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Internationale Zusammenarbeit

Interkulturelle Generalisten

am 22.10.2013 um 08:00 Uhr

Internationale Zusammenarbeit in der Wirtschaft verlangt von Fach- und Führungskräften Sprachkenntnisse und eine intensive Vorbereitung auf die Kultur und Arbeitsweise anderer Länder. Vielen Unternehmen ist das bewusst, aber sie tun noch zu wenig, um ihre Mitarbeiter zu qualifizieren.

Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelkammertages (DIHK) wollen zwei Drittel der bereits im Ausland aktiven Unternehmen ihre Auslandsgeschäfte in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Mehr als jedes zweite Unternehmen plant in den nächsten fünf Jahren, sich insbesondere Asien zuzuwenden. Durch Verhandlungen, Geschäftsabschlüsse und Meetings rund um den Globus kommen Geschäftsleute aus den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten in Kontakt. Für weltweit operierende Unternehmen bedeutet dies, ihre Personalentwicklung auf die Herausforderungen der internationalen Geschäftswelt auszurichten.

Gegenseitiges Verständnis

Gegenseitiges Verständnis: Dazu gehört mehr als verbale Kommunikation. © Kzenon – Fotolia.com

„Junge Menschen und auch Firmen tun allerdings noch zu wenig, um sich auf die globalisierte Geschäftswelt vorzube­reiten. Heute reicht Schulenglisch meist nicht aus“, sagt Dr. Kai B. Schnieders, Geschäftsführer der Carl Duisberg Centren. „Die Sprache richtig zu beherrschen bedeutet, in ihr denken zu können. Wer in seiner Muttersprache verhaftet bleibt und seine Gedanken zunächst ins Englische übersetzen muss, hat bei Verhandlungen oder Diskussionen schon verloren“.

Die Zeiten, in denen Firmen ein paar Spezialisten hatten, die für längere Zeit in ein bestimmtes Land entsandt wurden, und in denen vom Rest der Belegschaft keinerlei interkulturelle Fähigkeiten verlangt wurden, sind endgültig vorbei. Dies belegt eine Studie der Carl Duisberg Centren: Firmen pflegen heute Kontakt zu vielen verschiedenen ausländischen Partnern. Der Trend geht hin zum interkulturellen Generalisten.

„Firmen brauchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine hohe allgemeine Kompetenz haben, mit Menschen aus anderen Ländern zusammenzuarbeiten“, illustriert Schnieders.

Weiterbildungsangebot

Carl Duisberg Centren: „Wir bauen Brücken“
Seit 50 Jahren bereiten die Carl Duisberg Centren Fach- und Führungskräfte auf ihre internationalen Aufgaben vor. Der Bildungsanbieter war einer der ersten, der mit einer interdisziplinären Kombination aus Managementskills, internationalem Englisch und interkultureller Sensibilisierung Führungskräfte und Mitarbeiter fit macht für die Arbeit in multikulturellen Teams. Teilnehmer lernen neben den gesellschaft­lichen Hintergründen des jeweiligen Lan-
des in erster Linie die unterschiedlichen Kommunikations- und Denkweisen kennen. Die Carl Duisberg Centren haben ihren Hauptsitz in Köln und sind in Deutschland an sechs weiteren Standorten präsent. Eigene internationale Standorte sichern in Verbindung mit Kooperationspartnern in aller Welt die internationale Handlungsfähigkeit.

Internationale Begegnungen im Geschäftsleben gestalten sich oft schwierig. Das liegt nicht am fehlenden fachlichen Wissen sondern an unterschiedlichen kulturell bedingten Wertevorstellungen und den daraus entstehenden Missverständnissen und Konflikten.

Globalisierung

Globalisierung: Dem Exportland Deutschland eröffnen sich damit viele neue Wege. © montebelli – Fotolia.com

„Von daher ist es besonders zum Start von internationalen Projekten sinnvoll, die Projektmitarbeiter mit interkulturellen Trainings oder Sprachunterricht zu unterstützen“, sagt Sonja Kokoschka, Abteilungsleiterin Personalentwicklung bei der E-Plus Gruppe. „Vieles lernen sie allerdings erst mittendrin, wenn es zu dem einen oder anderen Missverständnis kommt. Dann ist die Kunst, damit offen umzugehen, sich mit den Kollegen darüber auszutauschen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Um Learning on-the-job kommt man meist nicht herum – das geht den ausländischen Kollegen mit uns Deutschen umgekehrt schließlich genauso“.

Viele haben Angst, das Gesicht zu verlieren

„In vielen Fällen könnte es besser laufen und Konflikte von vorneherein vermieden werden, wenn Teams nicht nur zum Projektbeginn interkulturelle Trainings erhielten“, so die Erfahrung von Susan Hoppe, die bei den Carl Duisberg Centren interkulturelle Trainings entwickelt und durchführt. Auf Folgetrainings verzichten viele Firmen, und Teammitglieder verschweigen Probleme, aus Angst, das Gesicht zu verlieren. „Mangelnde Zeit ist das größte Hindernis für eine gute Vorbereitung“, so Hoppe. „Firmen sind bereit, maximal zwei Tage für länderspezifische Trainings ihrer Mitarbeiter zu investieren. Gewünscht wird ein Rundumpaket für die Welt und das am besten in vier Stunden.“ Do’s and Don’ts zu vermitteln reicht nicht aus, so die gebürtige Amerikanerin. Es müssen auch die dahinter stehenden Werte sowohl der eigenen als auch der fremden Kultur deutlich gemacht werden.

Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb erfolgreich sein wollen, brauchen eine Geschäftskultur, die eine respektvolle und klare Kommunikation mit ihren Partnern aus anderen Kulturen pflegt. Langfristige Investitionen in die Beziehungspflege zahlen sich aus, auch für kleine und mittelständische Unternehmen, die zunehmend auf internationale Präsenz angewiesen sind.

Barbara Dreifert

Kontakt:
Carl Duisberg Centren
Tel.: 0221 1626266
Email: info@cdc.de
www.cdc.de

 
 
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