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Denn schließlich sorgt die Instandhaltung für den Erhalt von Gebrauchsgütern, die uns ein Leben in uns gewohnter Form mit entsprechender Lebensqualität erst ermöglichen Das bedingt auch eine wichtige emotionale Bedeutungskomponente Nichtsdestoweniger erlauben die Ergebnisse der Studie interessante Einblicke in Struktur und Wirkungsbereiche der Instandhaltung in Deutschland Werte kann der Aufgabe, ihre Bedeutung für die Volkswirtschaft einzuschätzen, nur teilweise lösen. Denn schließlich sorgt die Instandhaltung für den Erhalt von Gebrauchsgütern, die uns ein Leben in uns gewohnter Form mit entsprechender Lebensqualität erst ermöglichen. Das bedingt auch eine wichtige emotionale Bedeutungskomponente. Nichtsdestoweniger erlauben die Ergebnisse der Studie interessante Einblicke in Struktur und Wirkungsbereiche der Instandhaltung in Deutschland.

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© Eisenhans – Fotolia.com

Die Berechnung von Instandhaltungsaufwendungen der deutschen Volkswirtschaft erfolgte für das Jahr 2009. Bezugsgröße ist dabei das vorhandene Bruttoanlagevermögen zu Wiederbeschaffungspreisen; 2009 waren dies 13 242,36 Mrd. €. Dabei wird zwischen den Kategorien „Bauten“ (insgesamt 11 094,48 Mrd. €) und „Ausrüstungen und sonstige Anlagen“ (insgesamt 2 147,88 Mrd. €) unterschieden. Für das Anlagevermögen erfolgte dann die Ermittlung der Instandhaltungsraten pro Wirtschaftsbereich. Diese Kennzahl beschreibt die jährlichen Instandhaltungskosten im Bezug zu Wiederbeschaffungswerten der instand zu haltenden Gegenstände.
Hier liegt der wesentliche Unterschied zu anderen Studien, die den Instandhaltungsaufwand aus dem Anlagevermögen anhand einer einzigen durchschnittlichen Kennzahl – pro Bereich Mobilien und Immobilien – ermitteln. Bei Betrachtung der einzelnen Anlagen und technischen Einrichtungen, ist eine breite Streuung der Kennzahlenwerte in einer Bandbreite zwischen 1,5 % und 16,7 % festzustellen. Die Berechnungen ergeben für das Jahr 2009 ein Kostenblock von 212,20 Mrd. € der Instandhaltungsaufwendungen des Anlagevermögens. Dieses entspricht einer durchschnittlich nach dem Anlagevermögen gewichteten Instandhaltungsrate von 1,6 %.
Für den Teilbereich „Ausrüstungen und sonstige Anlagen“ ergibt sich bei einem Anlagevermögen von 2 147,80 Mrd. € ein geschätzter Instandhaltungsaufwand von 112,35 Mrd. €, was einer durchschnittlich nach dem Anlagevermögen gewichteten Instandhaltungsrate von 5,23 % entspricht.
Im Teil „Bauten“ wird aus einem Bruttoanlagevermögen von 11 094,48 Mrd. € ein Aufwand für Instandhaltung in Höhe von 99,85 Mrd. € abgeleitet. Dabei ist die Instandhaltung der „Ausrüstungen und sonstigen Anlagen“ mit einem Anteil von 52,95 % am Gesamtaufwand leicht teurer als die Instandhaltung der Bauten, die einen Anteil von 47,05 % einnehmen.

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Schwerpunkt Industrie: Die Instandhaltung von Ausrüstungen bildet den größten Kostenfaktor – und liefert sicherlich auch den größten volkswirtschaftlichen Nutzen.

Das „Grundstücks- und Wohnungswesen“ mit Bezug auf „Bauten“ ist die Branche mit dem höchsten Instandhaltungsaufwand. Es werden alleine in dieser Branche 59,65 Mrd. € für die Instandhaltung der „Bauten“ ausgegeben, dabei ist der private Immobilienbesitz bereits eingeschlossen. Bei den „Ausrüstungen und sonstigen Anlagen“ fällt der Instandhaltungsaufwand des Bereiches „Vermietung und Unternehmensdienstleister“ mit einem Wert von 34,24 Mrd. €  ins Gewicht. Auch das verarbeitende Gewerbe betreibt einen Großteil der Instandhaltung der „Ausrüstungen und sonstige Anlagen“ mit Kosten in Höhe von 31,14 Mrd. €.
Zuzüglich zu den bisher ermittelten Kosten sind auch die Aufwendungen der privaten Haushalte für Instandhaltung zu berücksichtigen, etwa Reparaturen und Wartungen an Einrichtungsgegenständen, Kfz und elektronischen Geräten, die eindeutig zur Instandhaltung gehören. Werden diese Werte mit der Summe der Ausgaben deutscher Haushalte multipliziert, ergeben sich weitere 33,26 Mrd. € Instandhaltungsaufwände.
In der Praxis zeigt sich, dass es infolge nicht rechtzeitig getätigter Instandhaltung immer wieder zu Ausfällen im Leistungs- bzw. Produktionsprozess kommt. Selbst wenn Instandhaltung so perfekt betrieben wird, dass aus diesem Grund keine Stillstandszeiten zu erwarten sind, muss sie in gewissen zeitlichen Wartungsfenstern erfolgen. Dieser Umstand wiederum bedeutet stets, dass der Leistungsprozess gebremst wird.
Experten schätzen, dass, um diese Ausfallkosten einzuschätzen, die direkten Instandhaltungskosten mit einem Faktor zwischen drei und fünf zu multiplizieren sind. Diese erweiterten Instandhaltungskosten liegen dann innerhalb einer Bandbreite von 765,51 bis 1 275,85  Mrd. €.

Initiative

Fokus Instandhaltung
Die Initiative „Fokus Instandhaltung“ bündelt die Ressourcen der Instandhaltungsverbände FVI – Forum Vision Instandhaltung, GFIN – Gesellschaft für Instandhaltung REFA– Fachorganisation Instandhaltung und VDI – Verein Deutscher Ingenieure, Fachausschuss Instandhaltung. Ziel ist die Stärkung der Stellung der Instandhaltung in der Industrie, Politik und Gesellschaft. Zu den Hauptaufgaben gehören dabei die Standardisierung, die Schaffung von Messbarkeit und Leistungskriterien sowie die Verbreitung von Instandhaltungswissen. Aktuelle Arbeitsbereiche sind:

  • Mitarbeit an der Europäischen Norm für die Qualifizierung in der Instandhaltung
  • Mitwirkung bei der EU-Initiative Safe Maintenance
  • Aufbau eines Managementsystems für die Instandhaltung
  • Vorbereitung für eine Zertifizierung qualifizierter Instandhalter

Kontakt:
Fokus Instandhaltung
Tel.: 0203 999 2986
Email: jens.reichel@hkm.de
www.fokus-instandhaltung.de

Eine Umfrage zeigte, dass der Instandhaltung von 97,6 % der Unternehmen hohe Bedeutung beigemessen wird. Der Aussage, dass die Instandhaltung in den letzten Jahren zugenommen hat, stimmen 78,5 % zu 67,1 % gehen davon aus, dass diese Bedeutung in Zukunft weiter steigen wird. Weitere Studien teilen die Einschätzung, dass extern erbrachte Instandhaltungsdienstleistungen weiter an Bedeutung gewinnen werden. Eine solche Studie erwartet im Markt für externe Instandhaltungsdienstleistungen weitere Konsolidierungen.
Nach Meinung von Experten verfügt die Instandhaltung über weiteres Optimierungspotenzial der Kosten. Dessen Nutzung trägt zur Sicherung des Produktionsstandortes Deutschland bei. Einflussfaktoren im globalen Wettbewerb um Produktionsstandorte sind auch Produktqualität, Anlagenverfügbarkeit und der effiziente Einsatz von Rohstoffen, die von der Instandhaltung beeinflusst werden. Die Instandhaltung wandelt sich von einer unternehmensinternen Fachdisziplin hin zu einer umfassenden Wirtschaftsbranche.
Die Umsatzerlöse dieser Branche belaufen sich nach einer Einschätzung des Fokus Instandhaltung auf etwa 10 % der Umsätze des verarbeitenden Gewerbe insgesamt. In der „neuen“ Branche Instandhaltung arbeiten etwa 515 000 Beschäftigte in Deutschland. Im europäischen Umfeld wird die Instandhaltung größtenteils als Fremdinstandhaltung, in Deutschland als Eigeninstandhaltung  betrieben. Zur Zeit entstehen hier allerdings größere Dienstleistungsunternehmen der Instandhaltung. Dieser Markt wächst jährlich zweistellig.

Christoph Eick, Jens Reichel,  Paul Schmidt

Initiative
Fokus Instandhaltung
Die Initiative „Fokus Instandhaltung“ bündelt die Ressourcen der Instandhaltungsverbände FVI – Forum Vision Instandhaltung, GFIN – Gesellschaft für Instandhaltung REFA– Fachorganisation Instandhaltung und VDI – Verein Deutscher Ingenieure, Fachausschuss Instandhaltung. Ziel ist die Stärkung der Stellung der Instandhaltung in der Industrie, Politik und Gesellschaft. Zu den Hauptaufgaben gehören dabei die Standardisierung, die Schaffung von Messbarkeit und Leistungskriterien sowie die Verbreitung von Instandhaltungswissen. Aktuelle Arbeitsbereiche sind:
Mitarbeit an der Europäischen Norm für die Qualifizierung in der Instandhaltung
Mitwirkung bei der EU-Initiative Safe Maintenance
Aufbau eines Managementsystems für die Instandhaltung
Vorbereitung für eine Zertifizierung qualifizierter Instandhalter
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