Entwicklungsaktivitäten im Service-Bereich

Davon profitiert auch die Instandhaltung, denn die ist schließlich ,Dienstleistung pur‘ Mit Technologie lässt sich viel Geld verdienen – mit den dazu gehörenden Dienstleistungen meistens noch viel mehr Sie machen in Deutschland immerhin schon 70 % der Bruttowertschöpfung aus Geld verdienen – mit den dazu gehörenden Dienstleistungen meistens noch viel mehr. Sie machen in Deutschland immerhin schon 70 % der Bruttowertschöpfung aus.

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Auf der Höhe der Anforderungen: Instandhaltung bedeutet Dienstleistung von Experten in allen Bereichen, von Handwerk bis Hightech.

Einen guten Anteil daran hat die Instandhaltung, die schließlich über weite Strecken ,Dienstleistung pur‘ ist. Damit befinden sich die Instandhalter in einer günstigen Situation, in der sie mit viel Unterstützung rechnen dürfen, denn Dienstleistungen sind ein Thema, dem viel Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Das staatliche, also mit Steuergeld unterstützte Interesse an der Thematik zeigt der ,Aktionsplan Dienstleistungen 2020‘ des  Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatsekretär im BMBF, umriss auf der 8. Dienstleistungstagung im April in Berlin die Aufgabenstellung folgendermaßen: „In erster Linie geht es darum, neue Technologien frühzeitig mit Konzepten für Dienstleistungsinfrastruktur so zu verknüpfen, dass sie marktfähig werden.“
Kernstück des Aktionsplans ist das Programm ,Innovationen mit Dienstleistungen‘, über das mit rund 70 Mio. Euro bis 2011 Themen der Dienstleistungsforschung gefördert werden.
Zwar umfassen die Dienstleistungen, von denen hier die Rede ist, ein sehr breites Spektrum, das auch den gesamten Konsumerbereich umfasst, aber das, was in Berlin gesagt wurde, gilt auch für die technischen Dienstleistungen und speziell für die Instandhaltung. Hier gibt es deshalb zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit bereits praxiswirksamen Ergebnissen.
Ein Vorreiter auf diesem Gebiet ist zweifellos das Forschungsinstitut für  Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen (FIR).

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Mit Unterstützung vom Saat: Vorstellung des Aktionsplan Dienstleistung 2020

Der Bereich Dienstleistungsmanagement des Institutes besteht heute aus über 30 Mitarbeitern. Er konzentriert seine Arbeit auf die Themenfelder der Prozessindustrie und der produzierenden Unternehmen. In den Forschungsfeldern Service Engineering, Lean Services und Community Management sowie dem Competence Center Instandhaltung werden hier Methoden für die Entstehung neuer Leistungen, die Steigerung der Produktivität und die Nutzung von Kooperationspotenzialen erarbeitet. Der im FIR angesiedelte  Arbeitskreis Instandhaltung in der Euregio fördert zudem den Erfahrungsaustausch zwischen Instandhaltern.
Spezielle Themen, die auf ,Best-Practice-Lösungen‘ abzielen, stehen im Vordergrund dieser regionalen Plattform. Der Arbeitskreis hat sich zudem den Aufbau eines Wissenspools zur Generierung innovativer Konzepte, Methoden und Strategien im Bereich Instandhaltung zum Ziel gesetzt.
Im Forschungsprojekt GeMoTel des FIR  geht es um eine derzeit besonders aktuelles Thema, den TeleService, betrachtet aus einer ganzheitlichen Perspektive. Hier werden die dazu entwickelten Geschäftsmodelle sowie auch deren Vermarktung unter die Lupe genommen.
Neben dem FIR gibt es noch zahlreiche weitere Einrichtungen und Unternehmen, die sich mit der Verbesserung der industriellen Dienstleistungen beschäftigen. Dazu zählen das Fraunhoferinstitut ISI Stuttgart, aber auch privatwirtschaftliche Unternehmen wie Sauter Consulting, Barkawi Management Consultants oder Impuls Management Consulting.