Experten nach Maß

Um die Aufgaben des Servicemanagements kompetent zu lösen, bedarf es jedoch spezifischer fachlicher und interdisziplinärer Kompetenzen Service in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist. Um die Aufgaben des Servicemanagements kompetent zu lösen, bedarf es jedoch spezifischer fachlicher und interdisziplinärer Kompetenzen.

Alle an einem Tisch: Professor Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund, stellt Vertretern von Wirtschaft, Verbänden und Kooperationspartnern das Konzept des neuen Studienganges vor.

Alle an einem Tisch: Professor Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der FH Dortmund, stellt Vertretern von Wirtschaft, Verbänden und Kooperationspartnern das Konzept des neuen Studienganges vor.

Derartige Fähigkeiten und Kenntnisse wurden in den bisher angebotenen Ausbildungs- und Studiengängen nur unzureichend oder gar nicht vermittelt. Es ist deshalb notwendig, spezifische Ausbildungsgänge zu entwickeln, die dem Stellenwert dieses Leistungssegments in der Wertschöpfungskette Rechnung tragen.

Der neue Studiengang an der Fachhochschule Dortmund soll diese Vorstellungen umsetzen und durch praxisnahe Lehre auf wissenschaftlicher Basis die Absolventen zu selbständiger Tätigkeit im Berufsleben befähigen, Fach- und Führungsaufgaben im Servicebereich wahrzunehmen. Die Ausbildung vermittelt interdisziplinäre Kompetenzen aus den Gebieten Technik, Wirtschaft, Recht und Informatik.

Die Zusammenarbeit mit der Industrie sorgt für Praxisbezug

Zu den Studieninhalten gehören die natur-, ingenieur- und betriebswissenschaftlichen Grundlagen des industriellen Servicemanagements sowie Schlüsselqualifikationen wie Selbst- und Projektmanagement, rechtliche und soziale Kompetenz. Die enge Zusammenarbeit mit der Industrie sorgt für starken Praxisbezug der Studieninhalte auf neuestem Stand der Technik, wobei neue Trends und Anforderungen berücksichtigt werden. In den Praxisphasen lernen die Studierenden, ihr theoretischen Wissens anzuwenden und sammeln so bereits während des Studiums Berufserfahrung, die dann im Betrieb sofort nutzbar ist.

Im Mittelpunkt des Studiums stehen die Projekt- und Teamarbeit in komplexen industriellen Prozessen, die zur Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit der technischen Systeme und Anlagen notwendig sind. Die Inhalte des Studiengangs orientieren sich daher an konkreten Serviceaufgaben für technische Systeme und Anlagen.

Auf Basis des regionalen Bedarfs stehen den Studierenden folgende Vertiefungsrichtungen zur Auswahl

  • Instandhaltungsmanagement von Produktionsanlagen
  • Instandhaltungsmanagement von Infrastrukturanlagen
  • Instandhaltungsmanagement von Energie- und Umweltschutzanlagen
  • Mobile Anlagen/Fahrzeugtechnik

Die FH Dortmund trägt mit dieser Planung der Marktentwicklung, dem Fachkräftemangel und den neuen Anforderungen an Fach- und Führungskräfte im Servicesektor durch ein passgenaues, bedarfsorientiertes Bildungsangebot Rechnung. Charakteristisch für das vorgesehene Modell ist dabei, dass die Studierenden von einem Unternehmen, das sich auf diese Weise frühzeitig seinen Ingenieurnachwuchs sichert, angestellt werden und eine Vergütung erhalten. Dies bietet auch weniger bekannten, kleinen und mittleren Unternehmen die große Chance, praxisnah ausgebildete Fachhochschulabsolventen im ,War of Talents’ zu gewinnen.

Der Studierende arbeitet in seiner vorlesungsfreien Zeit und während des Semesters im Betrieb und bearbeitet in seinen Seminar- und Projektarbeiten sowie der Bachelor-Arbeit Fragestellungen seines Vertragsunternehmens. Das stellt die enge Verbindung zwischen Unternehmen und Studierendem sicher. Die intensiven Praxisphasen im Studium führen dazu, dass Fach- und Führungskräfte für die Bereiche Service- und Instandhaltungsmanagement ausgebildet werden, die den steigenden Anforderungen in den Unternehmen entsprechen.

Den Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs bieten sich ebenso große Vorteile, da die Intensität und der Praxisbezug des dualen Studiengangs für hervorragende Chancen am Arbeitsmarkt sorgen. Aufgrund ihrer interdisziplinären Qualifizierung werden sie zu gesuchten Fach- und Führungskräften. Die Ausbildung befähigt sie, die Anforderungen an die technische Ausstattung im Unternehmen über den kompletten Lebenszyklus mit den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen.

Des Weiteren erledigen sie die taktische und operative Planung, erarbeiten anforderungsgerechte Konzepte und sind ein wichtiger Kommunikator zu allen internen und externen Kunden und Lieferanten. Sie verfügen über fundiertes Prozess- Know-how mit einem hohen Maß an sozialer Kompetenz und können mit dem notwendigen Verhandlungsgeschick ihre vielseitigen und interessanten Aufgaben bewältigen. Und nicht zuletzt ist die finanzielle Absicherung des Studiums durch die vertragliche Vereinbarung mit einem Unternehmen ein entscheidendes Kriterium für die Wahl eines dualen Studiengangs. Denn Umfragen zeigen, dass Studierende an Fachhochschulen ihr Studium in einem regulären Studiengang und ihren Unterhalt meist nur mit einem Nebenjob bestreiten können – was zu einer unnötigen Verlängerung des Studiums führt und ein ergebnisorientiertes Lernen sehr erschwert.

Fachhochschule Dortmund
Tel.: 0231 9112 784,
bernhard.kock@fh-dortmund.de
www.fh-dortmund.de

Die Kooperationspartner – Lehre, Forschung, Wirtschaft

Das Forum Vision Instandhaltung dem sich etwa 100 Industrieunternehmen, Dienstleister, Hochschulen Forschungsinstitute zusammengeschlossen haben, wird an der Gestaltung Studiengangs als Kooperationspartner Fachhochschule Dortmund mitwirken sowohl bei der Lehrplanung als Umsetzung des neuen Studiengangs Belange von Industrie und Praxis einbringen. Weitere Kooperationspartner Technische Universität Dortmund, Lehrstuhl für Fabrikplanung, und das Fraunhofer- Institut für Materialfluss Logistik, Dortmund.

www.ipih.de
www.iml.fraunhofer.de
www.lfo.uni-dortmund.de

Der Studiengang – Studiendauer und -organisation

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester (drei Jahre) und sieht als besondere Komponente eine integrierte Betriebspraxis vor. Die interdisziplinäre Ausbildung in dem neuen Studiengang ist erstmalig mit dem Abschluss zum ,Bachelor of Engineering‘ an einer Fachhochschule kombiniert.

Während des Studiums leistet der Studierende etwa 60 % seiner Ausbildungszeit an der Hochschule und 40 % im Betrieb. Es wird von einer durchschnittlichen Arbeitsbelastung von 1 800 Stunden pro Jahr für ein Bachelor-Studium ausgegangen. Hierin enthalten sind Lehrveranstaltungen, Prüfungen und die betriebliche Ausbildung. In der vorlesungsfreien Zeit des fünften Semesters wird die Projektarbeit und im sechsten Semester wird die Bachelor-Arbeit im Betrieb angefertigt. Das Studium beginnt zum Wintersemester 2010/2011.