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An der jährlichen Erhebung des Wirtschaftsverbands Industrieservice WVIS, die online und per Fragebogen erfolgte, nehmen industrielle Dienstleister aller Größenordnungen teil Sie werden dabei unter anderem zum wirtschaftlichen Umfeld für den Industrieservice, zum Volumen bestehender und künftiger Märkte, zu Kundenbedürfnissen in der Zukunft sowie zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften befragt Hier nun eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse für 2011 An der jährlichen Erhebung des Wirtschaftsverbands Industrieservice WVIS, die online und per Fragebogen erfolgte, nehmen industrielle Dienstleister aller Größenordnungen teil. Sie werden dabei unter anderem zum wirtschaftlichen Umfeld für den Industrieservice, zum Volumen bestehender und künftiger Märkte, zu Kundenbedürfnissen in der Zukunft sowie zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften befragt. Hier nun eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse für 2011.

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Industriedienstleister: Nach der Krise geht es wieder stetig aufwärts.

Im Industrieservice stehen alle Zeichen auf Wachstum. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Gros der Anbieter industrieller Dienstleistungen sowohl beim Umsatz als auch bei den Beschäftigtenzahlen zum Teil deutliche Anstiege. Mittel- bis langfristig werden zudem positive Auftragseingänge erwartet.
Finanz- und Wirtschaftskrise sind erfolgreich gemeistert, die Konjunktur hat, vor allem in Deutschland, inzwischen nachhaltig angezogen. Jetzt setzt der Industrieservice seinen Wachstumskurs fort. Nach den zum Teil zweistelleigen Umsatzeinbrüchen im Jahr 2009 konnte die Branche den für 2010 erwarteten vorsichtigen Aufschwung mit einem tatsächlichen Umsatzplus von 6,5 % deutlich übertreffen. Optimistisch, so zeigt die Umfrage des WVIS bei den Industrieserviceunternehmen und industriellen Instandhaltern in Deutschland, sind zudem die Erwartungen für die kommenden Jahre. Insbesondere internationale Märkte werden das Wachstum ankurbeln. Die größten Entwicklungspotenziale versprechen dabei Osteuropa sowie Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien.

Instandhaltung, aber auch Engineering oder Planung
Nach wie vor liegt der Schwerpunkt der industriellen Dienstleistungen im Bereich der Instandhaltung. Zugenommen hat 2010 aber auch der Stellenwert von Engineering, Beratung und Planung. Neben der anziehenden Wirtschaft in Deutschland profitierten Industrieserviceunternehmen im vergangenen Jahr auch vom bestehenden Kostendruck in der Prozessindustrie. Dadurch kam es zu einer verstärkten Nachfrage nach Full-Service-Leistungen. Darüber hinaus konzentrierten sich die Kunden auf wenige Lieferanten. „Kostenführerschaft, Produktionssteigerung sowie Konzentration auf Kernkompetenzen werden die Prozessindustrie mehr und mehr motivieren, industrielle Dienstleistungen extern zu vergeben“, betont WVIS-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß. „Damit bleibt Industrieservice eine dynamische Branche mit überdurchschnittlichen Wachstumsperspektiven.“
Für die weitere Entwicklung ihrer Branche sehen die industriellen Dienstleister im WVIS-Branchenmonitor 2011 klare Treiber. Dazu gehören die weitgehende Automatisierung der Produktionsprozesse und die Integration von Condition Monitoring-Systemen.

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Hohe Anforderungen: Komplexe Ausrüstungen wie etwa Reinraumtechnik erfordern sehr gut ausgebildete Mitarbeiter.

Gleichwohl wartet eine Vielzahl von Herausforderungen auf sie. So steigen die Anforderungen der Kunden an Kostentransparenz, aber auch an die Qualität der Anbieter weiter. Vergleichbarkeit schafft das Gütezeichen für Industrieservice. Dazu haben der WVIS und die Gütegemeinschaft Industrieanlagenservice (GIAS) unter Einbeziehung des international anerkannten Gütezeichensystems der RAL Prüfkriterien für Industriedienstleister definiert, die von unabhängigen Organisationen geprüft werden.
Darüber hinaus gilt es, das Servicespektrum unter anderem um Ersatzteil-Betreibermodelle auszuweiten. In den kommenden Jahren werden Industrieserviceunternehmen aber auch der Nachfrage nach Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz aufgrund steigender Energiekosten und Rohstoffpreise sowie Green Services Rechnung tragen müssen.
Zu den größten Aufgaben der Zukunft zählt im Industrieservice zweifelsohne die Bewältigung des Fachkräftemangels. Bereits im vergangenen Jahr machte sich das Fehlen von Fachpersonal und die mangelnde Verfügbarkeit geeigneter Servicemitarbeiter bemerkbar. Zwar zeigten die Beschäftigtenzahlen in der Industrieservicebranche einen klaren Aufwärtstrend, Fachkräftemangel aber wird zunehmend zum beherrschenden Thema für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der industriellen Dienstleister. „Der Markt für industrielle Dienstleistungen ist ausgesprochen komplex“, erklärt Maaß. „Dies gilt sowohl für die Industrieanlagen als auch für das Arbeitsumfeld. Entsprechend gesucht sind exzellent ausgebildete Fachkräfte, die indes in der benötigten Zahl auf Sicht nicht zur Verfügung stehen.“

Treffpunkt der Branche

WVIS-Industrieservicetage

kasten-1_thumbnailImmer mehr produzierende Unternehmen verlagern Servicetätigkeiten auf externe Anbieter, um sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Dienstleister im Industrieservice sind Spezialisten mit umfangreicher Kompetenz in den verschiedensten Segmenten industrieller Produktion. Der Industrieservice als junge Branche hat jedoch seine Orientierungsphase noch nicht abgeschlossen und will sich von der klassischen Instandhaltung weiter emanzipieren.
Eines der Hauptziele des WVIS ist es, dabei Kompetenzen zu bündeln und Synergien zu schaffen.
Nach zweijähriger Planungszeit lädt der Verband nunmehr zur ersten großen eigenen Veranstaltung mit Tagungsprogramm und begleitender Fachausstellung ein, den WVIS-Industrieservicetagen. Diese finden am 11. und 12. Oktober 2011 in Düsseldorf statt und sind derzeit die einzige Veranstaltung, die sich ausschließlich mit dem Thema Service beschäftigt.

Zahlreiche Unternehmen im Industrieservice haben deshalb längst eigene Wege bei der Nachwuchsförderung eingeschlagen. Sie investieren nachhaltig in Aus- und Weiterbildungsprogramme und sorgen für eine gezielte und konsequente Personalentwicklung. Unterstützt werden sie dabei durch den WVIS. So wurde unter anderem mit der „WVIS Academy“ für Studenten, Facharbeitern und Young Professionals gleichermaßen eine wichtige Orientierungshilfe geschaffen. Das virtuelle Aus- und Weiterbildungsportal des Verbands bündelt nicht nur bereits vorhandene Lernangebote, sondern arbeitet auch intensiv an der Festlegung von Studien- und Weiterbildungsinhalten, die dem Bedarf von Industrieserviceunternehmen gerecht werden.

Kontakt:

WVIS – Wirtschaftsverband für Industrieservice e. V.
Tel.: 0211 16970504
Email: info@wvis.eu
www.wvis.eu

Wachstum der Branche

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Attraktive neue Märkte: Der Bedarf an Fremdleistungen steigt weltweit schneller als in Deutschland.

Dienstleistungsportfolio

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Instandhaltung ist nicht alles: Das Portfolio der industriellen Dienstleister umfasst zunehmen neue Bereiche, etwa in der Logistik oder im Asset Management.