Mehr Durchblick

12Eine der Fragen, die Anrufer der Redaktion des Fachmagazins ,Instandhaltung’ in den vergangenen Jahren am häufigsten stellten, lautete: „Woher bekomme ich einen Überblick über die Dienstleister im Bereich der Instandstandhaltung im deutschsprachigen Raum?”

Das ist eine sehr gute Frage, und wie sich jeder Instandhalter sicher vorstellen wird, ist sie auch sehr schwer zu beantworten. Denn es gibt zwar eine Menge von Auflistungen über Anbieter von Waren und Dienstleistungen in Deutschland und Europa, dazu Messekataloge, Listen von Verbandsmitgliedern, Gelbe Seiten  und anderen nützlichen Unterlagen, sowie lust but not least natürlich das Fachmagazin ,Instandhaltung’ mit seinen Sonderausgaben ,Markt’ und ,Praxis’.

Sollte es jemand schaffen, sich einen Überblick auch nur über die vorhandenen Informationsquellen zu verschaffen, dann sieht er sich jedoch gleich mit der nächsten Frage konfrontiert: Wer gehört denn eigentlich zu diesen ,Instandhaltungsdienstleistern’?  Sind beispielsweise alle Thermografen dazu zu rechen? Sicherlich nicht! Oder welcher Anteil an den Leistungen eines Gerüstbauers geht in die Instandhaltung, und welcher in den Neubau?

Ähnliche Fragen lassen  sich natürlich auch bezüglich Montage-, Engineering- oder Transportleistungen, in Bezug auf Softwareschmieden oder Beratungsunternehmen stellen. Und seit in der DIN 31051 auch die Anlagenverbesserung und -modernisierung enthalten sind, wird die Situation noch schwieriger. Denn wo endet die Verbesserung und wo beginnt der Neubau? Dienstleister für Inspektion und Wartung lassen sich noch vergleichsweise einfach zuordnen. Natürlich nur, wenn man das heikle Thema, wo denn nun eigentlich die Grenze zum Facility Management verläuft, einfach außen vor lässt.

Mit all diesen Problemen sah sich die Redaktion des Fachmagazins ,Instandhaltung’ erstmals direkt konfrontiert, als es um die Konzeption einer Branchen-Messe für Instandhalter ging, also bereits vor mehr als zehn Jahren. Im Verlauf der gemeinsamen Arbeit mit der Messe München an der Nomenklatur dieser neuen ,Internationalen Fachmesse für Industrielle Instandhaltung MAINTAIN’, an der sich auch die Verbände beteiligten, gelang es, mehr Klarheit zu gewinnen. Das fiel um so leichter, als dass die großen Unternehmen der industriellen Instandhaltung inzwischen an Profil gewonnen hatten und sich zunehmend vom Markt des Facility Managements oder der Reinigungsdienstleistungen abgrenzten.

Hinzu kam, dass gerade diese Unternehmen besonderes Interesse an einer sich nunmehr immer klarer als Branchenveranstaltung der industriellen Instandhaltungsdienstleitung profilierenden Fachmesse zeigten. Große Bedeutung für das Zustandekommen der Veranstaltung hatte natürlich auch der Umstand, dass der Bedarf an Instandhaltungsdienstleistungen ständig stieg, und dass im Zuge der Globalisierung auch der Export von Instandhaltungsdienstleistungen immer attraktiver wurde.

Um die Situation in dieser wichtigen Frage rasch zu verbessern, hatte sich die Redaktion der ,Instandhaltung’ jedoch schon vor einiger Zeit mit dem Marktforschungsunternehmen Lünendonk in Verbindung gesetzt. Das Ziel dieser Zusammenarbeit war und ist es, eine Studie und einen Überblick über die Branche auf professoneller, also kommerzieller Basis zu erarbeiten. Kommerziell bedeutet, dass die Erarbeitung der Studie zwar von Unternehmen der  Branche finanziell gesponsort wird, die Studie selbst aber käuflich erworben werden muss.

Bei der Umsetzung dieses Geschäftsmodells und der Erarbeitung derartiger Studien verfügt die Firma Lünendonk einen großen Erfahrungsschatz. Nachdem das Marktforschungsunternehmen jährlich eine Studie und Liste über infrastrukturelle und technische Gebäudedienstleister publizierte, soll nunmehr also das Themenfeld Facility und Asset Management mit einer jährlichen Analyse über Wartung und Instandsetzung komplettiert werden. Dazu Geschäftsführer Jörg Hossenfelder: „Seit Jahren beobachten wir eine Annäherung zwischen Facility Management und Asset Management. Da die bestehende Facility-Management-Studie aus Gründen der Vergleichbarkeit auf klaren Aufnahmekriterien basiert, welche Instandhaltungsdienstleister ausschließt, ließen sich Anbieter wie Bilfinger Berger Industrial Services, Cegelec oder Imtech nicht unterbringen.”

Dieses Problem soll jetzt gelöst werden. Inzwischen kann nun der Fragebogen zur Studie auf der Lünendonk-Website heruntergeladen werden. Es ist vorgesehen, die Studie sowie die Liste der führenden Instandhaltungs-Unternehmen in Deutschland auf der MAINTAIN 2009 im Oktober im Rahmen eines Pressegesprächs vorzustellen. Mit am Tisch sitzen dann auch die beiden Sponsoren der Studie, die diese Analyse ermöglichen: Bilfinger Berger Industrial Services sowie ThyssenKrupp Industrieservice,

Ingo Busch