handel für die Industrie heute der Instandhaltungsdienstleister schlechthin ist – von den 70 % seines Branchenumsatzes, den er mit der Industrie tätigt, gehen 25 % auf die Erstausrüstung, aber 45 % auf die Instandhaltung zurück. Der Technische Handel ist häufig der entscheidende Service-Partner vor Ort, ist „Feuerwehr, wenn es brennt“, und er ist Innovationsträger bei technischen Entwicklungen im Instandhaltungsprozess.
Was bei diesem „Instandhaltungs- und Beratungsspezialisten“ an Dienstleistungen abgerufen wird, reicht von der Bereitstellung von Lagerkapazitäten über die kompetente Produktberatung oder die zeitnahe Beschaffung bis zur Übernahme von ausgegliederten Gesamtleistungen. Der Trend zur Verschlankung der Produktionsprozesse und zur Konzentration auf das Kerngeschäft hat in der Industrie schon lange zu einem Trend zum Verzicht auf eigene Lagerhaltung und damit zu einer Verlagerung dieser Dienstleistungsfunktion zu Spezialisten mit traditionell höherer Lagerhaltungs- und Logistikkompetenz geführt. Diese Entwicklung hat begonnen, ist aber keineswegs schon beendet. Hier hat vor allem der Technische Handel den Ball aufgenommen. Das ist nicht nur direkt ein Kostenvorteil, sondern auch indirekt: Im Technischen Handel wird erfasst, welche Produkte sich drehen und welche nur verstauben oder Flugrost ansetzen. Er kann so durch permanente Sortimentsoptimierung nicht nur überflüssige Lagerkosten, sondern auch Wertverluste durch überalterte und damit untauglich gewordene Ersatzteile, z.B. bei Elastomeren vermeiden. Freilich ist die intelligente Lagerhaltung nur die eine Seite der Verfügbarkeit. Die andere ist die logistische Sinnhaftigkeit. Bei Entfernungen von mehr als 100 km wird die schnelle Verfügbarkeit nicht nur rasch unwirtschaftlich, sondern wegen des alltäglichen Verkehrsinfarkts gerade in den industriellen Ballungsgebieten auch schlagartig unberechenbar. Hier kann der Technische Handel, der mit über 400 x Service vor Ort allein im deutschen Sprachraum flächendeckend präsent ist, durch seine regionale Nähe zum Bedarfsträger punkten. Noch mehr punkten kann er allerdings, wenn es gelingt, die Vorteile von regionaler Nähe und flächendeckender Präsenz durch eine weitere Vernetzung innerhalb der Branche Technischer Handel zu kombinieren. Hier ist sicherlich für die Zukunft ein hohes Potenzial für exzellente Dienstleistungen gegeben.

Expertenrunde

Experten im Gespräch: (v.l.n.r.): Stephan Theißen, Key-Account-Manager der Technischen Großhandlung Schloemer GmbH (Recklinghausen), Harald Neuhaus, Vorsitzender des Vorstands FVI Forum Vision Instandhaltung e.V. (Dortmund), Prokurist und Leiter Zentrale Anlagentechnik ALUNORF GmbH (Neuss), Thomas Vierhaus, Hauptgeschäftsführer VTH Verband Technischer Handel e.V. (Düsseldorf), Moderator Louis Schnabl ,Fachjournalist und Geschäftsführer der Kommunikations- und Marketingagentur HS Public Relations GmbH (Düsseldorf), Peter Mühlberger, Vorsitzender VTH Verband Technischer Handel e.V. (Düsseldorf), Geschäftsführender Gesellschafter Mühlberger-Gruppe (Wiesbaden): Günter Illig, Geschäftsführer BIS Industrieservice Mitte GmbH (Frankfurt), Werner Heitmann, Leiter Business Development BC Europe Central der Dräger Safety AG & Co. KGaA (Lübeck)

Günter Illig, BIS Industrieservice Mitte GmbH (Frankfurt), ein Unternehmen der Bilfinger Berger Industrial Services Group (München): „Es wird in Zukunft sicher nicht mehr ausreichen, die Verfügbarkeit nur übers Telefon abfragen zu können. Auf lange Sicht wird der Technische Handel seinen Kunden den Online-Blick in die Lagerbestände eröffnen müssen – idealerweise auch händlerübergreifend. Reine Lieferorientierung wird der Verfügbarkeitsorientierung weichen.“

Günter Illig, BIS Industrieservice Mitte GmbH (Frankfurt)

Schließlich und endlich setzt die Vernetzung unter Technischen Händlern nur fort, was zwischen dem Instandhaltungspartner Technischer Handel und seinen Kunden in der Industrie bzw. bei industriellen Dienstleistungsunternehmen in den großen Industrieparks längst Realität ist: eine Vernetzung einerseits auf der digitalen Ebene der Warenwirtschaftssysteme inklusive optimierter Bestell- und Fakturierungsprozesse und andererseits auf der „realen“ Ebene mit sichergestellter Verfügbarkeit durch intelligente Lagerhaltung, zeitnahe Belieferung und teilweise sogar direkter Montageleistung durch Spezialisten des Technischen Handels. Ob beispielsweise beim Austausch von Förderbändern oder Wälzlagern -hier sind 16% der Ausfälle auf Montagefehler zurückzuführen! –, von individuell konfektionierten und zugleich mit den erforderlichen Prüfzeugnissen versehenen Schlauchleitungen oder beim Austausch passgenau zugeschnittener Dichtungen inklusive Schulung des Montagepersonals im Blick auf die richtige Flächenpressung – das umfassende Dienstleistungsportfolio des Technischen Handels ist nahezu einmalig. Dass die Bereithaltung und Verfügbarkeit der erforderlichen Instandhaltungsprodukte und des zugehörigen Know-hows ebenso wie die Bereitstellung hochqualifizierter Fachkräfte, teilweise rund um die Uhr, nicht zum „Nulltarif“ zu erhalten ist, liegt auf der Hand.

Nicht die billigste Lösung, sondern die preiswerteste!

Thomas Vierhaus, Hauptgeschäftsführer VTH Verband Technischer Handel e.V. (Düsseldorf)

Thomas Vierhaus, Hauptgeschäftsführer VTH Verband Technischer Handel e.V. (Düsseldorf)

Langwierige oder häufige Produktionsausfälle kann sich ein Unternehmen nicht mehr leisten, denn es besteht keine Möglichkeit, verlorene Zeit wieder gut zu machen. Moderne Instandhaltung muss deshalb mit hoher Flexibilität die Zeitfenster nutzen, die ihr innerhalb des Produktionsprozesses offen stehen. Eine Stunde Produktionsausfall an modernen Produktionsanlagen entspricht oft dem Gegenwert eines neuen Mittelklassewagens. Hier hilft jede Minute Zeitgewinn, so beispielsweise in der Zusammenarbeit mit dem Technischen Handel und der kurzfristigen Verfügbarkeit erforderlicher Ersatzteile. Gleich, ob es zu einem geplanten oder ungeplanten Stillstand kommt – die Kosten-/Nutzen-Relation zeigt deutlich, wo die entscheidenden Kosteneinsparpotenziale liegen. Ein betriebswirtschaftlich denkender Einkauf kann demnach nicht mehr auf die „billigste“ Lösung setzen, sondern auf die preiswerteste. Also zum Beispiel auf den Einsatz hochwertiger Instandhaltungsprodukte, die geeignet sind, die Instandhaltungszyklen zu optimieren, die Stillstandszeiten zu minimieren und damit die Standzeit einer Anlage, d.h. die Produktivität zu maximieren.

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Peter Mühlberger, Vorsitzender VTH

Sowohl in der technologischen Entwicklung, in der Optimierung der Dienstleistungsprozesse als auch in der Qualifikation der beteiligten Spezialisten auf Industrie- wie auf Handelsseite ist noch Luft nach oben. Denn die Industrie in Deutschland steht vor gewaltigen Zukunftsherausforderungen, die sich auf mehreren Ebenen zugleich abspielen und sich in ihrer Wirkung verstärken. Da ist zum einen der immer härter werdende, internationale Wettbewerb, z.B. mit den neuen Industrieriesen China und Indien, die ohne Respekt für den traditionellen Exportweltmeister ihren Anteil am Weltmarkt für sich reklamieren. Da ist zum anderen die katastrophale demographische Entwicklung in Deutschland und Europa, die in vorhersehbarer Zukunft einerseits zu einem spürbaren Rückgang der Binnennachfrage führt, also den Exportdruck weiter erhöht, und andererseits zu einem dramatischen Rückgang an qualifiziertem Nachwuchs führt, also den Produktivitätsdruck weiter erhöht.

Kontakt: VTH Verband der Technischen Händler e.V.
Tel.: 0211 44 53 22
Email: vth-Verband@t-online.de
www.vth-verband.de