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der Spitze der ‘Lünendonk-Liste’ oder die Gründer des Dienstleisterverbandes WVIS.

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Fahrzeuginstandhaltungswerk Kassel: Die Förder- und Bühnentechnik gehört zu den Prioritätsanlagen der Instandhaltungsdienstleister.

Genau das aber soll sich jetzt ändern! Dieter Häning, Leiter Industriedienstleistungen bei DB Mobility Logistics, macht da eine ganz klare Ansage: „Wir wollen im Bereich der industriellen Dienstleistungen die Nummer Eins in Deutschland werden – und schauen dabei schon über den Tellerrand hinweg auf ganz Europa. Für dieses Rennen stehen wir jetzt in den Startlöchern.“
Die Voraussetzungen dafür sind gut: Das Unternehmen, eine Tochter der Deutschen Bahn AG, ist bundesweit mit seinen Reparaturzentren sehr günstig aufgestellt. Zudem wurde in diesen Werken in den Jahren seit Eröffnung der Strecke von Nürnberg-Fürth viel Erfahrung und Wissen angesammelt, das heute natürlich auch Kenntnisse und Fertigkeiten bei der Instandhaltung moderner industrieller Ausrüstungen umfasst.
Wie ein darauf aufbauendes Instandhaltungsportfolio aussieht, zeigen beispielhaft die Dienstleistungen der DB Industrial Services im Werk Kassel der DB Fahrzeuginstandhaltung. Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber folgt hier den Prinzipien und Leitlinien des AIQS-Systems, eines modularen Dienstleistungspaketes. Dazu gehört unter anderem auch, dass beim Auftraggeber ein Standortmanager installiert ist.

Fahrzeuginstandhaltung mit Termindruck

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Groß-Anlagen: Zum Verantwortungsbereich der Anlageninstandhalter gehören auch die Vorrichtungen zum Auf- und Abpressen von Rädern auf Wellen.

In Kassel werden Nahverkehrs-Dieseltriebzüge und deren Komponenten instand gehalten. Etwa 800 Mitarbeiter führen hier Revisionen, Bedarfs- sowie Unfallinstandsetzungen und Modernisierungen durch. Diese Aufgabestellung bedeutet einige Besonderheiten bei der täglichen Arbeit.
„Bei uns spielt besonders das Zeitbudget eine ganz entscheidende Rolle, wie das eben bei der Bahn so ist“, erklärt dazu Detlef Jahn, Leiter Infrastrukturplanung in Kassel. „Schon bei Routineinstandhaltungen sind uns enge Termine gesetzt – und bei außerplanmäßigen Instandsetzungen ist klar, dass diese Züge einfach so schnell wie irgend möglich wieder in den Fahrbetrieb zurück müssen.“
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist hohe Anlagenverfügbarkeit der Ausrüstungen des Fahrzeuginstandhaltungswerkes die wichtigste Voraussetzung. Das bedeutet auch sehr hohe Anforderungen an die Anlagen-Instandhalter, die DB Services – und insbesondere für Klaus Zellner, den Standortmanager des Dienstleisters in Kassel.

Instandhaltung des gesamten Werkes

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Prüftechnik: Ultraschallprüfung gehört zum Arbeitsumfang in Kassel. Die DB Services unterstützen die Fahrzeuginstandhalter bei der Entwicklung der Prüftechnik.

Zellner ist mit seinem Team von 35 Mitarbeitern, darunter Maschinenbau- und Elektroingenieure, Schlosser und Elektriker, für die gesamte Instandhaltung sowie Unterhaltsreinigung und Sicherheit zuständig. Dabei heißt ,gesamt‘ auch, dass es keine Trennung zwischen Produktionsanlagen, Infrastruktureinrichtungen und Gebäuden gibt. Auch die gesamte Ersatzteilwirtschaft gehört dazu. Damit entsteht ein sehr breites Aufgabespektrum, das die Fachkenntnisse aller Beteiligten fordert – und das eben oft unter starkem Zeitdruck. „Wenn beispielsweise Störungen an der großen Schiebebühne auftreten, mit der die Wagen auf die einzelnen Arbeitsstände verteilt werden, kommen schnell alle Abläufe durcheinander, erläutert er. “Und das ist bei weitem nicht die einzige Engpassanlage. Auch Radsatzpressen, Radsatzdrehmaschinen oder Ultraschallprüfanlagen stehen unter besonderem Augenmerk, da ein Ausfall die gesamte Produktion empfindlich stören kann. Insgesamt betreuen wir hier etwa 3 000 Einzelanlagen, davon sind 20 als Prioritätsanlagen ausgewiesen.“
Was aber bedeutet ,betreuen‘ hier ganz konkret? Eine Antwort auf diese Frage ist findet sich in der Beschreibung des AIQS-Systems, das den Rahmen für die Dienstleistungsumfänge absteckt.
Dort heißt es: „Der Standortmanager steht dem Auftraggeber als Partner über alle vereinbarten Standortleistungen zur Seite. Er berät ihn und hält Entscheidungshilfen sowie Alternativen bereit. Gleichzeitig ist er am Standort für die Einhaltung der Budgets und die termingerechte Leistungserbringung verantwortlich. Er koordiniert die Aufgaben am Standort und weist sie den entsprechenden Teams bzw. Servicebereichen zu. Durch die ganzheitliche Betrachtung der sekundären Prozesse werden – rund um das Kerngeschäft des Auftraggebers – die Prozessabläufe der Dienstleistung kontinuierlich verbessert und Schnittstellen reduziert. In vereinbarten Routinen berichtet der Dienstleister über die geplanten und gegebenenfalls besonderen Ereignisse aus dem Vertragsverhältnis. Im Standortmanagerreport fasst er regelmäßig den Anlagenzustand und die erbrachten Leistungen in einer transparenten Darstellung zusammen. Dabei zeigt er Möglichkeiten zur Entwicklung des Standortes sowie Optimierungsmöglichkeiten über alle Leistungskomponenten auf.“
So umfangreich – so gut. Aber lässt sich das alles in der ,rauen Wirklichkeit‘ tatsächlich umsetzten – und auch messen und nachweisen?

Eine Erfolgsbilanz

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1) Dieter Häning, Leiter Industriedienstleistungen: „Mit der Kompetenz des Technik-Centers in Hamburg und unseren Kooperationsbeziehungen zu Anbietern von Maschinen und Anlagen bieten wir Instandhaltung auf Herstellerniveau.“ 2) Detlef Jahn, Leiter Infrastrukturplanung: „Die Zusammenarbeit wird ausgebaut, etwa bei der Verbesserung der Energieeffizienz .“ 3) Standortmanager Klaus Zellner: „Wir arbeiten im Schichtbetrieb, mit rollender Woche und erweiterten Bereitschaften unserer Spezialisten für bestimmte Anlagen – auch das gehört zum Dienstleistungspaket.“

„Jedenfalls haben wir seit 2007, als unsere Arbeit in Kassel startete, eine messbare Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit erreicht“,  resümiert Zellner. Es gibt da verschiedene Berechnungsansätze, wie die OEE (Overall Equipment Efficiency) bestimmt wird. Wir haben mit unseren Auftraggebern eine genau definierte Kennzahl der technischen Verfügbarkeit festgelegt. In diesem Bewertungssystem sind wir von Werten um die 60 Prozent Verfügbarkeit etwa um 20 Prozent voran genkommen – bei Prioritätsanlagen liegen wir im hohen 90-Prozent-Bereich.
Das lässt sich auch an den Diagrammen ablesen, die wir an einem Teil der Anlagen direkt vor Ort angebracht haben. Hier kann jeder Mitarbeiter des Auftraggebers, erkennen, in welchem Zustand sich die Anlage befindet.“ Auch der Kasseler Instandhaltungsleiter Jahn ist mit dem bisher Erreichten zufrieden: Das Modell der Zusammenarbeit hat sich bewährt,“ schätzt er ein. „Wir haben uns seitdem gut ,zusammengerauft‘. Dazu gehörte es auch, Routinen der Kommunikation zu entwickeln, etwa gemeinsame Beratungen effizient einzuordnen. Auch die einzelnen ,Dienstleistungspakete‘, die nach 1/2-Jahres- oder 1-Jahres-Umfängen gestaffelt sind, haben wir optimal auf die einzelnen Anlagen verteilt. Insgesamt bedeutet das einen Umfang von 12 Mio. Euro/Jahr, den wir sicher noch ausbauen werden.“
Die Richtung eines solchen Ausbaus ist ebenfalls klar: War bisher Anlagenverbesserung und Engineering die ausschließliche Domäne des Auftraggebers, so sollen jetzt auch die Dienstleister in diesem Bereich ihre inzwischen gesammelten Erfahrungen verstärkt einbringen. Dazu müssen aber noch weitere, höher qualifizierte Experten des DB-Dienstleisters in Kassel tätig werden.
Das wiederum freut Häning, den Leiter des Dienstleistungsbereiches der DB: „Um für solche Aufgaben besser gerüstet zu sein, haben wir in Hamburg ein Technik-Center gegründet.  Das wird uns auch helfen, unseren Markt zu erweitern: Von den 780 Mio. Euro Umsatz erarbeiten wir derzeit erst 10 Prozent außerhalb des DB-Konzerns. Aber wir sehen noch riesiges Potenzial: Hüttenwerke, Kraftwerke, Verkehrsinfrastruktur in Häfen, sogar Tankstellen. Der Startschuss dazu ist gefallen!“

AIQS

logo kasten Seite 2-1_thumbnailDas Premiumprodukt der DB Services
AIQS – Aktive Industrieinstandhaltung durch qualitative Systemdienstleistung – deckt im Rahmen einer Systemdienstleistung speziell den Bedarf von produzierenden Industriekunden der Schienenfahrzeugbranche, Automotive, metallverarbeitender Industrie sowie Logistikunternehmen. Diese Produkt wurde auf Grundlage langjähriger Kompetenz- und Erfahrungswerte aus der Bewirtschaftung von Standorten der Schienenfahrzeugbranche entwickelt. Es ermöglicht es dem industriellen Auftraggeber, seine Infrastruktur- und Unterstützungsleistungen für die Produktion an einen erfahrenen Dienstleister zu übertragen.
Basis hierfür ist ein Vertrag über Systemdienstleistungen, der unter anderem durch eine zugesicherte Verfügbarkeit von Maschinen und Produktionsanlagen eine qualifizierte Versorgung und Funktionalität des Standortes mit baulicher und technischer Infrastruktur und damit die störungsfreie Produktion sicherstellt.
Der Mehrwert für den Auftraggeber: DB Services übernimmt die wirtschaftliche Verantwortung bei Verfügbarkeits- und Qualitätsvereinbarungen in Form fixer Leistungsvergütungen bei gleichzeitiger Aufwandstransparenz für eine funktionierende, hochverfügbare Industrie.

Kontakt:
DB Services Kundenmanagement
Tel.: 030 297 68790
Email: db-services@deutschebahn.com
www.dbservices.de

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